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Arvenknospenpesto

Arvenknospe
Wenige Tagen vor meinen Ferien las ich bei Evelyn von Bounteous Bites einen Eintrag über ihren forest-pesto. Das mag der Grund dafür sein, dass mir beim Durchwandern der Wälder an meinem Ferienort die jungen Triebe an Lärchen, Tannen, Föhren und Arven überhaupt aufgefallen sind. Zunächst habe ich mich gleich einer Made des Kiefernknospentriebwicklers durch die unterschiedlichen Knospen degustiert. Lärche, Tanne: schmecken unangenehm nach Sauerampfer, Arve, Föhre: harzig, leicht bitter, gemüsig, essbar. Aus der Arve wird auch Schnaps gebrannt. Also Arvenpesto. Waage hatte ich keine in der Ferienwohnung, dafür eine alte Moulinette.
Haselnüsse und Arvenknospen
Zutaten
je eine Handvoll Arvenknospen, Haselnüsse, 1 Elf. Parmesan, 1 kleiner, junger Knoblauch, Salz, wenig Zucker, Olivenöl und… Nudeln.

Zubereitung
(1) Haselnüsse, Knoblauch und Knospen mit etwas Olivenöl cuttern. Parmesan und soviel Olivenöl zumischen, dass daraus eine dünne Paste entsteht. Abschmecken mit wenig Zucker und Salz.
(2) unter heisse Nudeln mischen. Dekorieren mit Lärchentrieben.
Arvenpesto angerichtet

Anmerkung
Mir hats nicht schlecht geschmeckt, frisch, harzig (für mich als Retsinafreund kein Problem) aber gegen Ende der Mahlzeit trat die Bitterkeit dann doch etwas zusehr hervor. Vielleicht hätte ich weniger Knospen verwenden sollen. Aufgrund der Drohung von Frau L., die nächsten Spaghetti mit ihrem Fichtennadelbadezusatz zuzubereiten, wird es keinen weitern Versuch mit Arvenknospen mehr geben. Schade. 

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Kategorien:Pasta
  1. Juli 7, 2008 um 06:44 | #1

    Bei uns werden Latschen gerne zu einer Flüssigkeit verarbeitet, aber meist auch nur zur körperlichen Einreibung bei Beschwerden. Diana mit Menthol sagt da zum Wohl. ;-)

  2. Eva
    Juli 7, 2008 um 07:20 | #2

    Oh, oh – da solltest du aber vorsichtig sein Angesichts der Drohung von Frau L…..- mit der Liebsten sollte man es sich nicht verscherzen! :-)

  3. Juli 7, 2008 um 07:37 | #3

    Sind das Latschen?

    Nun denn, probieren würde ich es schon mal, aber ich glaube nicht, dass ich ein grosser Fan werde!

    Anscheinend macht man damit auch Risotto.

  4. Juli 7, 2008 um 07:53 | #4

    @Dandu: Ach darum fühl ich mich derzeit beschwerdefrei.

    @Eva: da habe ich keine Angst, auf ein Experiment kommen 10 gute Gerichte.

    @Bolli: davon wird niemand Fan werden, es hat mich einfach interessiert, daraus etwas zu machen.

  5. Juli 7, 2008 um 07:55 | #5

    Danke für diesen interessanten Selbst-Versuch. Hier im Hause wird er allerdings keine Nachahmung finden, da verlass ich mich auf die Wertung von Frau L.

  6. Juli 7, 2008 um 08:10 | #6

    Als Pesto – hm bedenklich, was die Herren dazu meinen würden. Ich habe mal gehört, dass man aus frischen Tannentrieben eine Art schmackhaften Sirup/Honig machen kann – aber auch hier fehlt mir die Erfahrung.
    Viele Grüße

  7. Juli 7, 2008 um 08:13 | #7

    Gibt es noch Knospenvorräte?
    Die sollten dann vielleicht doch lieber zu Badezusätzen verarbeitet werden ;-)

  8. Juli 7, 2008 um 08:22 | #8

    Oha, wenn Frau L. so etwas androht, muss der Geschmack ihrem Badezusatz doch ziemlich nahe kommen.

    Mit etwas Ähnlichen pflege ich zur Zeit meine Füße, damit sie in Sandalen vorzeigbar bleiben :-)

  9. Juli 7, 2008 um 10:20 | #9

    Interessant!
    In meiner Kindheit gab’s selbstangesetzten Wipferlsaft für den Husten, jetzt isst man Spagetti, wie es aussieht.

    @Dandu: Burgit ist narrisch guat fiad Fiaß!

  10. Juli 7, 2008 um 11:54 | #10

    sehr interessant. gute idee, mit haselnüssen zu kombinieren. wir arbeiten derzeit an einem latschen-risotto. mal sehen, ob daraus was post-taugliches entsteht.

  11. wolfhos
    Juli 7, 2008 um 13:22 | #11

    Als ich Kind war, gab es mal so etwas wie Latschenmass, das bestand aus einem halben Liter Rotwein, einem halben Liter Cola und einem Latschenzweig, der da hineingehängt wurde. Das haben die Motorradfaher im Biergarten getrunken. Hab ich nie probiert. Gibt’s auch nicht mehr…

  12. Juli 7, 2008 um 15:18 | #12

    @Cascabel: mein bester pesto war noch gar nicht dran.

    @Petra: Honig hab ich auch schon angesetzt.

    @sammelhamster: ein Trinkbad hätte auch was an sich.

    @Ulrike: was den Füssen gut tut, muss nicht unbedingt gut schmecken. Das weiss ich jetzt.

    @entegutallesgut: wenn man sich an einem Spaghetti verschluckt, ist der Hustenstiller gleich miteingebaut. Functional food.

    @reibeisen: das wird schon gut rauskommen, viel hat bei mir nicht gefehlt.

    @wolfhos: dann doch lieber ein Bier.

  13. Juli 7, 2008 um 22:20 | #13

    Sehr interessant, ob ich´s je ausprobiere weiß ich nicht.

  14. Juli 8, 2008 um 06:24 | #14

    Retsina mag ich auch, aber Spaghetti mit Fichtennadelzusatz? – Brrrrrrrrr!

  15. duni
    Juli 8, 2008 um 09:06 | #15

    Zu Thema Nadelbäume in der Küche gibts in diesem Haushalt zwei Meinungen:
    -ich glaube, dass es bei Marc Veyrat eine Suppe mit Fichtenextrakt gibt,genaueres müßte recherchiert werden
    -der Kater rät eher zu Tannenhäher…

  16. Juli 8, 2008 um 09:55 | #16

    Well, I was the only one at our house who ate it. Though, I’m also the only one who eats pesto here, so that should explain it too…

    Maybe the fact that I used young shoots made the flavour of my pesto a bit milder. But all in all, I liked the strong-ish taste. The big question for me was what to pair it with and a simple open sandwich with cream cheese and tomatoes seemed the best choice.

    Very cool that you tried it out:)
    And give Mrs L my sorry:D

  17. Juli 8, 2008 um 14:16 | #17

    @Kochsinn: Diplomatie ist eine Gabe :-)

    @Duni: der mit dem Schlapphut ? doch wie krieg ich den Häher in die Pfanne ? Tannen und Eichen sind mir zu hoch.

    @Evelin: maybe, my shoots were very sticky from the resin. No concern about Mrs. L., I made her today a tasty walnut-pesto.

  18. Juli 28, 2008 um 09:44 | #18

    Nachdem ich jetzt in Wien bei Angelika einen sehr feinen Melonen-Risotto mit Tannenwipfelbutter genießen durfte, würde ich sagen: einfach deutlich weniger nehmen.

  19. Juli 29, 2008 um 10:25 | #19

    @Cascabel: Danke Petra, das vermute ich auch, diese Tannenknospenbutter wird ja von vielen sehr geshätzt.

  1. Juli 14, 2008 um 04:04 | #1