Carciofini gebraten

Carciofini gebraten 0_2010 03 28_6076

Ein Pfund kleine Artischocken hatte ich eingekauft, um damit einen Artischockensalat zu machen, nach dem Rezept im Blog von Jutta “Lorbeerkrone”.  Wollte. Frau L. hat mir die Artischocken vor der Nase weggeschnappt und sie mit Kartoffeln, Frühlingszwiebeln und Tomaten gebraten. Hier sagt man der Flinker isch dr Gschwinder. Verschoben ist nicht vergessen. Der Salat kommt noch !

Zutaten
kleine Mahlzeit für 2 Personen:

ca. 15 kleine Artischöcklein (Carciofini)
3-4 kleine Kartöffelchen
3 Frühlingszwiebeln
1-2 grosse Merinda Tomaten
6-10 junge Knoblauchzehen ungeschält
Olivenöl extra
Salz, Pfeffer
6 Scheiben Rohschinken

Zubereitung
(1) Die Carciofini grosszügig putzen, dh. oberes Drittel der Blüte abschneiden, die äussern, harten Blätter abreissen, mit dem Messer alles Harte und den verfärbten Stielansatz wegschneiden. Halbieren, allfälliges Heu entfernen, sollte nicht nötig sein, und sofort in ein Wasserbad mit etwas Zitronensaft oder einer Messerspitze Ascorbinsäure legen.
(2) Die Carciofinihälften 5 Minuten im Dampfsieb garen. Beiseite legen. Jetzt verfärben sie sich nicht mehr.
(3) Ofen auf 230°C vorheizen.
(4) Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden. Frühlingszwiebeln putzen, der Länge nach halbieren.
(5) Die Tomate halbieren, in einen Plasticbeutel legen und mit dem Fleischhammer vorsichtig flachdrücken.
(6) alles auf ein beschichtetes Backblech legen, mit Olivenöl einpinseln, salzen, pfeffern und ca. 12 Minuten in der Ofenmitte backen, das Blech herausnehmen, alle Gemüse einmal wenden und nochmals mit Öl einpinseln und 8 Minuten in den Ofen schieben. Ich hab über meinen Teller nochmals reichlich Olivenöl geträufelt.
Dazu haben wir Baguette und Rohschinken gegessen.

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31 Gedanken zu “Carciofini gebraten”

  1. Da beklagt sich die eine Hälfte der Foodblogwelt über die Anhäufung von Spargelgerichten in der aktuellen Saison, während die andere Hälfte unermüdlich Artischocken zubereitet ;o)
    Ich schau mir die Rezepte mit beidem gern an.

  2. Suse hat recht, auch mir ist in den letzten Jahren nicht so eine Anhäufung an Artischocken Rezepten aufgefallen wie zur Zeit. Mich freuts, das Gericht der Frau L. würde meinem Griechen auch gut gefallen.

  3. Um Artischocken kämpft bei uns zum Glück keiner. Der Rest, der bleibt, ist schon anstrengend genug! ;)

  4. Um so besser, dass es so viele Artischockenrezepte gibt, das zeigt doch, dass die Nachfrage den Markt regelt und nun endlich dieses Gemüse in dem deutschsprachigen Raum seinen Platz findet!!!!
    Bei mir gibt’s im übrigen schon Artischicken seit Jahrzehnten………
    Und, bis dato hatte ich die wenigsten Kommentare bei Artischockengerichten…..

  5. Sieht mal wieder so hervorragend aus, dass man gleich los rennt um es nach zu kochen… wobei mich das Tomaten-Plätten etwas wundert… ich mache vielleicht doch lieber Scheiben??!
    Aber da heute noch die Sonne scheint, genau das richtige Essen auf der Terrasse.

  6. Leider gibt es die kleinen Artischocken bei uns (noch) nicht. Ich würde sehr gerne mal damit kochen.

    Flinker isch dr Gschwinder – finde ich herrlich. Ich sehe Frau L. im Geiste vor mir :-)

  7. @Mestolo: der Salat ist weniger bunt, da hast Du recht.

    @Rosa: Frauen und Frau L. im Besonderen, sind mit einem Teller Gemüse meist zufrieden.

    @sammelhamster: in einre so grosse Stadt wie Würzburg gibts keine carciofini ? Um Gottes Willen, wovon lebt ihr denn ?

    @Susa: jetzt kommen noch die dicken Bohnen ;-) die kann ich Dir nicht ersparen.

    @sven ahlborn: uns gehts doch noch gut. Mit Bedenken beobachte ich die Bestrebungen, das letzte, ohnehin nicht vorhandene Geld, in marode Volkswirtschaften zu pumpen, um ein falsches Konstrukt (den €) am Leben zu erhalten.

    @Jutta Loorbeerkrone: ich mag die Artischockenblätter, wenn sie braun angeröstet sind, wie bei den carciofi alla giudea, am liebsten.

    @Nathalie: ist eigentlich kein Rezept, Frau L. hat da nur einiges zusammengewürfelt ;-)

    @Elisabeth: wenn Du so zufrieden bist, darf ich ja wieder mal Fleisch machen ;-)

    @DerSilberneLöffel: uns fehlt bloss der Balkon, sonst wäre alles da.

    @Susa: kleine Artischocken gehören hier seit vielleicht 20 Jahren zum Marktbild, hier ist mir keine Veränderung aufgefallen.

    @zorra: es hat noch genug, da ist keine Eile.

    @AT: das gibt keine Reste mehr, die Reste werden zu Beginn grosszügig weggeschnitten.

    @Bolli’s Kitchen: dann freu Dich, irgendjemand wird beim Suchen wieder darauf stossen. Hier gibts die kleinen Artischocken erst seit etwa 20 Jahren, solange kochen wir auch damit, nur ist mein Blog erst 3 Jahre alt ;-)

    @Isi: einmal vorgekocht, verfärben sie sich nicht mehr, und knusprig werden sie trotzdem. Nur aus dem Wasser gezogen schmecken mitr Artischocken weniger.

    @Anne Webert: :-) eine rustikale Methode, wenn man die Tomaten in Scheiben schneidet, trocknen sie etwas schneller aus.

    @Mirea: bei den kleinen ist grosszügiges wegschälen der harten Aussenblätter wichtig. Trau Dich nur.

    @aftenstjerne: sie setzt sich schon durch :-) Morgen wieder, mit ihren Tomatenspaghetti gegen die geplante Artischockensuppe. Aber heute war ich mit Gemüsepastetchen dran.

    1. wahrscheinlich hast du ja recht und in diversen italienischen Feinkostläden gibt es die netten Teile, aber da komm ich halt nie hin….muss ich halt mit Standardgemüse vorlieb nehmen.

  8. Wie sagt man bei uns?: ” wer zu spät kommt, den bestraft das Leben !”
    Aber ich bin ganz sicher, daß dieses Artischockengericht von Frau L. keine Strafe gewesen ist !!!
    Merinda Tomaten, Artischocken … das sind hier ” Exoten !”

  9. Gerade heute früh habe ich die kleinen Artischocken auf dem Stuttgarter Markt das erste Mal gesehen – der Verkäufer wurde unentwegt gefragt, wie man diese zubereiten würde … habe denen Dein Rezept/blog sofort wärmstens anempfohlen. :)

  10. Momentan ist man in der Zwickmühle. Es gibt das ganze gute, frische Gemüse. Aber zum Glück müssen wir jeden Tag kochen, dann kann man fast alles haben.

  11. frau l’s rezept sieht auch nicht schlecht aus. ich schlage vor, nochmals zum markt zu gehen und dein geplantes gericht im stillen kämmerlein zu machen. töpfe und herd brauchts eh keine.

  12. @Karin: das war gewiss keine Strafe, ich bin einfach zu langsam. Warts ab, Rucola war vor 15 Jahren in D auch nahezu unbekannt.

    @Christine: oh danke für die Empfehlung, für Artischöcklein gäbe es ja noch andere Adressen. Am WE sind die nächsten dran.

    @Magdi: hab heute querbeet alle Frühlingsgemüse auf dem Teller gehabt, wir können nicht klagen.

    @entegut: wenn es sich um Gemüse handelt, finde ich im Hause immer Abnehmer ;-)

    @tobias kocht!: vor allem schlicht ;-)

  13. Bei Gemüse im Miniaturformat in Form von Artischöcklein und Kartöffelchen hätte ich eher Kirschtomätchen als eine große Sorte erwartet …
    Aber Du bringst mich auf Ideen, ich wollte morgen früh sowieso zum Markt und werde dann mal Ausschau nach Carciofini halten. Danke.

  14. @Ute-s: die Tomaten schmurgeln beim Backen schon ein ;-) Ohne Artischockenhändler gehts nicht.

    @kulinaria: bald ist wieder Grünkohlzeit, vielleicht schaff ich es nächste Saison.

    @Elke: das sagt sich so leicht ;-)

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