Von Alpenrosen und Gratins

AlpenrosenBezaubernd sehen sie aus, die kleinwüchsigen rostblättrigen Alpenrosen. Eben war da noch Schnee, und schon beginnen sie zu blühen. Zuerst in den tiefern Lagen, dann höher. Sie duften apart und zart. Irgendwo meine ich einmal ein Kochrezept mit Alpen-rosen gelesen zu haben, finde in meinem meter-hohen Zettelhaufen natürlich nichts.  Bei der letzten Fahrt über den Gotthard habe ich ausser einem kleinen Strauss noch eine Handvoll Blüten abgezupft, lege sie zuhause in Rahm eingebettet für 2 Tage in den Kühlschrank. Mal schauen, vielleicht gibts einen Alpenrosengratin. Ein Eigelb und etwas Zucker einrühren und ab in den Ofen. Sehr schön anzuschauen. Ein fast poetisches Bild. AlpenrosengratinGottseidank hab ich während des Backens noch bei Wiki reingeschaut: GIFTIG Es sind schon Vergiftungen beim Menschen durch den übermäßigen Genuss von Honig aus Alpenrosen aufgetreten. …. es kann verlangsamte Herztätigkeit, schwacher Puls bis hin zum Koma und Tod durch Atemstillstand eintreten. Naja, wieder mal Glück gehabt. Bei meinem verlorenen Rezept handelte es sich vermutlich um den Schweinsbraten aus dem Restaurant-Hotel “Alpenrose”. Schade um den Gratin. Schade um den Beitrag für den Wildkräuter-Event des Gärtner-Blogs.

11 thoughts on “Von Alpenrosen und Gratins”

  1. ui! gerade noch mal gut gegangen. dass alpen- oder almrosen giftig sind, wusste ich auch nicht (dabei riechen die doch so richtig appetitlich und würzig, zumindest ihr holz). schade, Euer gratin sieht nämlich wirklich hübsch aus. das muss eine große enttäuschung gewesen sein. habt Ihr an dem tag dann überhaupt noch lust darauf gehabt, einen ersatz zu kochen oder seid Ihr essen gegangen?

  2. @reibeisen: Danke für Eure fürsorgliche Teilnahme. Es hätte nur mich allein getroffen. Und ich bin nicht umzubringen. Frau L. ist meinen Kocheskapaden gegenüber kritisch eingestellt und isst nicht mehr alles was ich koche. Die Glückliche.

  3. Du Hexenmeister!!!
    Dabei sieht das ganz toll aus….Was für ein Glück, dass Du nochmal nachgelesen hast……Und nicht sofort probiert hast……

    Gottseidank ist Frau Lamiacucina so vorsichtig……

  4. @BerlinKitchen: halb so schlimm, Alpenrosenhonig ist doch eine gesuchte und teure Delikatesse. Sehr zurückhaltend genossen. Da haben aber die Bienen als Zwischenwirt dafür gesorgt, dass nicht allzuviel Nektar drin ist. Teuer deshalb, weil die Imker mit ihren Bienen den jeweils blühenden Alprosenweiden nachziehen müssen. Die letale Dosis von Alpenrosen kenne ich nicht, Ein Löffelchen Gratin habe ich trotzdem probiert und habs überstanden.
    Und Du hast ja gestern ebenfalls Sachen gemacht ?

    @Bolli: pêcheurs de perles ? fast eine Oper von Georges Bizet.

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