Kein Talent zum Kochen

Kein Talent

Mein Lieblingsphilosoph unter den Köchen, Kochweltmeister Ivo Adam, hat auf Plakatwänden und in Inseraten schon wieder zugeschlagen und mir einen “besonderen Moment” beschert:

“Fürs Kochen muss man kein Talent, sondern die richtigen Zutaten haben.”

Schade, dass so vielen Köchen die richtigen Zutaten fehlen.

25 thoughts on “Kein Talent zum Kochen”

  1. Darf ich an Ratatouille erinnern? Dort sagte Rémy im Gespräch mit Gusteaus Geist auf den Satz “Anyone can cook”: “That doesn’t mean that anyone should.” Ich bin zwar auch ein Anhänger von “Kochen ist gar nicht so schwer”, bin aber mittlerweile davon überzeugt, dass einige Leute – auch professionelle – das Kochen lieber an den Nagel hängen sollten. Lernresistenzen sind leider überall anzutreffen.

  2. Talent muß man fürs Kochen nicht haben, es läßt sich wie viele andere Kulturtechniken ( Lesen, Radfahren, etc.) erlernen-was dem einen oder andren leichter oder schwerer fällt.
    Natürlich gilt mal wieder : ” Usus est magister optimus”! Und ein bißchen Leidenschaft, Wendigkeit, leichte naturwissenschaftliche Kenntnisse schaden auch nicht…

  3. Koch ist ein Handwerksberuf und wie in jedem Handwerk gibt es begabtere oder solche mit weniger Begabung.
    Grundsätzlich kann man es aber lernen, was man daraus macht ist wieder etwas anderes, tolle und frische Zutaten erleichtern das Ganze und mit etwas Kreativität kann man super Ergebnisse erzielen auch ohne einen Stern zu haben oder dafür ausgebildet zu sein.

  4. Mit etwas vernünftiger Anleitung kann doch eigentlich jeder Kochen. Wenn man gute, frische Zutaten und etwas Liebe zu den Produkten hat, dann kommt meistens doch etwas ganz passables dabei heraus.

  5. @alle: Danke für die Kommentare, da ist ja alles schon gesagt, und das an Pfingsten, wo alle am Herd stehen. Mit Freude, Liebe und Leidenschaft wird das Ergebnis sicher anders schmecken als nur nach Anleitung gekocht.

  6. Man kann kochen lernen, wenn man will. Die Kochbücher, die es heutzutage am Markt gibt, zeigen wirklich jedem “Deppen” wie es geht. Ein paar Kniffe benötigt man schon, die man wissen muss und dann noch einen sensiblen Gaumen und ein perfektes Gericht steht auf dem Tisch.
    Auch wenn man Jamie Olivers Show und ihn selbst nicht mag, er hat aber die “Kochwelle” ausgelöst. Viele griffen seitdem zum Kochlöffel und probierten sich an seinen einfachen und doch raffinierten Rezepten.

  7. @Jürgen: ich kann ohne Zögern zig kochblogs aufzählen die sehr gut kochen.

    @ultraistgut: ohne Liebe keine Lust, speziell beim Kochen.

    @crazy cook: eine dieser Wunderzutaten hab ich hier bereits glossiert Albino-Kalbsfond

    @entegutallesgut: wollen das nicht (fast) alle ? Darum der heillose Boom in den Kochbücherabteilungen der Bücherhändler.

  8. Danke, entegutallesgut, mit diesen Büchern müsste sozusagen sogar ich kochen können oder kocht man jetzt mit den Küchengeräten oder oder mit den Zutaten? ;)

  9. Hö?, wie meinen, Herr rufus? Wenn du Schnitzel mit der Handkante teilen kannst, dann brauchst du nur Zutaten.
    Probier dich einmal an einem harten Ei und hör dir vorher Loriot “das Ei” an, wie lange es braucht, ein hartes Ei noch härter zu bekommen.

  10. Bitte, bitte, lasst mich in dem Glauben, dass auch Herzblut zum Gelingen eines Menüs dazugehört. So ein Hauch von Inspiration, Einfühlungsvermögen und Kreativität, Zutaten hin oder her.

    Da fällt mir eine Sendung mit Sarah Wiener in Frankreich ein. Sie und eine Bäckerin buken einen Gugelhupf. Mit den gleichen Zutaten, mit dem gleichen Ofen, mit den gleichen Formen. Und trotzdem waren die Kuchen unterschiedlich. Das ist toll, oder?

  11. @Jutta: Das ist bei Sarah Wiener kein Wunder, sie kann nämlich NICHT kochen. :-D
    Eine charmante Frau, die sich so recht und schlecht genau dort vermarktet, wo sie die Sehende unter den Blinden ist.

  12. @ultraistgut: auch :-)

    @Jutta: wir verstehen uns. Leider schau ich mir keine TV-sendungen mehr an, kanns mir aber vorstellen.

    @entegutallesgut: rufus kann noch viel mehr.

  13. @entegutallesgut & lamiacucina: vielleicht wird es ja einmal Zeit für eine kleine Reminiszenz an meinen ersten Kochversuch: Salzburger Nockerl … vielleicht lässt sich das in ein ähnlich schönes Rezept, wie die hier, fassen …

  14. nanana, das hört sich aber alles an wie, (deutsche) steuererklärungen kann jeder machen, wenn er nur will (und lust hat, und kreativität, etc.). Fest steht, ich kann lesen, und _technisch_ gesehen kann ich eine steuererklärung machen. Aber mir ist der planet der leute vollkommen fremd die das jeden tag (für andere leute, z.b. beratend) tun. Und genauso hab ich leute gesehen, denen man unter monkey-see monkey-do anweisungen das garen einer hand voll pasta abringen kann, die aber trotzdem fasziniert dem treiben eines, der kochen _kann_ zuschaut. Genauso, wie ich steuerleute neidvoll bestaune. Also, den mund nicht zu voll nehmen. Können und können sind unterschiedliche sachen.

  15. Schade, dass die Hobby-köche kein Talent zum Kochen entwickeln. Wir Professionellen arbeiten tagtäglich daran uns stets zu verbessern und unsere Sinne zu verfeinern……

  16. eigentlich lese ich nur ganz gerne und beteilige mich nicht schreibenderweise, aber wenn`s durchbricht…
    1. dank und achtung an lamiacucina. sein markknochengericht . ein traum.
    2. ich widerspreche hier vielen und auch ivo adam:
    es gehört sehr wohl talent, und nicht mal wenig, zu einem guten koch. wie bei jeder anderen kreativen tätigkeit ist die beherrschung des handwerks allein nicht die garantie für ein rundum gelungenes ergebnis. talent und der wille, nicht der meistertitel und die pflicht, führen zu delikaten ergebnissen.
    3.es freut mich dass es soviel interessierte gibt und es dank inet so einfach ist, dazu zu lernen.
    mahlzeit und weiter so.

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