Anleitung für Zauberlehrlinge, aus einem bunten Kaninchen ein schwarz-weisses aus dem Ofen zu zaubern. zum Rezept
Kaninchenfilets an einer Kruste von Herbsttrompeten mit Sherrysauce. Unlängst gekocht in der von mir besuchten, hier schon mehrfach zitierten Basler Kochschule.
Zutaten
für 4 Personen
4 Kaninchenfilets. Gewicht ca. 200 g. Lebendfarbe des Kaninchens egal.
8 g Herbsttrompeten (Totentrompeten), getrocknet
Salz
Bratbutter
Olivenöl
für die Sauce:
1 Elf. Zucker
1 dl Sherry
1 dl Fleischbrühe
2 Zweige Thymian
1-2 Elf. Sherryessig oder weisser Balsamico
40 g kalte Butter in Würfeln
Salz, Pfeffer

Zubereitung
(1) Ofen auf 80°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen, Platte vorwärmen.
(2) Herbsttrompeten im Cutter möglichst fein mahlen. Filets mit Salz würzen und im Pilzpulver wenden (s. Bild).
(3) Bratbutter und Olivenöl erhitzen, Filets rundum genau 2 Minuten anbraten, sofort auf die gewärmte Platte geben und im Ofen bei 80°C ca. 30 Minuten nachgaren lassen.
(4) Inzwischen Zucker hellbraun caramellisieren, mit Sherry und der Brühe ablöschen, aufkochen, Thymian zufügen, auf ca. 1 dl einkochen lassen
(5) Essig zugeben, 2-3 Minuten köcheln lassen, dann Hitze reduzieren und die kalte Butter nach und nach unterrühren damit die Sauce bindet. Würzen.
Anrichten
Filet längs halbieren, die beiden Hälften derart anrichten, dass vom einen Teil die helle Anschnittseite, vom andern Teil die schwarze Aussenseite sichtbar ist, dann mit Sauce umgiessen. Passende Beilagen zB. Karotten, Mischgemüse, Spätzli.
Anmerkung
Beim Anbraten verfärbt sich die zuvor braune Pilzkruste schwarz. Was mich erstaunt hat: die Filets waren zart und saftig. Sollte sich das Filet violett oder blau verfärbt haben, dann fünf mal hintereinander den Zauberspruch lamiacucina murmeln, das hilft und wirkt.












Mjam!
Von: Ulrike aka ostwestwind am Februar 8, 2008
um 6:35
Chouette!!!
Sieht klasse aus!
Ist das Pilzpulver denn ‘kleben’ geblieben, oder hast Du es mit Butter bzw. Öl vermischt?
Von: Bolli am Februar 8, 2008
um 7:31
und dank des zauberspruchs erscheint der meister im notfall persönlich bei mir am herd?
dann könnte man das kaninchenexperiment ja durchaus riskieren
Von: sammelhamster am Februar 8, 2008
um 7:48
@Ulrike: Gemüselasagne auch m.
@Bolli: das klebt am Fleischsaft der beim Salzen ausschwitzt.
@sammelhamster: bei einem Zauberspruch geht es ja nicht darum, ihn gedankenlos runter zu murmeln, sondern um die Materialisierung des Wunsches, dann klappts auch ohne “Meister”.
Von: lamiacucina am Februar 8, 2008
um 7:52
Den Zauberspruch wende ich ab und zu auch an – genutzt hat es nicht immer…
Sehr interessante Methode und interessantes Gericht, gefällt mir.
Von: Barbara am Februar 8, 2008
um 8:03
Cajun-Küche in der Schweiz mit “Blackened Karnickel”…
Chapeau!
Von: fressack am Februar 8, 2008
um 9:25
Phantastisch!
Von: karine am Februar 8, 2008
um 10:03
Da hilft nur Nachkochen …
Von: Franz am Februar 8, 2008
um 10:23
Zartes Kaninchenfilet erweist sich also durch Zaubersprüche höchster Beliebheit
Wirken sich die feinen Pilzstückchen denn nach Schwarzwerdung noch geschmacklich aus?
Von: kulinaria katastrophalia am Februar 8, 2008
um 12:39
@Barbara: dann nimmst Du den falschen Spuch. Dein Zauberspruch heisst “Barbara” !
@fressack: Karnickel und Hase sind nett, hugh
@karine: Danke an die Kochschule
@Franz: eher unter dem Thema “originell”
@kulinaria: die Kruste wird nicht schwarz weil sie verbrannt oder gar verkohlt ist, sondern der Pilz verfärbt sich so. Man darf das ruhig als Würzkruste bezeichnen.
Von: lamiacucina am Februar 8, 2008
um 1:50
Wow! Ich kriege Hunger!! Das sieht bei Dir immer alles so lecker aus! Direkt zum Reinbeißen…
Von: rike am Februar 8, 2008
um 5:08
Ich mach’ mir nicht die Hände schmutzig, ich sage: “Accio” – was, laut Harry Potter Lexikon, “[...]Gegenstände aus der Ferne zu einem fliegen [lässt]“. Wieso mache ich das eigentlich nicht öfter?
Von: Jutta am Februar 8, 2008
um 11:32