Stielmangold vom Blech

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Was uns vor ein drei Wochen so sehr gemundet hat, Radicchio und Chicorée vom Blech, wird heute noch einmal geübt: mit einem jungen, kompakten Krautstielbusch. Die vordem grünen Blattränder werden unter der Gluthitze des Ofens etwas dürr, das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch. Für Bitterfeinde könnte dieses Gemüse vielleicht noch besser geeignet sein.

Zutaten
Beilage oder Vorspeise für 2 Personen:
1 kompakter Mangoldbusch (oder Pak Choy)
3 Thymianzweige
2 Knoblauchzehen
3 Elf. Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Tlf. Puderzucker

für die Vinaigrette:
1/2 Biozitrone
1 Rippe Stangensellerie
1 Tomate
50 ml Gemüsefond
4-6 Taggiasca Oliven
2 Elf. Olivenöl extra

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Zubereitung
(1) Den Backofen und darin ein Backblech auf 200°C vorheizen (O-/U-hitze). Das Gemüse putzen und längs halbieren oder voierteln.

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(2) Olivenöl auf das heisse Backblech geben, Mangold mit der Schnittfläche nach oben auf das Blech legen, mit Salz und Pfeffer würzen. Thymian und angequetschten Knoblauch zugeben und ca. 12 Minuten im Ofen rösten. Mit Puderzucker bestreuen, wenden und weitere 10 Minuten rösten.
(3) Inzwischen die Sauce zubereiten: dafür die halbe Zitrone abreiben und entsaften, Sellerie und Tomaten waschen und fein würfeln.
(4) Zitronensaft und Gemüsefond auf das heisse Blech giessen. Das Gemüse eine gute weitere Minute darin schmoren lassen, dann aus dem Ofen nehmen. Das Gemüse auf Teller geben, den Schmorfond in einen kleinen Topf giessen und aufkochen. Den Topf vom Herd ziehen, Zitronenabrieb, Tomaten, Sellerie und Oliven sowie Olivenöl hinzugeben, verrühren, die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und neben oder über das Gemüse anrichten.

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28 Gedanken zu “Stielmangold vom Blech”

  1. Superlecker, superbunt, superknackig – und schon wieder Puderzucker, köstlich! *schmatz* Oh, verzeih… :-)

  2. Einfach lecker und viel zu selten gegessen!

    @Rosa: Don’t wanna be a wiseguy but it’s chard or spinach beet. Anyway pakchoi is delicious, too.
    rg Peter

  3. @kochschlampe: mit bitter meinte ich Radicchio und Chicoree.

    @mein Ideentopf: jedenfalls etwas Grünes ;-)

    @Sammelhamster: ich freu mich auf das nächste Fleisch.

    @Claus: ist aber nicht von Ducasse.

    @Rosa: den kannte man hier früher überhaupt nicht.

    @Elisbeth: wir sind doch unter uns, da ist schmatzen erlaubt.

    @Buchfink: den Magen füllts weniger, dafür muss man noch einen Schokoriegel nachschieben.

    @Jutta Loorbeerkrone: nach Ostern Diät ? ich dachte immer die mache man vorher ;-)

    @SchnickSchnackSchnuck: dafür hab ich den Strunk geviertelt, dass auch der gar wird. Aber bis er gar ist, sind die Blätter braun.

    @Peter: Mangold treffe ich aber in Blogs sehr häufig an, Food-Blogger sind Mangold-Esser !

  4. @ SchnickSchnackSchnuck: ich mach sehr gern ofengemüse, und zwar so wie hier (runterscrollen) – und da hat sich bewährt, den radicchio (den ich meistens dazu verwende) mit alufolie abzudecken. ich nehme an, das geht auch beim mangold – einfach den zarteren teil abdecken, dann ist der geschützt während der strunk nachgart. schaut wunderschön aus, wird glaub ich am ostersonntag als beilage nachgebaut!

  5. Das die neue Modefarbe greige so schnell Einzug in die Küchenwelt erhält, hätt ich nicht gedacht. Tres chic!

  6. Mir gefällt die etwas andere und schnelle Zubereitungsart (nicht als Spinatersatz oder als Einwickelmedium) … welche Variante (Chicoree etc./Mangold) hat Euch denn besser gemundet?

  7. @queenofsoup: die Alufolie ! nachher ist man immer klüger.

    @Poulette: ich kenn nur grunge, ist das dasselbe ?

    @Susa: ohne statistische Gewähr, aber food-blogger essen eindeutig besser :-)

    @Christine: natürlich die Bittere. aber das ist nicht entscheidend. Das Gute an diesem Rezept ist die Vinaigrette.

    @nina: können schon, aber dann müsste ich den Blog in “Mangold-Blog” umtaufen.

  8. Mangold kommt dann wieder in meinen Garten und da der wie wild nachwächst, weiß ich manchmal nicht mehr wie ich ihn kochen soll. Also alle Mangold-Gerichte werde liebend gern von mir angenommen.

  9. Der schaut a bissl eitrickert aus. (=eingetrocknet und dürr)
    Ich finde es lustig, dass hier mit “sieht verführerisch” aus kommentiert wird. Ich nehme an, der Fotograf hat nicht von ungefähr den Focus auf die Salsa gelegt. ;-)
    Vermutlich schmeckt das Grünzeug besser als es aussieht.
    ich mag Mangold klassisch: 13 Minuten im leicht gesalzenen Wasser gegart, anrichten, darüber braune (!) Butter, gehobelter Parmesan und frisch gemahlener Pfeffer.
    Was ich besonders am Mangold mag, sind die knackigen Stiele!

  10. @aftenstjerne: ist schon Ostern ? Eben hab ich mir noch gute Vorsätze zum neuen Jahr vorgenommen. Na, sowas, ein schönes Osterfest für Dich !

    @Poulette: mäusegrau also, das ist meine Lieblingsfarbe.

    @Magdi: Mangold wird mir schon wieder über den Weg laufen.

    @Ute-s: Eine Mangoldtorte mit Eierguss ist etwas Nahrhaftes, während mein Gericht eher als warmer Salat für Hungerkünstler bezeichnet werden muss.

    @entegut: einer Ente kann man kein Laubblatt als frisches Grün andrehen. Die Ofenhitze macht aus den obersten grünen Blättern wirklich Röstgemüse, aber ich glaube, das gehört zum Rezept, wobei dieses für Chicoree und Radicchio gedacht war, die sich in der Hitze wohler fühlen. Das Abdecken mit Alufolie kann da Abhilfe schaffen. So wie Du dein Rezept beschreibst, schmeckt er mir auch. Ich blanchiere ihn (Stiele etwas länger) und brate ihn dann zusammen mit Knoblauch an. Zum Schluss gibts noch Petersile drauf.

  11. Mir so viel Mangold, fast pur, kann ich mich nicht anfreunden. Ich bin also ein Gegenbeispiel zu den vielen Mangoldfans der Foodblogger.
    Mir ist Spinat oder Rote Rüben Bllätter viel lieber als Mangold, der mir oft zu erdig und derb-blättrig ist. Allerdings mag ich ihn klein-geschnitten und gut gewürzt gerne in diverser gefüllter Pasta oder als ligurische Tarte, gemischt mit Borretsch. Er soll sich hat vornehm zurückhalten, dann ist er mir willkommen ;-)

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