Gratin di Frutta Lucca

Gratin di frutta frisch
Lucca, eine mittelgrosse Stadt in der Toskana. Auf der Durchreise haben wir hier vor ein paar Jahren gerastet. Puccini ist hier geboren. Grund genug anzuhalten. Die sehenswerte Stadt ist rundum umgeben von einer gut erhaltenen Wehrmauer, die an nur 4 Stellen durchbrochen ist. Einmal drin, lässt sich alles bequem zu Fuss besichtigen. Gegessen haben wir im Ristorante Buca di Sant’Antonio. Ich kann mich heute nur noch an das Dessert erinnern. Davon waren wir so begeistert, dass wir das Gericht gleich zweimal nacheinander gegessen haben. Und das von uns, die wir sonst eher sauren Gurken zugetan sind. Zuhause aus dem Gedächtnis nachgekocht von Frau L. und seither unser liebstes Winterdessert. zum Rezept

Zutaten
1/4 frische Ananas in Stücken
6 Kumquats mit Schale halbiert
1 Banane (in 3 cm Stücken)
6 feinste Datteln, Kerne entfernen
1 kleiner Apfel mit Schale in groben Schnitzen
12 frische Traubenbeeren (jetzt noch aus Italien)
Grand-Marnier
Zucker
Butter

Gratin di frutta gratiniert

Vorbereitung
(1) Flache Gratinform sehr sparsam ausbuttern.
(2) Früchte wie angegeben zurechtschneiden.

Zubereitung
(3) Früchte in die Gratinform legen, 2 Elf. Wasser und 3 Elf. Grand-Marnier zugeben, mit 1 Elf. Zucker bestreuen und auf mittlerer Rille 2 Stunden bei 110°C gratinieren. Zwischendurch mit der Flüssigkeit übergiessen. Falls sie zu verdampfen droht, wenig Wasser nachgiessen. Am Schluss muss noch etwas Saft vorhanden sein.
(4) evtl. nochmals 2 Elf. Grand-Marnier zugeben, leicht überzuckern und kurz unter der heissen Grillschlange caramelisieren.

Anrichten
den Gratin lauwarm anrichten.

Anmerkung
Der Gratin hat eine unglaublich köstliche Aromenvielfalt. Die Kumquats müssen sein.
Bei Franz von einfachkoestlich findet sich ein anderes, gutes Schmorgericht, mit Äpfeln, Birnen, Orangen und Wein zubereitet.

Im untenstehenden Videomitschnitt aus dem Jahre 1964 aus der Covent Garden Opera erdolcht Maria Callas (Tosca) den Bösewicht Tito Gobbi (Scarpia). Aus Tosca, von Giacomo Puccini. Die beiden singen und spielen derart intensiv, dass man danach keinen Früchtegratin mehr essen mag.

11 Gedanken zu “Gratin di Frutta Lucca”

  1. Sehr fein, die exotische Variante mit Kumquat, Datteln und Ananas! Hört sich sehr gut an, ich kann verstehen, dass Ihr da 2x zugegriffen habt!
    Die Variante von Franz gefällt mir auch.

    Und aufgrund der doch recht süssen Datteln, braucht man ja fast keinen Zucker!

  2. das ist kaum zu derpacken an einem montag vormittag: wir waren vor sieben jahren im september in lucca, zum lichterfest (luminaria di santa croce). wir sind auf dem wall herumspaziert (unsere hündin oft gefährlich nahe an der mauer), haben die beste focaccia entdeckt (die bäckerei finde ich heute noch) und waren im ristorante…buca di sant’antonio abendessen. lucca gehört zu meinen allerallerschönsten reiseerinnerungen. danke fürs daran erinnern! das gratin wird selbstverständlich als “andenken” ausprobiert. mein bösewicht wird garantiert den scarpia dazu anstimmen, wenn ich ein bisserl darum bitte. wünsche eine gute woche!

  3. Danke für die Erinnerung an Lucca. Das Dessert hatten wir damals nicht entdeckt, aber in der Stadt haben wir uns seltsam extrem wohl gefühlt… Lucca hat irgend etwas sehr besonderes, wie auch Katha schon sagt, eine der allerschönsten Reiseerinnerungen.

    Das Dessert ist schön winterlich. (Ich habe übrigens die Spielwiese auf Schneematsch umgestellt! ;-))

    Danke auch für den Videomitschnitt – klasse!!!

  4. @Franz: und sonst mach Deine Version. Beides gut.

    @Petra: ich hab zwar von Winterdessert gesprochen, aber in Lucca haben wir das bei grösster Hitze im September gegessen. Drum lauwarm.

    @Katha: ihr wart das ? Lass den Bösewicht nur singen, aber bei “katha, finalmente mia” lass das Messer liegen. Wär doch schade um den Tigerkater. :-)

    @Barbara: Danke fürs Umstellen. Das ist meine Zeit.
    In Lucca ist alles noch in zu bewältigenden Dimensionen. Florenz ist grösser und schöner, zu gross und zu schön.

  5. Das ist überhaupt nicht meine Zeit! :-)

    Ja, gut beschrieben. Bei Florenz erwartet man ja schon das, was man dann auch bekommt. Von Lucca hatte ich wenig erwartet und war baff.

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