Gratin Dauphinois

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Da wir immer wieder mal nach dem Rezept des Gratin Dauphinois von Frau L. gefragt werden, habe ich mir die Mühe gemacht, ihre Version des an sich so einfachen und so allbekannten Kartoffelgratin Rezepts genau aufzuschreiben. So gut, zart und cremig wie hier zuhause schmeckt er nirgendwo. Das muss doch einen Grund haben.

Zutaten
Beilage für 2 Personen
300 g festkochende Kartoffeln, gute Kartoffeln versteht sich
0.5 dl Halbrahm 25% Fett
1.5 dl Milch und etwas mehr zum nachfüllen
2 Elf. Sbrinz, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe gepresst
1/2 Tlf. Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Butter zum ausbuttern der Form

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Zubereitung
(1) 1.5 dl Milch, den Rahm, die Gewürze mit dem gepressten Knoblauch in eine beschichtete, grosse Bratfanne vorlegen und leicht erwärmen, bis der Käse gelöst ist.
(2) Kartoffeln auf dem Gemüseschneider in 2 mm feine, gleichmässige Scheiben direkt in die Flüssigkeit in der Bratpfanne schneiden. Die Kartoffeln mit der Flüssigkeit mischen, so dass jede Kartoffelscheibe benetzt wird.
(3) Die Kartoffelmischung aufkochen und bedeckt 5 Minuten sanft köcheln lassen.
(4) Flache Gratinform ausbuttern. Die vorgekochte Kartoffelmischung einfüllen, mit wenig Milch bis zur obersten Schicht der Kartoffeln auffüllen.
(5) Im auf 180°C (U/O-Hitze, Schiene 1) vorgeheizten Ofen 30-35 Minuten backen.

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41 Gedanken zu “Gratin Dauphinois”

  1. Dr Zyt vorus.

    Köstlich und au so – ohni wiiteri Biilag – dr absoluti Gnuss. Dagge firs Rezäpt!

    P.S. I ha no e Froog gschtellt bi/zu de Strisce all’uccelletto

  2. So hab’ ich das noch nie zubereitet – das wird ausprobiert!

    Was geht an Stelle von sbrinz, falls ich den nicht bekomme? Parmesan oder was??

  3. So habe ich auch noch nie ein Gratin gemacht, interessant. Jedenfalls kann die Konsistenz auf diese Weise nur gleichmässig werden.
    Ich finde es immer sehr heikel, beim Gratin mit neuen, festkochenden Kartoffeln zu arbeiten, werd’s aber nochmal ausprobieren.

  4. @Basler Dybli: habs beantwortet, danke fürs Erinnern.

    @Eva: im originalen Gratin Dauphinois aus der Gegen von Grenoble (Dauphiné) hat es keinen Käse. Frau L. tur wenig Sbrinz, ersatzweise jungen Parmesan oder Greyerzer als Aromageber, hinzu. In Savoyen nimmt man keinen Rahm, dafür lokalen Hartkäse.

    @Franz: wir haben ihn mit alten Kartoffeln gemacht.

    @Rosa: es geht auch einfach, wenn die rechten Leute in der Küche stehen.

    @barcalex: ich schreibe bei den Zutaten meist Parmesan weil man ihn ausserhalb der Schweiz kaum findet, und verwende Sbrinz. Ein perfekter Parmesan ist unvergleichlich, aber ein perfekter Sbrinz schmeckt besser als 95% der Parmesanproduktion. Muss mal darüber was schreiben.

    @Nathalie: nur wenig Käse, kein Gratin savoyarde.

  5. na na na, im Dauphinée wird man da aufschreien….Nenn’s bitte Gratin Lilli oder so!

    Ich kann hier nur die Original-Miclkochversion zubereiten, denn mein Mitesser hasst Rahm etc.

  6. Für mich eine neue Zubereitungsweise von Kartoffelgratin, nahm immer ungekochte, die dann seeeehr lange im Ofen bleiben mussten. Die Methode hat was, wird notiert.

  7. jetzt mach ich seit 20 jahren oder so mein kartoffelgratin und dachte es waer gut, jetzt kommst du mit frau L.s besseren version, super, leuchtet ein das vorkochen. danke.

  8. Mmh, ich mache meines so ähnlich, nur dass ich die Form nur mit dem Knobi ausreibe und komplett Sahne verwende. OK-es ist Parmesan drin, dafür guter vom italienischen Feinkostladen, der hat ganz guten. Die Klassiker kommen so oft zu kurz, könnte ich eigentlich auch mal wieder machen!!

  9. Genau, seit ich die Kartoffeln vorher in der Sahne/Milchmischung kurz aufkoche schmeckt mir der Gratin wesentlich besser, denn die Konsistenz ist einmalig.

  10. Sieht lecker aus, aber Originalrezept ist das soweit ich weiß nicht. Mehlig kochende Kartoffeln gehören rein, und kein Käse, nur der Rahm, etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer, Muskat würde ich sagen..
    LG, Alex

  11. @Bolli: im Dauphinée müssen sie sich erst mal auf ein Rezept einigen.

    @Erich: ist wie Tag und Nacht.

    @sammelhamster: endlich jemand, der sich um mich sorgt :-)

    @the rufus: solange Du selber hinter dem heissen Grill stehst, werde deine Kalorien schon verbrannt.

    @katha: Fernsehen vor dem Frühstück ist wirklich nicht gesund.

    @karine: Frau L. hats auch nicht erfunden, macht es seit 40 Jahren einfach so.

    @Elisabeth: ich nehm Dir deine Fleischportion schon ab :-)

    @Claudio: in der Tat drohen unter dem Regime der eidgenössischen, realen Planwirtschaft in der nächsten Zeit einige Sorten zu verschwinden. http://www.vielfalt-fuer-alle.ch/home-de.xhtm
    Gut ist Lörrach (D) nahe.

    @Schnick Schnack Schnuck: auch zum rohessen, nicht nur als Reibkäse.

    @rike: nur Sahne nehmen wir nicht mehr, das gibt beim Gratinieren bei uns eine zu dicke Haut.

    @Vanille: solange ich nicht sage, dass wir den Gratin erfunden haben :-)

    @Johannes: Auch in besten Restaurants bringen sie ihn nicht besser hin.

    @Ulla: viele, wie Du wussten das schon, und wers nicht wusste, weiss es jetzt.

    @Mestolo: ausser dem da http://lamiacucina.wordpress.com/2008/01/16/gratin-di-patate-mele-e-salvia/ :-)

    @Alex: das stimmt was Du sagst, aber wir lieben es doch, auch “Originale” zu verbessern :-)

  12. Hier im Norden, :), sind Kartoffeln ja weit verbreitet! Aber trozdem esse ich sie in jeder Form, bis auf Kartoffelsalat mit Majo, für mein Leben gerne. Das Gartin sieht fantastisch aus.

  13. Hervorragend,besonders die Verfahrenstechnik!
    Jetzt nur noch eins was mich beim Gratin savoyarde
    immer gestört hat: dass der Käse solange gekocht wird.
    Also,könnte man nicht die Kochphase in der Pfanne
    (ohne Käse, mit Deckel) entsprechend verlängern und den Käse später, “schichtenweise” zufügen?

  14. Habs probiert. Das beste Gratin, das ich je gegessen habe, und dabei das simpelste mit den wenigsten Zutaten (die aber hochwertig!). Es ist eben doch so: manchmal ist weniger mehr. Danke, dass dieses Rezept online steht :-)

  15. Pingback: Anonym

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