Cranberry-Hagebutten-Tarte

tarte aux airelles
Was kocht man mit Cranberries, wenn man die Dinger nicht mag ? Seit 2 Wochen liegen sie in meinem Kühlschrank. Werden hin und hergeschoben. Rot vor Ärger über die notorische Nichtbeachtung. But: The garden-blog expects that every man will do his duty. Dann muss ich wohl. Mit einer Experimentaltarte: Tarte aux airelles et cynorrhodons. Die letzteren sind keine prähistorischen Flugsaurier sondern Hagebutten.  Ernsthaft: eine Art Zitronentörtchen, aber mit  Cranberries, Cranberrysaft, Buttenmost (Hagebuttenmark). Daneben fünf vereinsamte Cranberries. Herb-süss mit gesundem Unterton. Wie schmeckt eigentlich “gesund” ? Mein Beitrag zum Garten-Koch-Event Cranberries. zum Rezept

Zutaten
für den Teig:
300 g Mürbeteig, von der übriggebliebenen Hälfte des Quicheteiges von hier, ich nehme bewusst keinen süssen Mürbeteig, da unser Kontingent an Süssigkeiten im Oktober bereits ausgeschöpft ist.

für den Saft:
300 g Cranberries frisch (etwa 20 Beeren beiseite tun)
Saft einer Zitrone
0.5 dl Wasser
50 g Zucker
75 g Buttenmost (Hagebuttenmark)

für den Belag:
40 g Zucker
1 Ei
1 Eigelb
1 dl des oben beschrieben Safts
50 g Butter flüssig

Vorbereitung
(1) Zutaten für den Saft im Cutter zu einem Brei cuttern, in einem Topf einmal aufkochen, dann durch ein Sieb abfiltrieren.

Zubereitung
(2) Kuchenteig dünn ausrollen, ein Kuchenblech oder eine Tarteform von ca. 18 cm Durchmesser damit belegen. Teig über den äussern Rand ziehen und am Aussenrand der Form andrücken. Abschneiden.
(3) Tarteboden mit einem runden Backpapier sowie Bohnenkernen belegen und 30 Minuten bei 150°C im vorgeheizten Backofen blindbacken.
(4) Ei und Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, den Topf unter stetem Rühren erhitzen bis die Masse dicklich wird (ohne Rührei zu produzieren !).
(5) den Saft dazugeben, flüssige Butter unterrühren, wenn nötig nochmals erhitzen und die dickflüssige Masse noch heiss auf den vorgebackenen Tarteboden verteilen.
(6) Einige der übriggebliebenen Cranberries einstreuen.
(7) Nochmals 30-40 Minuten bei 170°C (untere Ofenmitte) backen.

Die angeknabberte Tarte Der restliche Saft

Anmerkung
Der Saft ist sehr schön rot, schmeckt ausgezeichnet (es bleibt davon übrig). In der Eimasse ändert die Farbe leider nach lachsrosa. Die Beeren hätten eigentlich aus der Masse herausragen sollen, sind aber alle abgesoffen. Das kommt davon, wenn man Admiral Nelson falsch zitiert. Man sieht nur noch versumpfte Höcker. Die Tarte schmeckt aber viel besser als erwartet, leicht zitronensauer mit herbem, “fruchtig-gesundem” Hintergrund. Es hätten sogar ein paar Beeren mehr reindürfen. Schade, dass meine übriggebliebenen 5 oder 6 Beeren nicht mehr für die schöne Cranberry-Schoko-Tarte von Chili und Ciabatta ausreichen.

13 thoughts on “Cranberry-Hagebutten-Tarte”

  1. Sieht gut aus, aber irgendwie bin ich nicht so der Fan von Preiselbeeren…..Ging mir wie Dir!

    Ist heute der Tag der Preiselbeere?

    Der Saft sieht irre gut aus!

  2. “Gesund” schmeckt meist lecker, aber halt nicht immer… ;-)

    Ich kämpfe auch noch mit mir und nicht vorhandenen bzw. überteuerten Cranberries – muss nochmal in die Stadt zum Einkaufen fahren und dann vielleicht doch noch etwas basteln.

    Sieht aber recht gut aus, die Tarte. Hagebutten mag ich sehr gerne.

  3. @Bolli: der Saft war das Beste ! Heute ist Preiselbeertag. Der Termin drängt.

    @Barbara: meine Tarte ist sehr gesund.

    @BerlinKitchen: so gesund dass die Tarte sogar gegen Fieber hilft.

  4. “Fruchtig-gesunder Hintergrund” ist für mich eine sehr präzise Geschmacksbeschreibung, die ich mir sehr gut vorstellen kann. Vielleicht könnte man dem “gesund” mit Zucker etwas beikommen? Deine guten Fotos lohnen allerdings schon jede Mühe.

  5. @Franz: Als Liebhaber von Salzgurken hab ich meine Mühe mit Süsspeisen. Meine Zuckermengen zu verdoppeln wäre naheliegend.

    @kulinaria: Ihr seid ja nahe dran, weisser Sektschaum mit Cranberrys obendrauf. :-)

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