Crespelle mit grünen Spargeln

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Früher oft und gerne gegessen, Crespelle (Crèpes) Päcklein mit grünen Spargeln. Mit hauchdünnen Crèpes werden sie einmalig zart. Gefüllte Crespelle mach ich sonst mit einem Eierteiglein, ohne Mehl. Aber weil Herr D. die Crèpes der Frau D. über alles liebt, und sie im Hause D. öfters auf den Tisch kommen, wollte ich unbedingt mal über den Hag fressen und die Crèpes der Frau D.  nachbacken. Das Rezept von Eva stammt von ihrer Crèpestorte mit Orangenrahm. Versehen mit Evas Ratschlägen, wie die Dinger so fein hinzukriegen sind, fällt mir ein, dass ich im Speicher noch den Laferschen Crèpesmaker eingemottet habe. Eines dieses für den Alltag so nützlichen Küchengeräte. Gesagt, getan, Gerät gesucht, aufgefunden und entstaubt, Teig angerührt. Und los von Rom. Crèpes im 4 Minutentakt. Bloss dass hier kein Herr D. sitzt, der sie laufend entsorgt. Nach 21 Stück war Ende (5 weniger als Eva). Plus ein dicke Omelett, systembedingt. Ganz untauglich ist der Lafer also doch nicht.

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Zutaten
für den Teig:
300 g Mehl
500-600 ml Milch
200 ml Halbrahm (25% Fett)
4 Eier
50 Gramm Butter, flüssig
1 Prise Salz (L: 1 Tlf.)

für die Füllung:
ein kleiner Bund dünne, grüne Spargeln
5 dl Béchamelsauce, unter Verwendung des Spargelwassers angerührt
40 g Parmesan gerieben und etwas mehr zum aufstreuen

Guter Mond, Du gehst so stille
Guter Mond, Du gehst so stille
Stapel 5 cm hoch
Stapel 5 cm hoch

Zubereitung
für den Teig:
(1) Die Zutaten für den Crêpes-Teig gut miteinander verrühren, durch ein Sieb streichen und zugedeckt gut 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
(2) Aufgeheizte Backplatte des Gerätes 4 Sek. kopfüber in den Teig tauchen, Ganz wenig rütteln, senkrecht hochheben, umdrehen, abstellen und 2 Minuten lang ausbacken. Mit Hilfe des Spatels drehen, zweite Seite 1 Minute backen. Der nächste bitte. Alternativ: Butter erhitzen und aus dem Teig möglichst dünne Crêpes (mit einem Durchmesser von 18-20 cm) backen. Die Crèpes auf einen Teller schichten und mit einem Deckel mit Rand abdecken, damit sie nicht antrocknen. Ich habe sie über Nacht gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.

Grünspargelstücke
Grünspargelstücke
Fülle und Hülle
Fülle und Hülle

für die Fülle:
(3) Spargeln waschen, Enden abschneiden, halbieren und im Dampfsieb über 2 dl Wasser knapp garkochen. Abschrecken in kaltem Wasser und gut abtropfen lassen. Das Dampfkondensat (Spargelwasser) auf die Hälfte einkochen. 5 Spargelspitzen reservieren.
(4) Inzwischen eine Bèchamel zubereiten, Grundrezept hier, einen Teil der Milch durch das aufkonzentrierte Spargelwasser ersetzen und den Parmesankäse zugeben.
(5) Die Spargeln in Stücke schneiden und mit 3 dl der Béchamel mischen. Je 2 Elf. der Fülle auf ein Crèpe geben, zwei gegenüberliegende Seiten einklappen und zu einem Päckchen oder einer Rolle formen.
(6) In eine gebutterte Gratinschale schichten, mit der restlichen Béchamel übergiessen, ein paar Spargelspitzen dazulegen, mit etwas Parmesan überstreuen und im auf 220°C vorgeheizten Backofen ca. 25 Minuten überbacken.

Anmerkung
Danach waren die Spargeln alle und immer noch 11 Crèpes auf Halde.

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38 thoughts on “Crespelle mit grünen Spargeln”

  1. Hier sitze ich nun und lache schon am frühen Morgen schallend vor dem PC! :-)
    Das hast du so toll geschrieben…klasse!
    Herr D. als Pfannkuchenessmonster….:-):-):-)

    Und damit der Herr D. nicht vom Fleisch fällt (das wäre ja zu schrecklich)werde ich bald mal wieder Crespelle mit deiner Spargelfüllung machen, die klingt nämlich auch überaus lecker!

  2. Der Crèpesmaker ist bei mir noch immer die Pfanne. Damit bekomme ich leider keinen so gleichmässigen Stapel hin, aber ich übe ;) Die Füllung aus Bechamel und Parmesan klingt gut und muss probiert werden.
    Aus den Resten gibt es bei uns oft Pfannkuchensuppe.

  3. Den Crepesmaker hatte ich auch einmal, er war aber nicht mein Ding- deshalb kam er weg.
    Den Teig werde ich mal ausprobieren, allerdings verringerte Menge, dafür aber mehr Spargel!

  4. in einer beschichteten Pfanne geht’s auch und ich habe bei den Franzosen noch nie so ein Crêpesmaker gesehen…..

    Für den Rest, mache doch die Plinsen, einfach nur mit Butter ( weich!) und Zucker und Zimt bestreichen, einrollen und ab in den Ofen, dazu dann Eis oder Kompott….Oder eine Torte, Crème dazwischen und Erdbeeren.

  5. wieso verbrennst du dir nicht die finger, wenn du das heisse trumm kopfüber in den teig tauchst? das wäre nix für mich. darf man das nicht mit irgendeinem spatel auch umgekehrt direkt auf die platte streichen?

  6. Das klingt nach einer Aufgabe für meine heißgeliebte Crêpes-Pfanne ;o)
    Da mein Mitesser ja leider jegliche Aufnahme von Spargel verweigert, muss ich mir für ihn nur noch eine andere Füllung einfallen lassen

  7. Schon wieder sowas Göttliches!!! *lach*
    Ich liebe es ja, Palatschinken zu machen – diese Fülle ist jedoch außergewöhnlich und speziell und köstlich und edel! *freu*

  8. Lecker! Mit den restlichen Crepes könntest Du doch Frittatensuppe machen. Hier werden sie immer mit Lauch gefüllt, ähnlich wie mit dem Spargel, und dann überbacken.

  9. Ich habe zwar vor nicht allzu langer Zeit gefrühstückt, aber da krieg ich doch gleich wieder Hunger. das sieht so leicht und köstlich aus.

  10. @Rosa: Danke, very gschmackig.

    @Eva: das hab ich bei Dir gelesen, alles abgeschrieben :-)

    @Alin, der Teig muss dünn sein und es darf nur die minimale Menge in die Pfanne.

    @Ursula: früher haben wir die Crespelle in unterschiedlichen Füllungen immer bei Peck in Mailand eingekauft und taschenweise nach Hause getragen. Mein Rezept ist denen nachempfunden. Mehr Spargel hätte ich auch gerne genommen, aber die Spitzen dienten für etwas anderes.

    @sammelhamster: zu spät. Nutella wäre aber auch keins da gewesen.

    @Bolli: es waren noch kleine Artischocken da, damit hab ich den Rest befüllt.

    @katha: das Ding hat einen Stiel wie eine Bratpfanne. Umgekehrt geht nicht, der Teig wird durch die Hitze sofort fest. Das geht nur zum Ausbessern von Löchern.

    @steph: mit Artischocken sind sie auch gut, Peck/Milano hat noch Lachsfüllung und Ricotta/Spinat im Angebot.

    @Elisabeth: Béchamel ist nichts aussergewöhnliches, durchaus von dieser Erde, was aber noch lange nicht heisst, dass es eine Mehlpampe sein muss :-)

    @nina: mit Lauch würde mir auch schmecken und das dicke Schlussomelett wanderte in eine Frittatensuppe :-)

    @april: immer erst nachsehen was es hier gibt, bevor Ihr frühstückt :-)

  11. Das schönste Bild ist das, wo der Teig seitlich über den Crepesmaker runtertröpfelt. Außerdem beneide ich Frau L.

  12. hach, das könnte ich jetzt auch gut vertragen statt meinem köchelnden Kartoffelsüppchen :-) Kannst Du das Gerät nochmal im ganzen zeigen, kann es mir irgendwie nicht wirklich vorstellen, mache Palacsinta immer nur in der Pfanne :-)

  13. Crespelle! Das habe ich schon ewig nicht mehr gemacht. Eigentlich esse ich die sehr gern… wahrscheinlich war ich ohne Crepesmaker einfach eine faule Socke und habe die Arbeit gescheut.

  14. Ich übe wie Alin immer noch mit der Pfanne, so dünn werden sie da nicht werden. Die Füllung klingt dafür richtig umwerfend! Ich würde wohl einen Galette-Teig verwenden.

  15. @Buchfink: beneiden ? Frau L. würde mich gerne gegen jemanden eintauschen, der nicht bloggt.

    @Anikó: siehe Bilder hier
    Crepes-Maker

    @kochschlampe: mit Pfanne ist es gleich viel Arbeit.

    @rike: Eva macht sie in der Pfanne ebenso dünn.

  16. Nein … ich folge jetzt nicht dem hinterhältigen Produktlink!
    Ich übe weiter in der normalen CrepesPfanne

  17. @Weinnase: da ist nichts genial, einfach zusammenrühren.

    @tristezza: das kannst Du auch !

    @kochundbackoase: das Gerät ist bei uns nicht ohne Grund in den Speicher gewandert, und wer auch möchte und genug Platz im Speicher hat, kann erst bei ebay nachsehen. Die hats dort sicher zuhauf :-)

  18. @Robert: Die Menge ist nicht das Problem. Das Schwenken, Buttern, Temperatur anpassen. Aber vorallem das schnelle Schwenken macht mir vorallem zum Ende hin Probleme. Aber es wird.

  19. Boh, da kommt Neid auf – ich schaff das nicht mit den dünnen Pfannkuchen. Das muss immer mein Mann machen! Die können das anscheinend eh besser – Eva mal ausgenommen!

  20. Ich gebe zu, auch wir beherbergen Verwandte des Crepesmaker in den Tiefen unsres Kellers: die Flotte Lotte, die Keimbox für Sprossen, die Yoghurtmaschine meines significant others-alles supernützliches Spezialgerät, leider gehts auch ohne! Bei Lektüre Deines Rezeptes überkam mich das schlechte Gewissen;muß mal wieder was damit arbeiten, vielleicht eine passierte Yoghurtsuppe mit Sprossen oder so…

  21. @Heidi: mit Schinken, ei das wäre auch was gewesen. Danke. Sorry, bist im spam gelandet.

    @Alin: wenigstens das einbuttern entfällt bei mir.

    @einfachguad: das geht ja auch eher ins Heimwerkerische :-)

    @lavaterra: wir liegen südlicher als Münschen, da wirkt die Erdrotation stärker :-)

    @kulinaria: abschlecken tut man die heisse Pfanne nur einmal :-(

    @Elisabeth: ich weiss diese einfachen Dinge zu schätzen :-)

    @duni: oder wir richten einen Ausleihedienst für solch nützliche Geräte ein. Auch hier gibts eine Keimbox, eine Lotte, nur die Yoghurtmaschine fehlt.

  22. Palatschink noch einmal, sind das aber schöne französische Brüderchen!

    Und wie sie in der Pfanne Seite an Seite auf Tuchfüllung liegen. Nur so ein dünner Spargel als Aufpasser. :-)

  23. Das sieht ganz toll aus und ich würd liebend gern zum Essen vorbeikommen, obwohl mir das Lob heute ein wenig schwerfällt. In einem Deiner vorherigen Beiträge erwähntest Du nicht gerade rühmend einen gewissen Johannes Lafer. Das traf mich schon ein wenig, aber dachte mir, wenn der Name falsch geschrieben wird, kann nicht soviel Wissen über ihn vorhanden sein.
    Der ins Mark treffende Satz über meinen Kochliebling aller Kochlieblinge, dass er so ganz untauglich doch nicht sei, wirft mich völlig aus der Bahn. Denn, das ist das Einzige, was ich an ihm nicht so toll finde: Die Vermarktung von überflüssigen Kochutensilien. Ich versteh die Welt nicht mehr.

    Lukaß Rosenbladt ist doof!

    1. @Poulette: als ich noch jung war, Lafer noch kochte, und ich noch fernsah, hab ich öfters zugeschaut. Als ich dann älter wurde und Lafer zum TV-Unterhalter mutierte, war das einer der Gründe, mit fernsehen aufzuhören. Nein, fressack kennt ihn besser und hat eine hohe Meinung von ihm. Dass ich ein solches Utensil besitze, muss unter dem Kapitel Jugendsünden abgehakt werden.

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