Lieb’ Vaterland, magst ruhig sein

Schweizer KavalleristUnter der Rubrik “Gesellschaft, Demokratie, Verantwortung” veröffentlicht der schweizerische Bundesrat Moritz Leuenberger (Verkehrsminister, SP) in loser Folge nebst politischen Gedanken auch Kochrezepte. Keine schlechte Idee. Hoffentlich ziehen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Herren Nicolas Sarkozy, Gordon Brown und deren Kollegen bald nach. Bundesrat Leuenbergers Rezepte sind aber genau so, wie er politisiert. Etwas verworren.  Ziemlich verworren. Immerhin: wenn Herr Leuenberger kocht, richtet er keine schlimmeren (Kollateral-)Schäden an. Am Vorabend des schweizerischen Nationalfeiertages übergebe ich deshalb meine Kochlöffel an Herrn Bundesrat Leuenberger. Link zum Bundesrätlichen Kochrezept (Er kocht so irgendetwas Ausländisches, weder Rösti noch Zürcher Geschnetzeltes). Aber ich sage mir: Solange Soldaten wie dieser wackere Kämpe der 1. Kavallerie-schwadron auf meinem Bild unsere Grenzen schützen (das hoffe ich doch !), habe ich keine Angst um unser Vaterland. Trotz kochendem Bundesrat. Kochen sie ruhig weiter, Herr Bundesrat, was immer Sie wollen. Morgen werde ich wieder kochen: Rot-Weiss.

Tomaten-Zucchini-Wähe

Tomaten-Zucchini-Wähe essbereit

Frau L.s provisorischer Beitrag zum Blogevent XXVI Tomaten im Koch-topf. In Anlehnung an ihr gutes, altes Fülscher-Kochbuch (Ausgabe: 1960) gebacken. Aus einer Zeit als man sich unter mediterraner Küche allenfalls Tomatenspaghetti vorstellen konnte und eine Wähe eine Wähe und noch keine Tarte war. Schnittlauch statt Basilikum. Schinken statt Pancetta. Und doch hat sie uns so gut geschmeckt, dass ich jetzt gänzlich verunsichert bin, ob ich meine (geniale) Tomatentarte überhaupt noch einreichen soll. Aber es bleibt ja noch Zeit. zum Rezept Weiterlesen

Gefüllte Sbrinz-Röllchen

Gefüllte Sbrinz-röllchen

Seit Weihnachten liegen im Kühlschrank noch 2 Packungen Medjool-Datteln. Die sind so gut, dass ich davon immer zuviel einkaufe, weil man sie ausserhalb der Saison kaum mehr erhält. Dann werden sie vom Frühjahr, später auch noch vom Sommer überholt und jetzt sind sie halt immer noch da. Apérobeilagen kann man immer gebrauchen, das Wetter ist ja wieder danach: Sbrinz-Röllchen, gefüllt mit Datteln und Baumnüssen. Das Rezept habe ich in einem alten Sonderdruck der Sbrinz Käse gefunden (Prospektestapel 5, untere Hälfte). zum Rezept: Weiterlesen

Semifreddo al croccante di noci

Baumnussparfait

Ich hab in meinem Leben schon viel Baumnuss-Halbgefrorenes gegessen. In Restaurants meist Ganz- oder Durchgefrorenes, zuweilen Geschmolzenes oder Halbgeschmolzenes. Mit diesem Rezept beweist Frau L., dass sie nicht nur Schnitzel und Rösti, sondern auch andere klassische Delikatessen herzaubern kann. Das Parfait enthält Krokant aus Baumnüssen, serviert an einer Orangensauce mit Grand Marnier. Frau L., ehrlich, Ihr Semifreddo ist und bleibt das Allerbeste !.  zum Rezept: Weiterlesen

Hirsetaboulé als Beilage zu Beilagen

Hirsetaboulé mit Beilagen

Frei inspiriert durch die Taboulés von Bolli und Genussmousse, aber auch durch die allmähliche Rückkehr des Sommers, habe auch ich Taboulé zubereitet. Nicht mit Weizen-Couscous oder Bulgur, sondern mit Hirse. Nicht in der Hoffnung, dass mir wieder Haare spriessen, wo keine mehr sind, sondern weil der Hirsevorrat umgesetzt werden muss. Ohne orientalische Gewürze wie Harissa und Raz-el-Hanout. Ganz bieder, schweizerisch. Dazu gabs die kleinen, mexikanischen Puppenstuben-Gürkchen von unserm Bio-Gärtner, die aussehen wie grosse Wassermelonen, mit 2 cm Länge aber nicht ganz deren Format erreichen. Und als Beilage, so nebenbei, ein kleines Kalbs-Schnitzel vom Grill mit eigener Kräuterbutter. Der Abwärme wegen ganz unkonventionell auf einer Gusseisengrillplatte im Backofen in Umluft (der Abzug !) zubereitet. zum Rezept: Weiterlesen

Ravioli alla turca (Beyaz Mantı)

Ravioli alla turca

Mantı sind kleine Teigtaschen aus der türkischen Küche, meist mit Hackfleisch (Rind oder Lamm) gefüllt. Serviert werden sie mit einer ungekochten Sauce aus Joghurt, Knoblauch und Minze sowie mit einer zweiten, warmen Sauce aus Öl oder Butter mit scharfem Paprikapulver. Wiki erklärt das noch genauer:
“Mantı, Türkiye’nin en güzel, en çok sevilen yöresel yemeklerinden biri olarak sunulmaktadır. Mantı sıklıkla Kayseri ile özdeşleştirilmiştir. Ayrıca Kırşehir, Adana, Mersin, Niğde, Sivas, Çorum, Yozgat, Tokat gibi illerde geleneksel olarak yapılmaktadır.”
Manti hab ich 1997 zum ersten Mal bei Biolek gesehen, gekocht von der Schauspielerin Renan Demirkan. Seither benutzen wir diese türkische Zubereitungsart immer wieder, um unsere Restenravioli aller Art aufzubrauchen. Auch gekaufte Ravioli, selbst vegetarische Ricotta/Spinat-ravioli schmecken uns mit dieser Zubereitung viel besser. Einfache Zubereitung. Selbst ich, der ich sonst Yoghurt nicht runterbringe, schätze dieses Gericht, vorausgesetzt, es hat viel, viel Paprikabutter obendrauf. zum Rezept Weiterlesen

Cavolo Verza gratinato con salsicce

Verza gratinata mit Wienerli

Von den sommerlichen Kohlrouladen ist uns noch der innere Teil des grossen Wirsingkopfes übriggeblieben. Bei uns wird ja nichts (fast nichts) weggeworfen. Also mache ich einen Wirsinggratin mit Wiener-würstchen, Frankfurterwürstchen oder sonst welchen Würstchen. Endlich Schluss mit Salat und wieder etwas Fleisch unter die Zähne, bevor der Sommer wieder seine Forsetzung findet… zum Rezept Weiterlesen

TGRWT #4: Cold cuts with mustard-mint-sauce

Cold cuts of veal with mustard-mint-sauce

They go really well together food blogging event (TGRWT) is all about flavour pairing, that is combining ingredients and flavours that wouldn’t usually be put together and seeing how it turns out. Ingredients to pair this time are MUSTARD with MINT. For the fourth event (TGRWT #4), hosted by Dennis of Kookjegek, I present a light mustard-mint-sauce, served to cold cuts of veal. Perfectly fitting to warm summer evenings. The mustard-mint sauce is a derivation of my dill-mustard-sauce, which I use for the same purpose. Deutsche Zusammenfassung am Schluss. Weiterlesen

Salat aus Chioggia-Randen und Romano

Salat aus Chioggia-Randen und Lattich
Und noch ein Salat aus Gemüse von unserm Biogärtner im Gürbetal. Randen (Rote Bete) der Sorte Chioggia. Die Chioggia Rande hat ihren Ursprung im Veneto an der Adriaküste und ihren Namen von der pittoresken Kleinstadt Chioggia im Süden der Lagune von Venedig. Das Fleisch hat den herb-süssen Geschmack der Randen mit einer ganz leicht scharfen Note wie von Rettich (ob da mal ein Münchner Radi Ferien in Venedig gemacht hat ?). Farblich auffallend die rot-weisse Ringmusterung, die aber nicht hitzebeständig ist. Leider. Drum essen wir ihn als Salat. Obwohl er im Rohzustand recht zu kauen gibt. Zusammen mit Lattich, weil der auch weg muss. Von mir aus darfs ruhig noch etwas kühler werden, ich würd ja so gerne wieder mal ein Schnitzel essen. zum Rezept: Weiterlesen