Nashi

Nashi im Schutzhäubchen
Nashi im Schutzhäubchen

Im Türkenladen bin ich an eine mir bislang unbekannte Frucht geraten, die Frucht von zartem Hellgelb, alles im adretten, aber etwas löchrigen Schutzhäubchen. Chinesische Quitten ?? Erst google und Hedonistin haben Klarheit geschaffen: Chinesische Birnen. Das Fruchtfleisch ist ausserordentlich saftig, Geschmack süss-säuerlich, mehr süss als sauer, wenig Birne, wenig Ananas. Nicht schlecht, aber die Gute Luise ist mir lieber. Und die Tante Luise hatte doch auch ihr Nachthäubchen mit gehäkelten Spitzen. Ich habe die Birnen kurzerhand zu einem Fruchtsalat geschnetzelt und mit Orangen-Wein-Karamell-Sirup aus dem Handgelenk nachgesüsst.

Zutaten
Fruchtsalat für 2 Personen:
2 Nashi-birnen
5 Elf. Zucker
0.5 dl Rotwein
0.5 dl Orangensaft
1 Tlf. Bio-Orangenabrieb

Nashi Fruchtsalat
Nashi Fruchtsalat

Zubereitung
(1) Nashi schälen, Kernhaus entfernen und in Schnitze schneiden.
(2) Zucker mit 1 Elf. Wasser hellbraun caramellisieren, mit Rotwein und Orangensaft ablöschen, Orangenabrieb zugeben und zu einem Sirup reduzieren und über die Früchte giessen.

Anmerkung
Macht sich als saftiger Bestandteil in einem Fruchtsalat sicher nicht schlecht, wäre aber ebensogut durch eine saftige Birne ersetzbar.

17 Gedanken zu “Nashi”

  1. Nashis sind halt schön saftig und haben diesen besonderen Geschmack. Nichts gegen Birnen, für mich einfach eine Sorte mehr.

    Wobei – die in unserem Garten sehen von der Form her aus wie Äpfelchen. Und wachsen ohne Nachthäubchen. :-)

  2. Es geht mir wie dir, ich habe die auch noch nie ‘verarbeitet’ – du hast mich also wieder mal ein Stück weitergebracht! So werde ich auch mal eine kaufen und im täglichen Obstsalat testen :-)

  3. Es geht mir wie dir, ich habe die auch noch nie ‘verarbeitet’ – du hast mich also wieder mal ein Stück weitergebracht! So werde ich auch mal eine kaufen und im täglichen Obstsalat testen :-)

  4. Ich kauf die auch hin und wieder und jedesmal frag ich mich nacher, warum eigentlich? So gut sind sie wirklich nicht. Wahrscheinlich animiert mich ihr Aussehen. Die Idee sie als Dessert zu verarbeiten ist gut:-)

  5. Viel zu riskant, so eine empfindliche Frucht zu kaufen, die würde den Heimtransport sicher nicht überstehen.
    Zum Glück kann ich sie hier anschauen und mir vorstellen, wie sie schmeckt :-) .

  6. Ich hatte mal eine (meine erste und letzte), die war wie interessant verpacktes Wasser, wobei Evian noch mehr Charakter zeigt als dieses Stück Obst damals … seither habe ich die Dinger, die bei mir jeder Supermarkt anbietet wie sauer Bier, völlig aus dem Blickfeld verbannt. Höchstens ein abfälliges Schnauben entlocken sie mir im Vorübergehen. Und dann schreibst du was von einem Geschmack und verunsicherst mich. Ich bin mir aber sicher, damals nicht das weiße Schutznetz probiert und das Fruchtfleisch weggeworfen zu haben. Hm … in einem starken (oder schwachen?) Moment werde ich vielleicht noch einmal eine mitnehmen und schauen, ob ich falsch lag. Irgendwann.

  7. In Berlin gibts die auch seit einigen Jahren in jedem Supermarkt für billig Geld. Meine 2 Versuchskäufe taugten aber auch nix -da muss ich Martina beipflichten- im Obstsalat kann man sie aber bestimmt untermischen.

  8. so so… der gourmet-koch kannte nashis nicht… ich find sie etwas fad im gegensatz zu abate oder so. aber kann man schon essen ;-))) und in diesem nashi-salat bestimmt nochmal so gut!!! schönen sonntag ;-)

  9. @Barbara: die wachsen hier auch ? Du bist aber früh auf.

    @Eva: die Läden sind gegen Weihnachten voll von exotischen Früchten, aber das meiste ist enttäuschend.

    @Stefan: vom Biss her Wassermelone, JA

    @Sebastian: dann sind wir uns ja einig.

    @Bolli: ich bin oft in Feinschmeckerläden, hab aber noch nie welche gesehen, oder allenfalls übersehen. Aber soviele aufs Mal hatte es im Türken market.

    @Heidi: das passiert mir bei Mangos auch immer wieder.

    @Rosa: and the protection net ist something for your cats.

    @Sammelhamster: die muss man eben auf Händen über die Hausschwelle tragen.

    @Martina: lass Dir Zeit und überlegs Dir noch einmal :-)

    @krustologe: etwa als Frischebringer zu Dörrfruchtkompott :-)

    @Ursula: mit Ausnahme meiner Holzbirnen, die nur nach Sperrholz schmecken.

    @nysa: nein, wirklich nicht, deshalb hab ich den Sprung vom Hilfskoch zum Gourmetkoch auch noch nicht geschafft. Bald darf ich schon einen schönen Montag wünschen :-)

  10. Nashis schmecken wie Erdbeeren im Dezember – nach Gurke.
    Was ich aber an der Frucht mag: sie krachen so schön beim Reinbeißen und sind auch saftig, aber geschmacklich sind sie eher fad.

  11. wegen Abwesenheit erst heute:
    Interessant, dass man sie im Türkenladen chinesische Birne nennt, denn in Taiwan heissen sie “Korean Apple”. In Japan sieht man sie eher brauner, in Taiwan und Korea ähnlich wie auf Deinem Bild, es gibt ja viele Züchtungen, wie bei den Äpfeln oder Birnen.
    Du, Martina und andere haben wohl getriebene, weit hergeflogene, erst hier oder auf dem Weg ausgereifte erwischt, weil die frischen knackigen saftigen sooo gut sind, dass man nur begeistert sein kann.
    In Taiwan wurden vor 15 Jahren schöne grosse als Geschenk bei Einladungen mitgebracht, weil recht teuer.

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