Das war Tells Geschoss

Das war Tells Geschoss

Falsch. Schiller lässt Gessler im Präsens sprechen: “Das ist Tells Geschoss”. Zudem stammt die Bild-Idee (leider) nicht von mir. Stephan Bundi, einer der ganz grossen Schweizer Grafiker, hat sie vor ein paar Jahren in einem Plakat für das Stadtheater Bern erdacht und gemalt. Ich will damit nur die Werbetrommel für meine Lieblingsäpfel rühren: Rubinette. Eine Schweizer Züchtung von Walter Hauenstein. Süss, gleichzeitig sauer, voll apfelfruchtig, an Cox-Orangenrenette erinnernd, saftig. Ich kenne keinen besseren Apfel. Der Paradiesapfel der Eva muss ein Rubinette gewesen sein ! Leider gibt es ihn nur kurze Zeit. Ab September bis Dezember (bei professioneller Lagerung). Bei ungeeigneter Lagerung wird er mehlig und welkt rasch. Wilhelm Tell, von Friedrich Schiller, wird ab 27. Oktober im Bremer Theater, gewiss über Dezember hinaus, gegeben. Karten daselbst. Wie Ihr zu den Äpfeln kömmt, müsst Ihr selbst schauen. Sie werden auch ausserhalb der Schweiz angebaut.

13 Gedanken zu “Das war Tells Geschoss”

  1. Wenn man die Rubinette keltert und abfüllt, hält sie sich länger.

    Habe übrigens ein Stöckchen hinterlassen.
    LG

  2. rubinette gibts auf dem markt. ich persoenlich halte ja den gravensteiner fuer den besten aller aepfel.
    dann kommen holsteiner cox und boskoop und dann meine kleine perversion: granny smith.

    tell im bremer theater? hab ich auch grad gesehn, aber wir gehen schon oper anhoeren, nabucco, mehr theater kann ich dieses jahr nicht mehr ertragen.

  3. @fressack: falls Du ein Fass davon im Goldenen Engel bereithältst, werde ich Stammgast. Das Stöckchen hab ich gesehen. Da es sich um ein geklautes handelt, hoffe ich, dass ich nicht der Hehlerschaft bezichtigt werde.

    @Nina: dann lieber Nabucco, ist mir auch lieber.

  4. Schön, dass Du wieder da bist. Da bin ich mal gespannt auf kulinarische Reiseerinnerungen… :-)

    Äpfel mag ich auch gerne, weiß aber nie, wie die Sorten heißen. Wir haben eben im Garten 3 Kartons geerntet, die gehen in die Richtung.

    Da wir keine professionelle Lagermöglichkeiten haben, gibt’s jetzt Äpfel satt…

  5. @LillY: Rubinette schmeckt noch herrlicher, sieht einem Cox sehr ähnlich. Nur der Stiel ist viel länger und die Haut Boskop-artig rauh. Cox ist Ersatz für mich wenns keine Rubinette hat.

  6. Oh, ich wusste ja nicht, dass der Rubinette-Apfel aus der Schweiz stammt. Wir lieben ihn, denn mein Mann reagiert allergisch auf Äpfel, vor allem, wenn die Schale noch dran ist. Aber Rubinette kann er problemlos essen. Wieder was gelernt!

  7. @Jutta: das wundert mich, trotz aller sortentypischer Unterschiede, die sich analytisch-chemisch nachweisen lassen, sind letztlich doch überall dieselben Inhaltsstoffe, allenfalls in unterschiedlichen Konzentrationen, drin. Oder sind es die Spritzmittel ?

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