Remake: Erbsenwähe

Erbsliwähe
Erbsliwähe

Erbsenwähe gabs hier vor langer Zeit auf englisch, und weil der Tiefkühler (freezer) dringend abgetaut werden sollte, mussten die angeeisten Erbsen ihren Platz räumen. Ab sofort gibts die Wähe hier zweisprachig. Eine Wähe (tarte) für alle Fälle, die paar Zutaten sind immer zur Hand.

Zutaten
für den geriebenen Teig (pâte brisée):
200 g Weissmehl
100 g Butter
1/2 Tlf. Salz
ca. 50 ml Wasser, nach Bedarf
1 Eigelb zum Bestreichen des Wähenbodens und -randes

für die Füllung:
250 g tiefgefrorene Erbsen
50 g Sbrinz oder Parmesan, frisch gerieben
1 Elf. Petersilie, gehackt
100 g Kochschinken in feinsten Scheiben in etwa 5×5 cm grosse Flecken geschnitten

für den Guss:
2 Tlf. Maizena
2 grosse Eier
2.5 dl Halbrahm
Salz, Pfeffer, Muskat, Muskatblüte

Rändeln
Rändeln
Belegen mit Käse und Schinken
Belegen mit Käse und Schinken

Vorbereitung
(1) Mehl und Salz in die vorgekühlte Teigschüssel des Rührwerks sieben. Kalte Butter in Flöckchen unter das Mehl mischen und mit dem Flachschläger (Kenwood: K-Haken) zunächst langsam, dann schnell zu einer krümeligen Masse verrühren.
(2) Knethaken montieren, Wasser in kleinen Portionen zugeben, möglichst kurz weiterrühren bis der Teig klumpt. Von Hand rasch zu einer kleinen Scheibe formen und 1/2 Stunde in den Kühlschrank stellen.
(3) Erbsen auftauen und abtropfen lassen.
(4) Guss zubereiten, Maizena mit 1 Elf. Wasser anrühren, übrige Zutaten hinzurühren, würzen.

Zubereitung
(5) Teig in ein rundes Backbleck von 24cm auswallen. Stupfen, mit Eigelb einstreichen, dann mit Reibkäse bestreuen, Schinkenflecken auslegen, Erbsen und Petersilie einlegen, vorsichtig mit der Gusslösung ausgiessen.
(6) 30 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 220°C (unterste Rille) ausbacken.

fehlt noch der Guss
fehlt noch der Guss
nur noch essen
nur noch essen

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18 thoughts on “Remake: Erbsenwähe”

  1. Die deutschsprachige Wähe ist viel grüner als die englische ;-) .

    Jedenfalls könnte ich auf diese Art vielleicht sogar meinen Mitesser zum Erbsenesser konvertieren :-D , das wird ausprobiert!!

  2. Wehe wird die Wähe mit dem Flachschläger erschlagen. Ich möchte höflichst in Erinnerung rufen, du versprachst einen Rändelkursus für beckenrandschwimmende Enten zu machen. Man sprach sogar von Videounterhaltung.

    (Die grünen Kügelchen sehen aus, als wäre Fasching im Hause L – ein kräftiges Lei Lei, wie die Villacher sagen würden.)

  3. Sieht ja toll aus und die Bilder sind supergut, aber soviele Erbsen wären mir zuviel…
    Viele Grüße und schön, dass du die neue url nun gefunden hast!

  4. @Rosa: green ball bearing.

    @Sammelhamster: früher war meine Fotowelt abends viel gelbtöniger. Viel Glück dem Erbskonvertiten.

    @Eva: Der Blick in einen Erbshaufen hat was Faszinierendes.

    @Bolli: wo hab ich denn nur den englisch dictionary hingelegt ?

    @Claudia: Herbstabende sind doch immer gemütlich, vorausgesetzt die Heizung ist an und das Dach dicht.

    @Houdini: Povärli (für Nicht Schweizer: pois verts) können die grünen Erbsen nicht verleugnen.

    @wolfhos: Wähe, Waie oder Waije (je nach Dialekt auch Dünne, Fladen oder Kuchen) sind flache Blechkuchen aus der Schweizer- und Alemannischen Küche. In der Regel mit Mürbteig, geriebenem Teig, seltener auch mit Hefeteig hergestellt. Blätterteig wird erst in der Neuzeit dafür verwendet.

    @entegut: ich hoffte schon, ich könne das mit dem Bildchen erledigt sein lassen. Wie kriege ich denn ein Filmteam, Regisseur, Kameramann, Szenenbildnerin, Kostümbildnerin, Maskenbildnerin, Drehbuchautor Schauspieler und Script girl (die Stelle wäre noch zu besetzen) in meiner winzigen Küche unter ?

    @the rufus: das waren Frauenhände, sieht man doch.

    @Petra: also Erbsallergie. Dauert immer lange bei mir, bis ich dem Grund nicht funktionierender urls auf den Grund komme.,

  5. Das sieht mal verdammt gut aus! Sehr schöne Photos! Tageslicht, oder?
    Alles was ich liebe in meiner momentanen Lieblingsessendareichungsform: Tarte/Quiche! Großartig! Wird definitiv getestet mit Freundinnen und/oder Mitbewohnerinnen!

  6. Es grünt so grün, wenn die Tiefkühler glühn. Bei mir läßt sich auch am Ende immer noch was Grünes finden.
    Aber dann gibt einem ein frisch abgetauter Tiefkühler ein gutes Gefühl. Viel Platz für frische Leckereien.

    Da fahre ich für eine Woche in den Urlaub und prompt werde ich von Dir bekocht und bekomme es nicht einmal mit. Herrlich, nun all die Beiträge in geballter Ladung lesen zu können, allen voran die freudige Chäschüechliüberaschung. Herzlichen Dank dafür, das ging viel schneller als erwartet. Großen Dank auch an Frau L., für Planung, Organisation und Hilfskochüberwachung.

    Chäschüechli: Die sehen richtig lecker aus. Habe vor, sie im Minimuffinblech zu backen und zum Aperitif zu reichen. Die Idee mit der Béchamelsauce ist prima und kommt der zartschmelzenden Konsistenz zugute, die ich daran so mag. Allerdings habe ich vor kurzem eines von Sprüngli getestet, das rein geschmacklich grandios war. Es war etwas fester und leicht grisselig. Dort könnte tatsächlich – ganz nach Deiner Idee – mit Eiern und Quark gearbeitet worden sein.
    Kannte keine Teighölzer und fand es sehr witzig, als ich neulich beim Coop welche entdeckte. Nach geraumer Zeit habe ich dann verstanden, was man damit macht. In Deutschland habe ich die noch nie gesehen.

    Lauchschnecken: Nach der diesjährigen Schneckenplage, die einen Großteil des Gemüseanbaus vernichtete, freut man sich über so harmlose, leckere Schnecken, die mit Freude selber vernichtet werden können.

    Pizza Pugliese: Habe gerade genau diese Pizza gemacht und somit meinen Pizzastein eingeweiht. Zusätzlich dazu gab es Deinen Elsässer Flammkuchen. Dachte, wenn das Ding mal heiß ist, kann ich gleich Beides ausprobieren. Ich bin begeistert! Die Zeiten der Blechpizzen mit hefelastigem, zu dickem und kletschigem Teig sind nun endgültig vorbei. Die Teigzubereitung ist perfekt. Man, ist mir jetzt heiß. Nur an der Unterseite könnten Pizza und Flammkuchen noch etwas mehr Farbe haben, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass mein Ofen nur 250 Grad hergibt.
    Bei mir gab es ligurische Taggiasca Oliven oben drauf, die ich immer vorrätig habe. Sollte jeder Olivenliebhaber mal testen.

    Gruselkabinett (25): Den finde ich, ganz im Gegenteil zu seinem ungepflegten Zwillingsbruder in Aargau, überhaupt nicht gruselig. Bisher mein Lieblingsgeselle.

    Altdorf: Was bitte sind Schreckmüpfeli?

    Super-Brownies: Endlich Brownies ohne diese Unmengen von Öl! Anderes Wort für Guetzli? Mit Kirsch ist Schnaps gemeint? Noch herzliche Glückwünsche nachträglich.

    Verdure in barchetta: Sehr lustig, so eine Musiktaste zwischendurch.

  7. Für’s Script-Girl würde ich mich schon melden, aber ich sehe, du willst dich drücken.
    Muss der Rand einmal umgekrempelt werden, bevor man ihn zwischen beide Finger drückt und dann mit dem Messerrücken eindrückt?

    (Was macht ein Script-Girl eigentlich? Das klingt wie in einem Saloon, wo die Girls in Cowboystiefeln Whisky servieren und dann gibts eine Mordsschlägerei. Wo Sesseln in den schönen Spiegel gedroschen werden und selbst zu Brennholz zersplittern. Du siehst, ich hätte sogar schon eine Rahmenhandlung zur Wähe! :-) )

  8. @Aniko: Sonne im Gegenlicht, Schatten mit Blitz aufgehellt. Mein Küchenfenster liegt halt so. Bald ist der event um, da findest Du jede Menge Tartes.

    @Poulette: hab inzwischen die Quarkversion auch noch probiert, die war saftiger, leicht quarkgrisseliger aber insgesamt hat uns die Bechamelversion besser gefallen. Kommt irgendwann auch.
    Guetzli ? cookies, Plätzchen oder in welcher Sprache möchtest Du das wissen ?
    Schreckmümpfeli: Eine Ableitung von Guetnachtmümpfeli, eine kleine Süssigkeit, zB ein Pralinée, die man zum bessern Einschlafen schleckt. Schreckmümpfeli heissen Kurzgeschichten, die Nachts im Schweizer Radio erzählt werden, mit schauerlichem Inhalt, so dass man garantiert wach bleibt.

    @entegut: führen am Set von Filmproduktionen während der Dreharbeiten Aufzeichnungen über alle Details in Bezug auf das Licht, die Länge einer Einstellung, die Bewegungen der Schauspieler/innen, die Kameraeinstellungen, die verwendeten Objektive und Filter, die Klappennummern und das Filmmaterial. Ausser Schreiben muss man nichts können.
    Ernsthaft: Überstehenden Rand umkrempeln, mit Zeig und Mittelfinger eine Delle in den Rand drücken, dann mit dem Messerrücken eine Vertiefung in den Teigrand zwischen den Fingern anbringen, Blech zwei Fingerbreit drehen.

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