Spaghetti cacio e pepe

Spaghetti cacio e pepe

Dass hier während eines Jahres noch nie Spaghetti gekocht wurden, ist ja kaum zu glauben. Dabei setzt die lamiacucina GmbH jede Woche eine Packung Spaghetti um. Das muss ändern. Spaghetti mit Pecorino und viel Pfeffer. Anders als die Römer, bei denen der Käse in wenig Kochwasser angerührt wird, ziehe ich die nördliche Variante vor, die wir im Ristorante Don Lisander in Mailand kennengelernt haben. Da werden die Spaghetti durch ein Schmelze des Pecorino in Rahm gezogen und mit viel grob gemahlenem Pfeffer angerichtet. Einfachste Küche. Mit einem guten, süsslichen Pecorino und viel Pfeffer unglaublich köstlich. zum Rezept

Zutaten
für 2 Personen:
300 g Spaghetti (ich nehme Martelli)
100 g Pecorino toscano (meiner ein Pecorino Roncione stagionato in grotta der Famiglia Busti)
1.5 dl Halbrahm
25 g Butter
Salz, Muskatnuss, schwarzer oder weisser Pfeffer, frisch gemahlen.

seit Jahren dasselbe Problem bei lamiacucina, wir besitzen keinen Topf, der passen würde:
Spaghetti
Zubereitung
(1) In einem Topf, der später die Spaghetti aufnehmen muss, die Butter mit dem Rahm und etwa der 3/4 des geriebenen Käse erwärmen bis der Käse geschmolzen ist. Mit Muskat und Pfeffer, ggf. Salz würzen.
(2) Parallel dazu die Spaghetti in viel Salzwasser knapp aldente kochen. Abgiessen und in die Rahm-Käsesauce geben. Gut vermischen.
Spaghetti cacio e pepe Sauce
Anrichten
in tiefe, vorgewärmte Teller. Restlichen Käse verteilen. Mit viel Pfeffer übermahlen. Viel ist zuwenig. Noch mehr.

Anmerkung
Die Pecorino-Sauce wird von den Spaghetti rasch aufgenommen. Reichlich Sauce dazu, Sauce, Sauce.

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20 thoughts on “Spaghetti cacio e pepe”

  1. Ich mische auch gerne Rucola unter die warmen Spaghetti.
    Wie viel Fett hat Halbrahm? Ist das “unser” Sauerrahm, oder meinst du Schlagobers?

  2. @BerlinKitchen: der pecorino toscano hat eine gewisse Süsse. Das ist keine Erfindung von mir. Hat aber nichts mit Restsüsse wie im Wein zu tun, ist eher ein aromatischer Eindruck an jungem Käse. Sobald er reift, wird er trocken und salzig. In Sardinien gibts sogar ausdrücklich pecorino dolce.

  3. Sicherlich sehr lecker, aber wenn das Rezept so drastisch verändert wird (jeder Süditaliener würde beim Anblick von Butter und Rahm eine Gallenkolik bekommen), dann sollte man es nicht mehr so nennen. Da bin ich vielleicht etwas pingelig ;-) Liebe Grüsse

  4. @selina: die originale Version stammt aus Rom, wird aber auch in Süditalien gern zubereitet. Wenn sie in einem Lokal der Lombardei anders gemacht werden, zeigt das vielleicht, dass sich der Mailänder Koch (ein Inder) das Rezept der römischen Alfredonudeln angeschaut hat, das vor Rahm und Butter trieft, ohne dass je ein Römer davon Gallenkolik bekommen hätte :-)

  5. Eigentlich heisst das Gericht “Pici Cacio e Peppe”, wobei die Pici sicherlich durch Spaghetti oder Strozzapreti ersetzt werden können.
    Hier in der Toscana schneiden wir noch etwas geräucherten oder gewachsenen Speck in die Pfanne. Darauf kommt dann die Panna (dickflüssige Sahne). Die Nudeln würde ich direkt aus dem Kochwasser in die Sahne/Speck-Pfanne geben und sofort den geriebenen Pecorino daruntermischen. Falls nötig mit etwas warmer Brühe + Weiswein anrühren. Pfeffer als letztes hinzugeben.
    ich kenne das Rezept mit Pecorino Romano, der etwas schärfer ist, aber so kleinlich sollte man nicht sein.
    Grüsse aus Italien, Kaya

    1. @kaya: mit pici habe ich gar keine Probleme, die mache ich alle paar Wochen einmal. Warum nicht auch mal so. In der Toskana haben wir sie meist mit Hackfleisch gegessen.

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