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Kalbssteaks mit links

Kalbssteaks mit links 0_2009 05 28_0430

Frau L. möchte auch wieder mal in die Küche, wer könnte das nicht besser verstehen als ich, der ich mich nach 3 Tagen Blogentzug gänzlich unpässlich fühle ? Frau L. kocht mit der linken Hand und ohne Rezept, ich leihe ihr meine rechte Hand, enthalte mich als unlängst frisch gebackener gentleman zu ihrer Verwunderung jeden Kommentars, kein willst du nicht, kein soll ich nicht, ihr Wille geschehe, und er geschah. Der Pesto hats jedenfalls zu meinem Erstaunen gut überstanden (200°C hätte auch gereicht) und ergab eine mild-aromatische Sauce. Ein einfaches Gericht, Alltagsküche, gut ofenfertig vorzubereiten, wenn man kurz vor Mittag noch in die Therapie aufgeboten ist. Kochen ist auch Therapie.

Zutaten
Hauptgericht für 2 Personen
4 Kalbssteaks zu etwa je 70-80 g, geht auch mit Schweinsfiletsteaks
Bratbutter
gute Butter zum Ausfetten der Platte
ein Schuss Weisswein
4 kleine Scheiben Rohschinken
1.5 dl Rahm
2 Elf. Pesto genovese
1 Tlf. gestr. Maizena
Salz, Pfeffer, Herbes de Provence
2 mittlere Tomaten halbiert

Kalbssteaks mit links 0_2009 05 28_0424

Zubereitung
(1) Steaks kalt abspülen, mit Küchenpapier gut trockentupfen. In einer unbeschichteten Pfanne die Bratbutter richtig heiss werden lassen, die Steaks 5 Sekunden in die Pfanne legen, wieder hochheben, damit sie nicht ankleben, danach je eine Minute auf jeder Seite anbraten. Herausnehmen, erkalten lassen. Fett abgiessen und Pfanne mit Küchenpapier trockentupfen. Fond mit wenig Weisswein aufkratzen, aufkochen und später zur Sauce geben.
(2) Steaks pfeffern, je nach Rohschinken noch ganz leicht salzen, mit dem Rohschinken umwickeln.
(3) Inzwischen die Sauce zubereiten. Rahm, Pesto, Maizena und der aufgekratzte, abgesiebte Bratfond mit dem Handmixer kurz aufmixen.
(4) Gratinplatte einbuttern, mit der Sauce ausgiessen, Fleischpakete hineinlegen. Die 4 Tomatenhälften einlegen, mit wenig Herbes de Provence und Salz würzen.
Die Gratinplatte kann bis zu diesem Schritt vorbereitet werden.

(5) Ofen auf 220°C (U-/O-hitze, mittlere Schiene) vorheizen.
(6) Gratinplatte einschieben, 15 Minuten gratinieren.

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Kategorien:Fleisch /Carne
  1. Juni 25, 2009 um 06:23 | #1

    Links hat seine Staerken und dies ist nur eine davon!

  2. Juni 25, 2009 um 06:51 | #2

    na also, geht doch auch mit links!

  3. Juni 25, 2009 um 06:55 | #3

    Welcome back, Frau L.!
    Lassen Sie sich nicht nerven. Zur Not reicht auch ein Arm und Sie schmeißen Ihren Mann aus der Küche, wenn er nervt. Ich spreche aus Erfahrung. (Das schaffen Sie mit links.)

  4. Juni 25, 2009 um 07:05 | #4

    Lecker! Das sieht so gut aus!

    Grüsse,

    Rosa

  5. Juni 25, 2009 um 07:26 | #5

    Fürs Pfannen und Töpfe wuchten kann man die Männer schon gut gebrauchen, auch ohne Armeinschränkungen ;-)

  6. Eva
    Juni 25, 2009 um 08:16 | #6

    Und ob Kochen Therapie ist!! – Und als umgelernte Linkshänderin (damals noch die ’schlechte’ Hand) weiß ich das alles mit links geht!

    Was bei dir nicht so einfache Alltagsküche ist…bei mir ist das was ganz anderes: sehr, sehr lecker!!!!

  7. Charlotte
    Juni 25, 2009 um 09:01 | #7

    Ein feines Essen, sieht gut aus und dann auch noch Alltagsküche :-) bei Dir.

    Schön, daß es Frau L. wieder etwas besser geht und sie vom „gentleman“ (der Link funktioniert bei mir nicht) kommentarlos unterstützt wird.

  8. Juni 25, 2009 um 09:06 | #8

    Prima Rezept, werde heute Abend meine FrauDSL damit überraschen. Die wird Augen machen…

  9. Juni 25, 2009 um 09:19 | #9

    Wunderbar! Nimmst Du eine Pfanne aus rostfreiem Stahl oder normalem? Bei der normalen funktioniert es iO, bei meiner Inox backt Fleisch immer an, deshalb nur für Gemüse. Falls Deine rostfrei ist, was machst Du gegen das Anhocken, nebst dem erwähnten Anheben?

  10. bee
    Juni 25, 2009 um 09:21 | #10

    Ein recht pfiffiges Rezept, das geht ja auch nur mit links ;)

    Für die Saltimbocca-Note winke ich der Frau L. mit dem Salbeisträußchen.

  11. Juni 25, 2009 um 09:48 | #11

    @kitchenroach: wenn frau Rechtshänderin ist, gilt das nicht.

    @Bolli’s Kitchen: wenn ich ihr unter die Arme greife schon.

    @Nathalie: Frau L. weiss sich schon durchzusetzen, den Kampf um die Küche werde ich längerfristig verlieren.

    @Rosa: Danke, schöne Dampferfahrt.

    @sammelhamster: an das Wuchten und Stemmen hab ich mich seit frühester Ehe gewöhnen müssen.

    @Eva: dass es hier Fleisch gab, war allerdings aussergewöhnlich.

    @Charlotte: der link geht bei mir ?

    @DerSilberneLoeffel: hoffentlich mag sie es.

    @Erich: das war eine wmf-Inox, heiss muss sie sein, dann sollte Fleisch, wenn mans kurz anhebt, nicht ankleben. Ich sehe keinen Unterschied zwischen inox und rostenden Pfannen, habe meine rostenden Pfannen jedoch nicht inertisiert, sondern putze sie als reinlicher Schweizer reinlich aus :-)

    @bee: Danke für den Salbeigruss, der Schinken war zum Schutz des Fleisches gedacht.

    • Juni 26, 2009 um 09:43 | #12

      Danke. Meine Rostende putz ich natürlich auch immer, ab und an sogar mit Stahlwatte, öle sie darauf leicht ein, damit sie nicht wegrostet; Fleisch brennt nie an. Bei der Inox, wie gesagt, immer. Werde es mit „heiss“ und „anheben“ versuchen.

  12. Buchfink
    Juni 25, 2009 um 11:36 | #13

    Dass Kochen auch Therapie ist, wissen wir doch alle. Aber das Schneiden der Tomaten nur mit links war sicher nicht ganz einfach, ich spreche aus leidvoller Erfahrung.

  13. Charlotte
    Juni 25, 2009 um 12:31 | #14

    @lamiacucina: jetzt klappt es auf einmal mit dem Link! Ich hatte es etliche Male versucht, sonst hätte ich nicht darauf hingewiesen. Also, alles in Butter.

  14. Juni 25, 2009 um 14:53 | #15

    schön weiterüben bezügl. gentleman ;-) . ich setze all mein (hüft)Gold auf Frau L., die mit links ein paar wirklich gut aussehende kalbssteaks verbraten hat.

  15. Juni 25, 2009 um 15:22 | #16

    Fleisch, und das so zubereitet genau mein Geschmack. Anmerkung zum Gentleman: Das finde ich einfach herrlich, sehr gut geschrieben dort. Schön das es so etwas gibt und lieber Robert keine falsche Bescheidenheit, ist doch sehr schön wenn Dich jemand als solchen bezeichnet. Ich jedenfalls freue mich darüber!

  16. Juni 25, 2009 um 15:46 | #17

    Solch ein Kalbssteak könnte ich jetzt auch knabbern. Ein – zwei Scheiben Baguette dazu, um den Satz in der Pfanne zu tunken. Lecker!

  17. Juni 25, 2009 um 16:25 | #18

    Sie wird es nich mögen – sie wird es lieben ;-)

  18. Juni 25, 2009 um 19:55 | #19

    @Buchfink: ja es dauert, aber es geht trotzdem voran, wir kriegen das wieder hin.

    @Charlotte: ich habe nichts verändert. Gut so.

    @Ellja: nicht einfach, in meinem Alter noch gentleman zu werden :-)

    @Johannes: ich mich auch, drum der link :-)

    @Chefkoch Andy: da hatte Frau L. ganz andere Intentionen.

    @Der SilberneLoeffel: hoffentlich tröstet sie das über den Jägerbraten hinweg.

  19. Juni 25, 2009 um 20:24 | #20

    Basel ist wohl eine Reise wert. ich wusste gar nicht, dass es dort so schön ist. Falls du den „Basler Dybli“ kennst, bitte liebe Grüße ausrichten. Kompliment an Frau L. für ihr schönes Essen.

    • Basler Dybli
      Juni 25, 2009 um 21:02 | #21

      @ Buntköchin: Danke für die lieben Grüsse. P.S. Basel ist tatsächlich und immer eine Reise wert. Alles weitere via Mail.

      @ lamiacucina: Heb kai Sorg! Di kulinarisch hochstehende Blog mutiert nit zu nere Gruessbörse! ;-)

  20. Juni 25, 2009 um 20:45 | #22

    Mann oh Mann und ich bekomme hier und da und überall Nichts mehr – *saftel-saftel-geifer*

  21. Poulette
    Juni 25, 2009 um 22:59 | #23

    Lecker! Schön zu hören, dass Frau L. wieder anfängt in der Küche zu werkeln.

  22. Juni 26, 2009 um 03:48 | #24

    Aber wozu denn immer Maizena? Einfach nichts abseihen und es klappt auch so ;-)

  23. Juni 26, 2009 um 07:23 | #25

    @the rufus: und eben schriebst Du noch unter
    Doppelleben wie gut es Dir gehe.

    @Poulette: finde ich auch gut, das entlastet mich.

    @kulinaria: die Bindung, wir sind uns eben sehr verbunden.

    • Juni 26, 2009 um 07:44 | #26

      So schnell kann’s gehen im Leben, aber was sage ich … Und Frau L. schon wieder so einigermaßen am Damm – viele liebe Grüße auch an sie.

  24. Juni 26, 2009 um 08:48 | #27

    Ich sollte vielleicht auch mal probeweise den rechten Arm still legen, damit mir solch ein köstliches Mahl gelingt.

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