Im Fondamentalisten-Camp

Im Innern zähle ich mich schon lange zu den Fondamentalisten. Nun habe ich alle Warnungen von Staatschützern in den Wind geschlagen und ein Trainingscamp für Fondamentalisten besucht. Nicht bei Usama bin Laden in Afghanistan. Sondern in einem kleinen Ort vor Luzern. In der Kochschule Kir(s)chensturm. Normalerweise ist vor “-isten” jeglicher Gattung Vorsicht geboten. Nicht vor diesen hier.
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Filetes de lenguado “siete puertas”

Seezunge Siete PuertasSolefilets auf spanische Art, adaptiert nach einem Rezept der unvergessenen Marianne Kaltenbach aus dem Buch “Rezepte aus meiner Mühle” (gemeint war ihr Ferienhaus, die Molino Mayola, eine Finca an der Costa Brava). Das Buch erschien 1979, in Handschrift geschrieben, als Faksimiledruck im Eigenverlag. Ich vermute, dass der Name “siete puertas” von einem Restaurant gleichen Namens (Las Siete Puertas) stammt, das dieses Gericht geschaffen haben könnte. Fragen können wir sie leider nicht mehr. zum Rezept: Weiterlesen

Käseschnitte zivil

Getarnte KäseschnittenZum Rezept für Schweizer Militärkäseschnitten gibt es eine zivile Alternative: Die Käseschnitte von Frau lamiacucina mit ganzen, grünen und rosa Pfeffer-körnern. Diese beiden milden Pfeffersorten machen die Schnitten würzig, verleihen ihnen Pep. Sind letzlich aber doch nicht militärtauglich, es gibt Leute, die Hustenanfälle bekommen, wenn sie auf Pfefferkörner beissen. Schade, mit ihrer schönen Tarnfarbe wären sie von feindlicher Luftaufklärung kaum ausfindig zu machen. zum Rezept: Weiterlesen

Basler Sunnereedli

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Sunnereedli (Sonnenräder) wurden 1925 von einem Basler Bäcker erfunden. Ein Buttergebäck, ausgestanzt aus dünnem Teig in Form einer kleinen, etwa 6 cm langen Brezel. Bestreut mit Kümmel und grobem Salz. Ein ideales Apérogebäck. Hat man einmal angefangen, davon zu naschen, kann man nicht mehr aufhören, bis alles weg ist. Danach vorgesehene Mahlzeiten kann man sich glatt sparen.  zum Rezept: Weiterlesen

Bärlauch-Hirseküchlein an Paprikasauce

HirseküchleinDie hübschen, grün-goldenen Hirseküchlein in der März-Ausgabe 2007 der Saisonküche (dem Kochheft des Schweizer Grossverteilers Migros) haben Frau lamiacucina direkt angelacht. Eben aus dem Wald mit einem grossen Bund Bärlauch zurückgekommen, mussten wird das Mittagessen nicht mehr diskutieren. Das Kochheft präsentiert die Küchlein würg-trocken. Da wir uns den Körnerfressern nicht zugehörig fühlen, haben wir dazu eine wunderbare Paprikasauce gemacht. (Das Rezept stammt aus dem Saucen-Kochkurs von Lucas Rosenblatt). Die Sauce ist so gut, dass selbst eingefleischte(!) Vegetarier hemmungslos zugreifen würden. Das macht der gute Kalbsfond. Die Küchlein sind schmackhaft, das hätte ich einem “Hirsebratling” wirklich nicht zugetraut. Weiterlesen

Bad Osterfinger Spätzli mit Kalbfleisch

Kalbsgeschnetzeltes und SpätzliHeute wird mein Lieblings-gericht im Bad Osterfingen nachgekocht. Rezepte werden in Osterfingen keine rausgerückt, aber das tut uns ja nicht weh. Ein Rezept, das dem Original nahekommt, findet sich in Rezeptezentrale. Während des Kochens hat es mich dann aber doch gepackt. Statt brav nachzukochen, habe ich “angewendet” (wie es auf Berndeutsch so schön heisst), bis eine wunderbare Rahmsauce entstanden ist, die mit jener in Osterfingen aber nur noch die Idee gemeinsam hat. Weiterlesen

6th International Olive Oil Award

International Olive Oil AwardAm 22. März 2007 wurden im Rahmen des “6th International Olive Congress – Zürich 2007″ die Preise in den Kategorien Goldene Olive, Silberne Olive und Award 2007 verliehen. Die Hochschule Wädenswil, Fachabteilung Lebensmitteltechnologie, führt seit 2002 jährlich eine Olivenölprämierung durch. Die von interessierten Anbietern eingereichten nativen Olivenöle extra werden dabei von einem international zusammengesetzten Expertenpanel degustiert, objektiv bewertet und prämiert. Preisträger und Teilnehmer.
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CH-2818: Osterfingen Restaurant Bad

Bad OsterfingenLogo Bad Osterfingen
Seit über 500 Jahren wird in Bad Osterfingen gewirtet. Wer hieher kommt, weiss, was ihn erwartet. Meist gesetzte Gäste und Autos mit entsprechendem Hubraum. Traditionelle, gutbürgerliche Küche. Mein Lieblingsplatz ist der kleine Tisch Nr. 1, direkt neben dem im Winter-halbjahr beheizten, antiken Ofen in der Gaststube. Unsere Wahl fällt immer wieder auf dieselben Gerichte. Einfach weil sie uns immer wieder schmecken. Weiterlesen

Gammel-Eier bei Grossverteilern?

Hühner der witwe BolteMan hat sie mir entrissen! Nicht Gilda aus der Oper Rigoletto von Giuseppe Verdi, sondern die von mir so gerne gekauften Naturaplan-Bio-Eier. Verschwunden aus dem Kühlregal. Verbannt in die Abwärme des Supermarkts.  Platz frei gemacht für Joghurt, linksdrehenden, rechtsdrehenden, rundumdrehenden, Berg- und Taljoghurt, Fett- und Mager-Joghurt, während Slow-food-Joghurt noch etwas warten muss, bis vielleicht die Milch zum Kühlregal rausfliegen wird.  Im folgenden Flugblatt erklärt uns COOP, warum er ab 2. 2007 die Eier aus dem Kühlschrank in tropische Ladengefilde verbannt hat. (Bei allen andern Grossverteilern stehen die Eier längst an der Wärme). Bild aus Max und Moritz. Weiterlesen

Seezunge mit Salbei

Sogliola alla salviaSeezungen ganz
Die lamiacucina GmbH hat beschlossen, künftig einmal die Woche Meerfisch, wenn meerfrisch erhältlich, zu essen. Der Vorsatz, dem Leerfischen der Meere Einhalt zu gebieten, wird mangels Wirkung über Bord geworfen. Als richtige “landlubbers” bewegen wir uns bei Fischen auf fremdem, glibbrigen Territorium, alle Vorsicht ist deshalb geboten. In Basel frischen Fisch zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Der edelste Lebensmittelhändler der Stadt verkauft praktisch nur noch filetierte Fische, die Damen der Gesellschaft machen sich nicht gerne die Hände schmutzig. Die beste Ware gibt es in dem von Italienern so gern besuchten Warenhaus in meiner Nähe. Gestern hatte es ganze, frische Seezunge. Ich habe sie in Butter mit Salbei gebraten. Eine selten anzutreffende Kombination, kein italienischer Klassiker, aber trotzdem wunderbar. Dazu Petersilien-Intarsien in Salzkartöffelchen (oder umgekehrt). zum Rezept:

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Linsensalat

Linsensalat Herr Geheimrat Schlüter hätte Freude daran. Am Linsensalat von Frau lamiacucina. Für einmal kein “Insalata di lenticchie”, weder aus umbrischen Montuccio-Linsen noch aus lentilles du puy. Grüne, kleine, ganz gewöhnliche Bio-Linsen. Und dazu gute Würstchen. Meine sind aus der Metzgerei Jentzer in Arlesheim, einer kulturell bemerkenswerten Ortschaft mit eigenem Blog, in 30 Minuten Tramfahrt von Basel aus erreichbar. Wenn ich schon die weite Reise für ein Paar Würstchen auf mich nehme, gehts gleich noch ins Café Brändli am Dorfplatz zu einem Kaffee und einem Stück Sachertorte. (Teure Würstchen geworden). Zurück zum Linsensalat, dieser ist der Hauptakteur, die Würstchen nur Statisten. Der Salat passt ebensogut zu kalten Terrinen oder Pasteten. zum Rezept: Weiterlesen