Arance♥

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Mein Lieblingsdessert in der Orangen-saison. Daher das Herz im Titel. Es gibt keine einfachere, leichtere und bessere Zubereitung für Orangen. Das von mir nur wenig veränderte Rezept stammt von Marcella Hazan: Die klassische italienische Küche, Wilhelm Heyne Verlag, 1995, (Mazerierte Orangen-scheiben). Das Rezept ist so bescheiden, dass es leicht übersehen wird. Was die Mazeration der Orangen aber bewirkt, ist unglaublich, da entstehen neue Geschmackswelten. Ich lasse Gäste immer nach den Zutaten in diesem Dessert raten. Unglaublich, welch exotische Vorschläge da zusammen kommen.
Zutaten
4 saftige blonde Orangen (Valencia)
2 Blutorangen (Moro, Sanguinelle), Februar-März sind sie richtig rot
1/2 Zitrone
3 Elf. Zucker, wer es süss liebt nimmt mehr
abgeriebene Schale einer Biozitrone

Vorbereitung
(1) 2 blonde und 2 Blutorangen mit einem scharfen Messer bis auf das Fruchtfleisch freilegen und die Filets herausschneiden.
(2) Die Filets abwechslungsweise in eine flache Schale legen.
(3) Die abgeriebene Zitronenschale und den Zucker drüberstreuen.
(4) Die beiden Blondorangen und eine halbe Zitrone auspressen und den Saft durch ein Sieb über die Orangen giessen.
Zubereitung
(5) Mit Klarsichtfolie abdecken und 24 h in den Kühlschrank stellen. Wer die Mazeration aus Zeitgründen nicht durchführen will, produziert einen gewöhnlichen Orangensalat. Selber schuld.
Anrichten
(6) rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen und direkt aus der Platte servieren.
Anmerkung
Anstelle von Orangenscheiben gemäss Originalrezept, verwende ich Blond- und Blutorangenfilets, abwechselnd ausgelegt und etwas weniger Zucker.

32 Gedanken zu “Arance♥”

  1. Darauf muss ich jetzt einen Apfel essen – die Orangen spare ich auf und werde sie morgen gleich zubereiten… hört sich richtig gut an! Und Deine Mini-Feigen waren auch ein Knaller!
    Danke für die schönen Rezepte.

  2. Gestern angesetzt, heute gegessen – ein Gedicht!!!

    Damit ich’s nicht vergesse, verblogge ich es nachher auch, aber an Dein Foto und Deinen Text komme ich bei weitem nicht ran. Das ist eine 1A-Qualität, die mich immer so gerne hierher kommen lässt.

    Danke für dieses und die anderen tollen Rezepte, Fotos und Geschichten.

  3. Seit Jahren eines meiner Lieblingsdesserts.
    Funktioniert im Sommer übrigens auch gut mit entkernten und halbierten Weintrauben – da kommt dann noch etwas Orangensaft hinzu (Rezept: gleich Quelle). Nur die Mazerationszeit muss kürzer sein, sonst gärt das flott los.

  4. In der letzten Woche zweimal angesetzt… Und ich muss sagen es schmeckt herrlich! Der Saft wurde bis zum letzten Tröpfchen ausgetrunken.
    Ein Dessert was so einfach in der Herstellung und so toll im Geschmack gibt es nicht viele denke ich.
    Ich habe auch daran gedacht mit etwas Vodka einen sommerlichen Cocktail daraus zu ”zaubern”. Werde das mal ausprobieren.

  5. @Carla: mir gefällt die Kombination auch immer wieder. Vor ein paar Wochen hab ich sie in die Grütze all’Arance eingebaut. Ein Cocktail wird bestimmt gut mit dem Wodka.

  6. Eigentlich mach ich das mit meinem Orangen-Tiramsu immer so, die Abschluss-Schicht ganz oben wird so belegt und ebenfalls mind. über nacht kaltgestellt. Schönes Foto!

  7. Ich kenn’ bisher nur den Orangensalat, und der ist ja schon fein, aber mazerisierte Blut(!)orangen – das muss himmlisch sein!
    Aber was sind Katzenseichertrauben?

  8. “Chatzeseicherli” sind diese ganz kleine, runden, süssen, dunkelblaue Trauben welche manchmal in Nachbars Garten wachsen….

  9. Das hört sich sehr gut an! Genau mein Geschmack! Einfach und bestimmt oberfein! Ich tu mir nur immer so schwer mit dem Orangenschälen und filetieren… Trotzdem, das wird gespeichert!

  10. Bei der Suche nach einem Orangen-Dessert über dieses gestolpert. Ich war gespannt – die Gäste und ich am Ende begeistert. Und das Ratespiel hab ich auch gemacht ;-)

  11. Leider jetzt erst entdeckt, aber bereits mehrmals serviert: Begeisterung bei allen!
    Dank und herzliche Grüße aus Schleswig-Holstein,
    Sandkorn

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