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Plain in Pigna, verappenzellert

November 18, 2008
fertige plain in pigna

fertige plain in pigna

Plain in Pigna, der Kartoffelkuchen aus dem Engadin. Daran habe ich mich auch schon in den Anfangszeiten des Blogs versucht. Frau L. geht schon seit einiger Zeit mit der Idee um, unsern derzeitigen Wurstreichtum aus dem Appenzell in den Kartoffelkuchen zu verbacken. Mit Erfolg, ihre Plain in Pigna schmeckte besser, würziger als meine. Ich schiebs auf die Wurst :-)

Im Kabarett treten folgende Würste auf (vlnr), die allesamt im Kuchen endeten:

(1) Gewürzspeck
(2) Landjäger
(3) Alpenklübler (ein kleiner Pantli)
(4) Appenzeller Mostbröckli (geräuchtes Rindfleisch)

Appenzeller Wurstkabarett

Appenzeller Wurstkabarett

Zutaten
500 g festkochende Kartoffeln für Rösti
50 g Gewürzspeck
50 g Mostbröckli
1 Landjäger
1 Alpenklübler (oder Salsiz), ca. 100 g
2 kleine Eier
75 g Weissmehl
0.5 dl Milch
1 mittlere Zwiebel
2 Elf. Sbrinz oder Parmesan gerieben
Salz, Majoran, Rosmarin, Muskatnuss
Butterflöckli

meine Röstikartoffelstreifen

meine Röstikartoffelstreifen

Einrühren von Wurst und Gewürz

Einrühren von Wurst und Gewürz

Zubereitung
(1) Zwiebel hacken und in wenig Butter hellgelb andünsten.
(3) Mehl mit der Milch zu einem glatten Teig rühren, die beiden Eier dazugeben. Die Fleischwürfelchen und die Zwiebeln einrühren, Majoran und Rosmarin zugeben.
(4) Kartoffeln schälen, durch eine grobe Röstiraffel treiben (möglichst lange Streifen) und zum Teig mischen. Teig würzen mit wenig Salz, Muskatnuss und dem Sbrinz.
(5) Den Teig in eine 22 cm Springform einfüllen. Butterflöcklein drübergeben.
(6) 60 Minuten bei ca. 200°C, Schiene 2, backen. In der letzten Viertelstunde auf 230°C (Grill) und Schiene 3 stellen, damit der Kuchen goldgelb überbäckt.

Einfüllen in die Springform

Einfüllen in die Springform

essbereit

essbereit

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27 Kommentare
  1. I love that Grischun speciality! Your version looks very interesting and so good!

    Cheers,

    Rosa

  2. Das ist mal ein Alternativansatz zur Pasta als Restverwertung.

  3. Das wär’s doch, denn Herr D. liebt alles rund um die Kartoffel, aber woher hier diese Mostbröckli und Alpenklübler nehmen bzw Ersatz dafür, wenn man noch nicht mal weiß, wie sie schmecken?? Klasse idee und sieht umwerfend gut aus!

  4. Schön deftig, perfekt für den Hauch Neuschnee heute.

  5. Ja, Barbara, das war auch mein erster Gedanke – ein deftiges Wintergericht, wenns kalt ist und man gerade verfroren von einem Spaziergang kommt.

  6. Deftig, deftig! Nettes Wurstkabinett, ich liebe sowas ja eh!
    Von Kälte und Schnee hier allerdings keine Spur…….

  7. Hübsch verpackt unter einer Käsedecke lässt sich auch die merkwürdigstaussehende Wurst genießen ;-) .

  8. Rättätätääää das ist Entenschmaus!
    Notiert und holt schon Erdäpfel. Ich habe allerdings nur einen Solisten, eine Speckseite im Hause. Haben wir eben weniger zu lachen. Na, in Zeiten wie diesen ….
    Dazu würde ich einen Gelben Muskateller knacken. Wie spät ist es? Zu früh! Apfelsaft, oder Stanglbrunner.

  9. @Rosa: your boyfriend will like it too :-)

    @mipi: die Wurstresten sind mit Bedacht allein für diesen Zweck eingekauft worden.

    @Eva: so ist das halt mit der regionalen Küche, aber Köchinnen wie Du wissen sich da schon zu helfen.

    @Barbara: Neuschnee auf der Wiese ? da muss ich doch gleich mal rausschauen.

    @Nathalie: wird in den Bergen auch sommers gegessen, nach schwerer Arbeit.

    @Bolli: Do wohnst halt in mediterranem Klima oder hast mediterrane Läden ums Eck :-)

    @sammelhamster: da hast Du Recht, dieses Land bietet einige Merkwürdigkeiten.

    @entegut: die Reihenfolge Erdäpfel, Speck, Muskateller wäre richtig gewesen, bald ist abend.

  10. Mmm unwiderstehlich!

  11. Mann oh Mann, sieht das toll aus. Ich wäre jetzt auch essbereit, wie es oben steht. Und für das entchen täte ich doch glatt was singen, dann hat sie einen weiteren Solisten …

  12. Mit gefüllten Weinblättern kann man mich nicht locken (angeborene Abneigung gegen alles mit Hackfleisch gefüllte), aber so ein Kartoffeldingsda … das ließe sich sicher auch schön als Schwarzwaldvariante herstellen, mit allem, was die hiesigen Metzger so zu bieten haben. Oder hessisch, mit ahler Wurst. Und schon muss ich aufhören zu schreiben, weil ich dringend an den Kühlschrank muss! *sabber*

  13. *wow* ich spring gleich in den monitor und hol’ mir ein GROSSES stück :-) ich glaub, das gibt’s diesen samstag in bern (wenn ich koche) … merci!

  14. Ich liebe Kartoffelkuchen! Und das passt auch so richtig zur Jahreszeit. Das ist mal eine Idee für morgen nach der Gartenarbeit …

  15. Klasse! Ein Wurstkuchen! Das muss ich unbedingt nachkochen! Ich hatte bis jetzt nämlich nur einen Hackfleischkuchen im Angebot :-)
    Gruß
    Airportibo

  16. Sieht verlockend aus und wird mal mit hier erhältlichen Wurstsorten versucht nachzumachen.

  17. Anikó Permalink

    Komme von grade von Arbeit und könnte jetzt wirklich ein Stück von dem Kuchen gebrauchen *magenknurr* … Steht wohl leider nur ein paar km zu weit weg ;) Muss wohl selbst ran und backen *g*

  18. @Chriesi: bei ‘Prétôt’ an der Kuttelgasse 3 in Zürich gibts auch diverse gute Räucherwaren.

    @the rufus: Ich müsste Dich hier mal als Gastautor einladen :-) dann fliegen Dir die Enten zu.

    @Martina: ja die linke Seite des Markts am Freiburger Münster hat die genau passende Alternative in Sachen Wurst.

    @ellisillus: aber ja keine Berner Zungenwurst reintun.

    @sunrisedreamer: Gartenarbeit ? brrr, hier regnet es.

    @airportibo: dieser hier gibt mehr Durst :-)

    @Sivie: das sollte in Deutschland als Wurstland wohl möglich sein.

    @Anikó: auf eure süssen pancakes wieder was Gesalzenes ?

  19. Nach deinem herzhaften Gericht steht mir jetzt der Sinn, ich backe gerade eine Ladung Plätzchen!
    So sehen deine Röstistreifen aus – kein Wunder, dass damals mein Rösti nichts wurde!
    Viele Grüße

  20. Super! grad jetzt sollte ich Kartoffeln meiden. Ich glaub das kann ich nicht ganz einhalten. Muss probiert werden. Noch dazu gibts hier Würste in allen Variationen… Klasse!

  21. Die Parade aus Appenzell erweist sich anblicksweise einträchtig bereit für eine ersichtlich leckere Runde – nur wieso ist die Raffel so spiegelblank?

  22. Anikó Permalink

    Die waren ja eher salzig-süß, meine Lieblingskombi. Aber bin eh nicht so eine Süße in der Hinsicht, wenn man mir die Wahl lässt ob süß oder herzhaft, dann lieber was salziges. bin da so ein bisschen untypisch frau ;)

  23. Was man aus Kartoffeln, Käse und Wurst für ein feines Gericht zaubern kann. Ist denn noch was übrig??

  24. @Petra: uns ging es vor zwei Tagen auch so nach dem Plätzchen backen.

    @kulinaria: nach 10 Kartoffelstreifen muss die Reibe zum TÜV.

    @Anikó: wie Frau L.

    @Lavaterra: der Kuchen wurde in 2 Portionen am gleichen Tag bezwungen. Hatte aber grossen Durst wegen Wurst, zur Folge.

  25. ulla Permalink

    Gestern gab es ihn und er war sehr lecker. Bei mir hat er nur 1 Std. bei 190° gebraucht (Heißluft), aber die Herde sind ja verschieden.

  26. Nur zu, lamiacucina – aber ich schätze ich brauche dann ein paar Vorgaben, sonst sieht es hier danach aus, wie bei mir ;)

Trackbacks & Pingbacks

  1. Einsiedler Ofeturli (Käse-Zwiebelkuchen im Kartoffelteig) « lamiacucina

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