Dass hier während eines Jahres noch nie Spaghetti gekocht wurden, ist ja kaum zu glauben. Dabei setzt die lamiacucina GmbH jede Woche eine Packung Spaghetti um. Das muss ändern. Spaghetti mit Pecorino und viel Pfeffer. Anders als die Römer, bei denen der Käse in wenig Kochwasser angerührt wird, ziehe ich die nördliche Variante vor, die wir im Ristorante Don Lisander in Mailand kennengelernt haben. Da werden die Spaghetti durch ein Schmelze des Pecorino in Rahm gezogen und mit viel grob gemahlenem Pfeffer angerichtet. Einfachste Küche. Mit einem guten, süsslichen Pecorino und viel Pfeffer unglaublich köstlich. zum Rezept
Zutaten
für 2 Personen:
300 g Spaghetti (ich nehme Martelli)
100 g Pecorino toscano (meiner ein Pecorino Roncione stagionato in grotta der Famiglia Busti)
1.5 dl Halbrahm
25 g Butter
Salz, Muskatnuss, schwarzer oder weisser Pfeffer, frisch gemahlen.
seit Jahren dasselbe Problem bei lamiacucina, wir besitzen keinen Topf, der passen würde:

Zubereitung
(1) In einem Topf, der später die Spaghetti aufnehmen muss, die Butter mit dem Rahm und etwa der 3/4 des geriebenen Käse erwärmen bis der Käse geschmolzen ist. Mit Muskat und Pfeffer, ggf. Salz würzen.
(2) Parallel dazu die Spaghetti in viel Salzwasser knapp aldente kochen. Abgiessen und in die Rahm-Käsesauce geben. Gut vermischen.

Anrichten
in tiefe, vorgewärmte Teller. Restlichen Käse verteilen. Mit viel Pfeffer übermahlen. Viel ist zuwenig. Noch mehr.
Anmerkung
Die Pecorino-Sauce wird von den Spaghetti rasch aufgenommen. Reichlich Sauce dazu, Sauce, Sauce.












Zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Blick wert.
Von: kulinaria katastrophalia am Dezember 13, 2007
um 4:27
Seit wann ist Peccorino süßlich?
Von: BerlinKitchen am Dezember 13, 2007
um 7:04
Sieht gut aus und gab so ähnlich( noch mit Eiern drin) als Spaghetti Carbonara gestern abend!
Liebe Grüße
Von: Petra am Dezember 13, 2007
um 9:12
Lecker, und die Sauce sieht so gut aus, dass man am liebsten mit dem Finger probieren will……
Von: Bolli am Dezember 13, 2007
um 9:26
Ultimativ.
Von: fressack am Dezember 13, 2007
um 10:04
Lecker, lecker, lecker – danke für dieses Rezept, wird ausprobiert.
Danke überhaupt für alles, wie gesagt, hier gefällt es mir besonders gut !!
Von: ultraistgut am Dezember 13, 2007
um 11:31
[...] lamiacucina waren gerade Pfefferkörner einer guten Bestimmung zugeführt worden. Das brachte jene tollen pfeffrigen Kartoffelscheiben in Erinnerung, die auch in [...]
Von: Vergessenes Gemüse in orangiger Sesam-Sonnenblumen-Öl-Mischung gebraten und zuvor durfte Likörwein zum Ablöschen mit rein und ganz davor war der Sehnsucht nach Pfeffer-Kartoffelscheiben nachgegeben worden, um sich mal wieder so richtig an genüssliche am Dezember 13, 2007
um 8:44
Das kann nur Kulinaria sein!!!
Von: Bolli am Dezember 13, 2007
um 9:38
Stimmt. Jetzt hat der Schwurbelvirus hier auch schon Einzug gehalten.
Von: fressack am Dezember 13, 2007
um 11:02
@bolli
Stimmt. Das Blogsystem hat auf Grund des langen Titels den Pingback abgeschnitten, so dass die Urheberschaft (bedingt) kaschiert wurde
Aber mit der richtigen Einstellung lässt sich das sicher bewerkstelligen.
Von: kulinaria katastrophalia am Dezember 14, 2007
um 11:59
Ich mische auch gerne Rucola unter die warmen Spaghetti.
Wie viel Fett hat Halbrahm? Ist das “unser” Sauerrahm, oder meinst du Schlagobers?
Von: LillY am Dezember 14, 2007
um 12:41
[...] foodporn : Hinter den Kulissen Jump to Comments lamiacucina.wordpress.com [...]
Von: foodporn : Hinter den Kulissen « Worte,Zeichen,Bilder am Dezember 14, 2007
um 3:49
@BerlinKitchen: der pecorino toscano hat eine gewisse Süsse. Das ist keine Erfindung von mir. Hat aber nichts mit Restsüsse wie im Wein zu tun, ist eher ein aromatischer Eindruck an jungem Käse. Sobald er reift, wird er trocken und salzig. In Sardinien gibts sogar ausdrücklich pecorino dolce.
Von: lamiacucina am Dezember 14, 2007
um 9:40
das ich das noch mal sagen wuerde, aber cacio pepe ist eine sache, die ich ausnahmsweise mal wie die roemer mache.
Von: rugbyturniere am Dezember 15, 2007
um 10:59
Sicherlich sehr lecker, aber wenn das Rezept so drastisch verändert wird (jeder Süditaliener würde beim Anblick von Butter und Rahm eine Gallenkolik bekommen), dann sollte man es nicht mehr so nennen. Da bin ich vielleicht etwas pingelig
Liebe Grüsse
Von: selina am Juli 14, 2008
um 5:42
@selina: die originale Version stammt aus Rom, wird aber auch in Süditalien gern zubereitet. Wenn sie in einem Lokal der Lombardei anders gemacht werden, zeigt das vielleicht, dass sich der Mailänder Koch (ein Inder) das Rezept der römischen Alfredonudeln angeschaut hat, das vor Rahm und Butter trieft, ohne dass je ein Römer davon Gallenkolik bekommen hätte
Von: lamiacucina am Juli 14, 2008
um 6:15