Le Menu

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Menu am zweiten Weihnachtstag. Mit zwei gerngesehenen Gästen. Die gesundheitlich beeinträchtigte Frau L. dekorierte den Tisch, übernahm die Planung und überliess mir die Küche. Ein ganzes Menu alleine kochen. Zum ersten Mal.

Erster Gang: Gänseleberterrine mit Radicchio rosso und eingelegten Feigen
Dazu war eigentlich die missratene Gemüseterrine mit Gänselebereinlage vorgesehen. Die gekaufte war wesentlich üppiger. Serviert mit Wildfeigen in Portwein, Fleur de sel und geschrotetem Pfeffer.

Zweiter Gang: Rinderbrühe mit Tafelspitzeinlage
Beides vom letzten Tafelspitz, tiefgefroren und für diesen Anlass wieder aufgetaut.

Gänseleberterrine, Wildfeigen Rinderbrühe mit Tafelspitzeinlage
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Dritter Gang: Ravioli al limone
Zitronenravioli sind in unserm Tiefkühler immer vorrätig. Die letzten habe ich vor ein paar Wochen gemacht.

Vierter Gang: Stinco di vitello al Barolo
Kochknecht hat mir zu diesem Gericht den Anstoss gegeben. Ich nahm eine ganze Kalbshaxe. Das Rezept werde ich in den nächsten Tagen nachreichen. Das Fleisch habe ich am Vortag zubereitet. Fast ein Liter Wein wurde zu einer köstlichen Sauce verkocht. Dazu klassische Gnocchi romani, die gut zu Saucengerichten passen. Die Gremolada litt unter einem nicht mehr ganz jugendlichen Knoblauch und wurde wieder in die Küche verbannt.

Zitronenravioli Kalbshaxen an Barolo, Gnocchi romani
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Fünfter Gang: Arance
Ein super-leichtes Dessert: marinierte, filetierte Orangenfilets. Die Abfolge leicht gestört: Der Schlüssel zum Geschirrschrank brach ab. Bart blieb stecken. Zugang zum Geschirr verwehrt. So gabs das Dessert auf Grillplättchen aus der Küche.

und endlich durfte man hemmungslos zugreifen: die aus dichtverschlossenen Truhen und Behältern befreiten Weihnachtsplätzchen. Oh namenlose Freude !

Arance Weihnachtsgebäck
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Den Gästen, die früher ein bekanntes Feinschmeckerlokal führten, hats geschmeckt. Uns auch. Die Vorbereitungen waren aufwendig, am Einladungstag war aber alles schnell zubereitet.

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10 thoughts on “Le Menu”

  1. @BerlinKitchen: Danke Martin, ich benutze meistens einen ordentlichen Gigondas. Für Gerichte, bei denen grosse Mengen an Wein zum Einsatz kommen, bin ich wählerischer, sonst wird die Saucenreduktion zu sauer. Hier verwendete ich einen ungeliebten Barolo. Solche Weine hat man immer wieder mal im Keller und wenn sie wenig Säure, Tannin und kein Holz haben, entsorge ich sie gerne auf diesem Wege.

  2. Mein Kellermeister hat mir ja auch den Barolo für die Rotwein-Bagna cauda verweigert… Vielleicht liegt es daran, dass wir keinen ungeliebten im Keller hatten? ;-) Eine weitere Barolo-Sauce habe ich aber schon im Auge – da muss er durch.

  3. Hallo, lamiacucina,

    ein paar klitzekleine Tage war ich weg, jetzt bin ich wieder zurück, und weiß nicht , wo ich mit dem Lesen beginnen soll.

    ” Den Gästen, die früher ein bekanntes Feinschmeckerlokal führten, hats geschmeckt.”

    Also, ich habe weder ein Feinschmecker-Lokal, noch bin ich die große Köchin vor dem Herrn, aber mir hätte es mit Sicherheit auch sehr gut geschmeckt – perfekt.

    Und wo lässt Du Figur mäßig alle diese Leckereien ??????????????

  4. @ultraistgut: zurück von Ferien am Meer ?
    Die Portionen waren klein gehalten. So schwer war das Menu nicht. Zudem kann ich essen soviel ich mag, bei mir schlägt nichts an (eigene Beurteilung) :-).

  5. Lamiacucina, ich mache keine Ferien am Meer, sondern ich lebe dort, wo andere Ferien am Meer machen, und darum breche ich hin und wieder mal aus, um auch mal etwas anderes zu sehen.

  6. Das sieht ja allesamt köstlich aus. Eure Gäste wurden fulminant bekocht und ich hoffe, du hast als Koch auch noch Zeit für dich und deine Gerichte gehabt.

    Noch schnell einen guten Rutsch ins Neue Jahr gewünscht und liebe Grüße aus Wien!
    LillY

  7. @Kaeferchen: ich glaub es war eine vitella. Wie stehts, war ich der 300’000 te ?

    @LillY: Ich bin nicht zu kurz gekommen. Auch Dir liebe Grüsse nach Wien und ein gutes neues Jahr.

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