Kartoffelküchlein mit Roquefort

KartoffelRocquefortKüchli000_redc2008 20 Jan_0319
Die guten Rösti/Backers-küchlein aus rohen Kartoffelspaghetti, die ich vorgestern zur Bratwurst gemacht habe, dürfen nochmals ran. Ins Zentrum einer eleganten Vorspeise. zum Rezept

Neue Kochbücher kaufe ich mir nur noch selten. Ich habe keinen Platz mehr. In Buchhandlungen schmökern hingegen…. Jedesmal versuche ich mir ein gefallendes Rezept aus einem der tausend Neuerscheinungen an Kochbüchern zu memorieren. Zuhause ist das meiste gleich wieder vergessen. Nur die Bilder bleiben  mir im Kopfe. Das vorliegende Rezept ist die Umsetzung eines dieser Bilder. Quelle: ? Winkler oder Witzigmann ? Egal. Ich könnte die Sache natürlich schlauer angehen: mich mit dem Buch unauffällig in eine Ecke setzen, das Handy hervorziehen, unbefangen ein Scheintelefonat führen und derweil das Rezept auf den Recorder sprechen. Nein, das tu ich nicht, das wäre ja Diebstahl geistigen Eigentums, mein löcheriges Gedächtnis soll sich gefälligst bemühen. Dann kann ich, falls ich ertappt werde, mildernde Umstände geltend machen.

Zutaten
1 Küchlein pro Person als Vorspeise, 2 als Hauptspeise
1 mittlere Kartoffel, festkochend pro Küchlein
Salz, Pfeffer, Olivenöl
etwas Roquefort: Ich kaufe nur den von Papillon. Schmeckt mir besser als der von der Societé. Bei Migros erhältlich in Aromaboxen. Da hat kein Verkaufspersonal die Finger dran und der Käse bleibt darin lange frisch. Alternativ: Ziegenkäse oder, warum nicht Schweizer Emmentaler in kleinen Würfeln ?
3-4 Handvoll Cicorino rosso blätter.

Zubereitung
(1) Die Kartoffeln schälen und durch einen Gemüsespaghettischneider drehen. Den Kartoffel-Spaghettihaufen würzen und in einer beschichteten Bratpfanne zu Backers formen und in wenig Olivenöl langsam beidseitig anbraten. Ca. 15 Minuten. Damit die Küchlein rund werden, kann man sie in grossen Ringen anbraten, oder mit Hilfe eines kleinen Backblechs anformen.
(2) Parallel dazu den Cicorino in feinste Julienne schneiden.
(3) Die fertigen Kartoffelküchlein auf die Teller legen, mit der Cicorino-Julienne umsäumen. Zuletzt den Roquefort auf die Küchlein bröseln.

Anmerkung
wurde auf Anhieb in den Rang eines Lieblingsrezeptes erhoben.

AddThis Social Bookmark Button

11 Gedanken zu “Kartoffelküchlein mit Roquefort”

  1. Das sieht unglaublich lecker aus. Mangels Gemüsespaghettischneider überlege ich, ob man nicht auch einen Zestenreißer bemühen kann. Betonung auf Mühe. Oder einfach die Kartoffel raffeln. Sieht aber sicher nicht so schön aus wie bei Dir.

  2. Sieht sehr lecker aus!!!!!
    Ich muss mal überprüfen, ob meine Mandoline nicht auch sowas kann, gehe ich mal von aus……

    Dann kann ich loslegen, Hintner macht aus Kartoffelspgahetti Carbonara, auch ne gute Idee!

  3. @Claudia: nein, den Zestenreisser nicht. Beschaff Dir einen Julienneschneider (wmf?), der sieht ähnlich aus wie ein Sparschäler, längs über die Kartoffel fahren, gibt 4-6 cm lange Fäden, das reicht. Am Schluss gibts halt Abfall, klein schnitzeln und in der Kartoffeljulienne verstecken. Der GSD-Gemü¨sehobel hat auch einen Julienneaufsatz, damit gehts auch.

    @Barbara: mein Vorgehen ist ja unfair, bei der riesigen Anzahl jährlicher Neuerscheinungen kann ich einfach nicht mehr. Arme Kochbuchautoren.

    @Bolli: da gibts doch sicher einen Aufsatz mit vielen quer gestellten Messerchen. Carbonara ? Ich warte !

  4. das sieht superhübsch aus. nur zu gerne hätten wir auch so einen gemüsespaghettischnippelapparat. aber wenn wir alle die küchengerätschaften erwerben, die wir gerne hätten, müssten wir langsam dranbauen (die küche platz jetzt schon aus allen nähten). deshalb wird dieses hübsche und sicher supergute rezept bei uns wohl nur in ziemlich entfremdeter version auf den tisch kommen können. schluchz!

  5. Jetzt habe ich aber schon den Lurchi-Schneider im Keller stehen … Dürfte ich damit einmal ausnahmsweise deine Küchlein nachbauen?
    In banger Hoffnung.
    LG
    Franz

  6. @Ulrike: das ist ja auch gar einladend angeschrieben…

    @BerlinKitchen: Dann hab ich ja richtig geraten. W wusste ich noch, und mit W kenn ich nur die beiden. Hab gestern Dein Fondue gemacht.

    @reibeisen: letztes Jahr habt Ihr ein Foto Eurer Küche verbloggt. Modern, gross, licht und fast leer. Das kann ich fast nicht glauben. :-)

    @Franz: bange Hoffnung, süsses Sehnen ? Greif zu. Das darf doch jede/r, ohne zu fragen :-)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s