Pasta col macco

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Etwas viel pasta bei mir derzeit, ich weiss. Aber was will man bei Hitze von einem pastakoch anderes erwarten ?
Heute ein typisches Gericht aus der sizilianischen Küche. Mit Macco di fave wird ein Püree bezeichnet, das in der Urform aus getrockneten Bohnen und Olivenöl gekocht wird. Das Püree habe ich vor einiger Zeit bei Anice e Canella entdeckt. Zubereitet wird es zum Namensfest des San Giuseppe (in der Schweiz Seppitag). Es ist ein einfaches Gericht der bäuerlichen Kultur, das angeblich in der Römerzeit schon bekannt war, das aber nicht nur am 19. März gut schmeckt. Ich mache es aus frischen Bohnen,  mit Gewürzfenchel aromatisiert, zu pasta. Gewürzfenchel und Fave passen sehr gut. Wer Fenchel nicht mag, wird bei mestolo mit einer Salbei-version fündig. Damit ist Schluss mit Fave für dieses Jahr. Leider, leider.

Pasta col macco 1_2010 06 07_7470
il macco di fave

Zutaten
1.5 kg frische fave (dicke Bohnen mit Hülsen)
1 kleine Zwiebel
1 Peperoncino
2 Zweige Gewürzfenchel (wilder Fenchel)
1/2 Tlf. Fenchelsamen, zerdrückt
Olivenöl
Salz, Pfeffer
200 g pasta corta, am besten kleine Ditali

Zubereitung
(1) Die fave enthülsen, die Kerne 3 Minuten im Wasserdampf angaren, dann aus der Haut schnipsen.
(2) Für das soffritto die feingehackte Zwiebel in zwei Elf. Olivenöl langsam andünsten. Die Kerne der fave, den feingehackten, entkernten Peperoncino, Fenchelsamen und etwas wilden Fenchel zugeben und mitdünsten lassen. Salzen, pfeffern und wenig Wasser zugeben, die Bohnen sollen zu 2/3 bedeckt sein. Bei leichter Hitze weiterköcheln, bis die Bohnenkerne anfangen zu zerfallen. Notfalls mit einem Stössel teiweise zerdrücken. Vorsicht, dass sie nicht anbacken.
(3) Indessen die Pasta in Salzwasser nach Vorschrift des Herstellers al dente garen, die pasta mit dem Bohnenpüree mischen, ggf. einen Schöpfer des Nudelkochwassers zugeben. Mit wildem Fenchel garnieren.

Anmerkung
Frau L. moniert, dass ich für ein Arme Leute Gericht sehr wohl die vorhandenen Hörnli statt der extra zugekauften Ditali hätte verkochen können. Sparsamkeit in Ehren, für den Blog lasse ich mich nicht lumpen.

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32 Gedanken zu “Pasta col macco”

  1. Oh, ich lasse mich gerne in die Römerzeit zurückversetzen… da kann ich davon so viel essen, wie ich will :-) oder blieb das nur Männern vorbehalten…!?

  2. Hach, ich würde auch so gerne mal was mit Dicken Bohnen kochen, aber hier bei mir in der badischen Provinz sind Dicke Bohnen nirgends zu bekommen, es ist zum Verzweifeln! Sieht sehr ansprechend aus. Und sollte ich jemals Dicke Bohnen finden, koche ich die Pasta col macco nach.

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  3. @kitchenroach: in einigen Innerschweizer Gemeinden ist der Seppitag öffentlicher Feiertag.

    @Bolliskitchen: Giessen, Giessen….

    @Nathalie: aus deutschem Anbau gibt es sie immer noch. Die baut bei uns niemand an, unsere kommen aus Italien.

    @Christina: heut Nacht hats hier etwas abgekühlt, da kann man endlich wieder was Warmes kochen.

    @the rufus: Feiertage dienen heute nur noch den Festfreudigen.

    @Rosa: Nudeln sind immer gesund !

    @Suse: zumal an einem Tag, an welchem Josef der Arbeiter gefeiert wird.

    @Elisabeth: die Männer lagen auf Liegen, die Frauen knieten zu ihren Füssen und reichten ihnen Speise und Trank. :-)

    @SchnickSchnackSchnuck. Neid.

    @sammelhamster: mit Hörnli kenne ich höchstens 5 Rezepte. Das macht sie so einzigartig.

    @anie’s delight: da entgeht Dir was ;-)

  4. Also Dein ‘was will man bei Hitze von einem pastakoch anderes erwarten ?’ klingt mir schon seeeehr nach krankhafter Bescheuklappung oder unnötig festzementierten und zu wörtlich genommen ‘Koch’- Seins.
    Ich verrat Dir ein Zauberwort: S A L A T !!! ;-)
    Aber nicht Hühner-, Nudel- oder andere Etikettenschwindel- Salate, sondern frisch knackige rohköstliche!
    paradise your life ! ;-)

  5. das sieht aber köstlich aus!! Wie war das: jedes Böhnchen ein Tönchen… aber das verhindert dann der Fenchel, oder?

  6. Auf Fenchel hätte ich bei den kühleren Temperaturen jetzt auch Lust! Gefällt mir mit den Nudeln, aber ich glaube geschmacklich wären Hörnchen auf das Gleiche herausgekommen – oder? Schönen Start ins Wochenende für Euch!

  7. @kulinaria: sogar selbst angebauter !

    @tobias kocht!: ich weiss auch nicht, warum sie bei uns plötzlich nicht mehr erhältlich sind.

    @Christine: Schweizer Hörnli sind Eierteigwaren, Ditali sind aus Hartweizen ohne Ei. Ein kleiner Unterschied ist schon da, nicht nur der Form wegen.Endlich Abkühlung :-)

    @Toni: gut, machen wir weiter damit ;-)

  8. @ lamiacucina
    Ah ja, wenn ich schreibe ‘Aber nicht Hühner-, Nudel- oder andere Etikettenschwindel- Salate, sondern frisch knackige rohköstliche!’ antwortedt Du mit einem link mit Kartoffel-, Fisch-, verbranntem Gemüse- und Eier- Salaten. Naja, schwitz ruhig weiter, wenn Du meinst, und ruinier Dir weiterhin Deine Zutaten …
    Hab ich ein Glück, dass ich Deine Rezepte ohnehin nicht brauche! ;-)

  9. Welche Hitze??? Ich überleg mir ernsthaft die Heizung anzuschmeißen. Nachts 12 Grad, tagsüber 15. Trocknen tut nichts mehr, weder draußen noch drinnen. Wenigstens muss man den Rotwein nicht in den Kühlschrank stellen.

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