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Bibernell-Spinat-Gnocchi


Bibernell-Spinat-Gnocchi

Überlebenschancen haben bei mir nur Pflanzen, die ohne meine Pflege auskommen. Dazu gehört der Bibernell (Pimpinelle, kleiner Wiesen-knopf). Der wächst bei mir in der Mähwiese. Erst vor 3 Jahren habe ich realisiert, was sich da für ein Schatz in meiner Wiese breitmacht. Bibernell im GärtchenDer nussig adstringierende Bibernell galt früher als Heilmittel gegen Pestilenz „Eßt Durmedill und Bibernell, dann sterbt ihr nit so schnell“, gemäss dem Spruch aus dem Pestjahr 1348. Mein Beitrag für den Gärtner-blog-event: Ich mache klassische, robuste Spinat-Gnocchi und ergänze den Spinat mit frischem Bibernell unblanchiert. Nicht zuviel, wegen dessen Adstringenz. In dieser Form kommt der nussige Geschmack des Bibernells schön zur Geltung.
zum Rezept:

Zutaten
(Vorspeise für 4, Hauptgericht für 2 Personen)
150 g Ricotta, gut abgetrocknet (In Tuch eingewickelt ausdrücken)
100 g Sbrinz oder Parmesan, 1/3 in langen Streifen gehobelt, 2/3 fein gerieben
180 g Blattspinat aus dem Tiefkühler
5-10 g Bibernellblättchen, von den Stengeln abgezupft, unblanchiert. Menge dem individuellen Geschmacksempfinden anpassen.
2 ganze Eier
50-70 g Mehl
Salz, Pfeffer, Muskat, wenig Knoblauch
3 Elf. Olivenöl oder Butter
3 Elf. Pinienkerne

Zubereitung
(1) Spinat auftauen und sehr gut auspressen, zusammen mit den Bibernellblättchen hacken.
(2) Ricotta, verquirlte Eier, Mehl und den geriebenen Käse unterziehen und würzen.
(3) Je nach Restfeuchte von Spinat und Ricotta und Eiergrösse muss die Mehlmenge so angepasst sein, dass letztlich eine plastische, aber abstechbare und formbare Masse entsteht.
(4) 30 Minuten kühl stellen.
(5) Mit Hilfe zweier Dessertlöffel Gnocchi formen und 5-8 Minuten in heissem, aber nicht sprudelndem Salzwasser ziehen lassen.
(6) Inzwischen Pinienkerne ohne Fett leicht anrösten, die gewürfelten Tomatenfilets (ohne Gelee und Kerne) zugeben, Butter zugeben und alles kurz dünsten. Salzen, pfeffern.

Anrichten
Gnocchi mit der Schöpfkelle auf die Teller verteilen, Tomaten/Pinienkerne drüber leeren, Käsestreifen verteilen.

Kategorien:Gnocchi Schlagworte:
  1. Juni 18, 2007 um 07:12 | #1

    Na dem Haferschleim jetzt was richtiges…..Lecker!!! Da läuft mir was Wasser im Mund zusammen!!!!!
    Erst dachte ich, komisch, wieso denn Macaroni zu den Gnocchi, ehe ich es dann sah, der Käse!
    Kann ich jetzt das Buch abbestellen, da Du eh alles daraus gekocht hast?….

  2. Juni 18, 2007 um 07:19 | #2

    @bolli: jaja…. der Käse ist mir auf dem heissen Teller weggeschmolzen. Sieht furchtbar aus, aber das Fotografierte muss ja jeweils gegessen werden.
    Buch noch nicht da ? Wart mit Abbestellen. Die caramelle kommen am Mittwoch. Dann kannst Du vergleichen wies hätte werden sollen

  3. Juni 18, 2007 um 07:36 | #3

    Es führte nur zu Verwechslungen….

    Ich werde dem Verlag eine Neuauflage vorschlagen…mit Deinen Rezepten und Photos! Bin übrigens auch ein Pflanzenchaot, ich kriege sogar Kakteen hinüber….

  4. Juni 18, 2007 um 07:39 | #4

    @bolli: und wie kochst Du die ???

  5. Juni 18, 2007 um 08:23 | #5

    gar nicht, gehen schneller ein, ehe sie im Kochtopf landen können…Kann man nicht Kaktusblüten essen?

  6. Juni 18, 2007 um 08:59 | #6

    @bolli: neeeeeeeeein, hab mich fast an meinem Alpenrosengratin vergiftet!!!

  7. Juni 18, 2007 um 09:57 | #7

    war das nichts?

  8. Juni 18, 2007 um 10:13 | #8

    @bolli: Alpenrosenblüten sind giftig, hab ich während des Backens gelesen.

  9. fressack
    Juni 18, 2007 um 11:44 | #9

    Da Dein (Un-)Krautgarten so üppig gedeiht, hast Du bestimmt die für die echte Frankfurter Grüne Sauce nötigen Kräuter dort.
    Bibernell gehört ja unbedingt dazu.

  10. Juni 18, 2007 um 13:28 | #10

    @fressack: ja hab ich, mach ich aber nie, meine sauce heisst „salsa verde cuccolo“ und haut vermutlich die Frankfurter Grüne in die Pfanne. Nur kennt sie niemand, weil ich noch keine Zeit hatte sie zu bringen.

  11. fressack
    Juni 18, 2007 um 19:56 | #11

    Da lache ich jetzt schon kurz und trocken….
    Die Frankfurter ist ob ihrer einzigartigen Komposition ebenso. Nix gegen salsas verdes und alle verwandten Kräutersaucen, aber die Frankfurter….. (obwohl ich Hanauer bin)
    Wenn ich jetzt die nächsten Tage zur Einrichtung meiner Ergusseite komme, werde ich da solche Diskussionen (hoffentlich) lostreten. Manchmal bin ich etwas apodiktisch.
    Wir werden sehen.
    Vielleicht interessant für Dich:
    http://www.rettet-das-mittagessen.de/blog/index.php?paged=2
    Der Kerl ist Hesse und kennt sich auch aus.

  12. Juni 30, 2007 um 16:26 | #12

    sieht sehr lecker aus. Ist das dein zum Wildkräuter Event?
    Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher obs als Beitrag gemeint war/ist.

  13. Juni 30, 2007 um 23:46 | #13

    danke fürs mitmachen beim wildkräutervent. gleich gibts das round up und dann aufs abstimmen nicht vergessen ;o)

  14. Manfred Muhler
    Juli 23, 2007 um 18:43 | #14

    Sehr interessantes Rezept. Bloß handelt es sich bei dem Kraut um den Kleinen Wiesenknopf, die Pimpinelle. Bibernell ist im Gegensatz dazu ein Doldenblütler, dessen Wurzel zu Heilzwecken – auch gegen die Pest – eingesetzt wurde.

  15. Juli 23, 2007 um 19:27 | #15

    @ Manfed Muhler: Richtiger Einwand !
    Bei Wiki wäre es nachzulesen gewesen: Der Kleine Wiesenknopf (Sanguisorba minor) ist eine Pflanzen-Art aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Sie ist auch unter den Namen ..u.a. Falsche Bibernelle, Rote Bibernelle, Wiesenbibernelle, Kleine Bibernelle, Welsche Bibernelle, Gartenbibernelle, Pimpinelle oder Pimpernelle bekannt. Alle Bezeichnungen mit „Bibernelle“ und „Pimpinelle“ sollten jedoch vermieden werden, da dies zu Verwechslungen mit den gleichnamigen Doldengewächsen der Gattung Bibernellen (Pimpinella) führt!
    Immerhin, die falsche Bibernelle, ein gutes Gewürzkraut, wird auch in der Frankfurter grünen Sauce verwendet.

  1. Juni 19, 2007 um 11:43 | #1