Essigzwiebeln

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Die Ernte meines Besuches in Lörrach wurde gleich zu Essigzwiebelchen verarbeitet. Prinzipiell nach dem gleichen Rezept wie schon für Gewürzgurken beschrieben.

Zutaten
Für ein 1 L Konservenglas
knapp 1 kg weisse Zwiebelchen, ein paar werden übrigbleiben
500 ml Apfelessig
320 ml Wasser
1 Tlf. Zucker
1 Tlf. Salz

10 g Senfkörner
2 g weisse Pfefferkörner
1 Nelke
3 frische Lorbeerblätter
3 Zweige Dill
3 Zweige Estragon, französischer
1 kleiner Peperoncino

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(1) Zwiebelchen putzen, wenn nötig die äusserste Zwiebelschicht entfernen.
(2) Essig mit dem Wasser, Zucker und Salz aufkochen, erkalten lassen.
(3) Die Zwiebelchen lagenweise mit den Gewürzen und Kräutern in das Konservenglas schichten und mit dem abgekühlten Essigwasser übergiessen. Verschliessen und 1 Tag kühl stellen. Nicht benötigtes Essigwasser wird an den nächsten Tagen zum Ergänzen benötigt.
(4) Glas öffnen, Wölbung eines Siebes gegen die Öffnung halten und den Essig vollständig abgiessen und auffangen. Danach aufkochen, Trubstoffe absieben, erkalten lassen und wiederum in die Gläser zurückgiessen. Verschliessen und 1 Tag kühl stellen.
(5) gleiches Prozedere wie unter (4) ein drittes Mal wiederholen. Nun den Essig nach dem aufkochen und sieben auf 60°C erkalten lassen, pro Liter Flüssigkeit 800 mg Sorbinsäure zufügen, erkalten lassen und wieder in die Gläser zurückgiessen.
Gläser verschliessen und mind. 6 Wochen im Keller stehen lassen.

Mit den bereits früher angesetzten:

Gewürzgurken und

Eingelegten Curry-Zucchini

sind nun die Beilagen für ein baldiges herbstliches Raclette beisammen. Fehlt bloss noch ein guter Käse. Auch diese hohe Hürde werden wir noch nehmen.

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34 thoughts on “Essigzwiebeln”

  1. Ich habe grade deine Gewürzgurken in Arbeit und suchte gestern schon nach einem Rezept für eingelegte Zwiebelchen und da ist es schon. Du kannst bestimmt Gedanken lesen. ;-)

    Dankeschön…

  2. Die Bilder sind wunderwunderschön… sehr stimmungsvoll… und romantisch… :-) wenn es auch der Inhalt für mich persönlich weniger ist, weil ich Zwiebel nicht vertrage ;-)

  3. Ist es wirklich schon wieder Zeit, an Eingemachtes zu denken, eben war doch noch Sommer….
    Jedenfalls freue ich mich auch schon auf deine Käseauswahl zu den Zwiebelchen!

  4. @foodina: deine eingemachten Gurken habe ich wohlgefällig betrachtet :-)

    @Elisabeth: schade, aber jeder von uns hat und kennt seine Unverträglichkeiten.

    @Rosa: eigentlich wä heute schon das richtige Wetter dafür.

    @sammelhamster: das frägst Duuuu ? Guter Raclettekäse ist schwierig zu bekommen. Der Markt ist voll von Ramschkäsen, die mit Schmelzsalz aufgepumpt sind.

    @Freundin: Sorbinsäure wirkt leicht konservierend, weil wir das Gemüse nur kalt einfüllen um es knackig zu erhalten. Sorbinsäure klingt zwar gefährlich, kommt aber in Vogelbeerfrüchten natürlich vor.

    @Frau Schmunzel: ich freu mich auch schon auf das erste Raclette.

    @Nata: ich hab es auch schon gesagt ;-)

    @Magdi: siehe Antwort bei @Freundin. Geduld ist angesagt, bei kalt eingelegten Gemüsen.

  5. Wunderschöne Bilder! Und diese Dillblüten liebe ich besonders. Essigzwiebeln erwecken in mir immer die unangenehme Assoziation mit den sauren Perlzwiebelchen, die früher oft als “Dekor” jedes “Balkan-Gericht” verunstalteten.

  6. Tolle Fotos, Dillblüte ist aber auch einfach zu hübsch! Das mit dem kalt einlegen finde ich interessant. Ich hätte erwartet, dass Du beim letzten mal heiß einfüllst. Aber so sind die bestimmt schön knackig.

  7. Deine Fotos sind so wunderschön. Ich habe bei allen, die ich gestern getroffen habe, von den Sangria-Sorbet-Fotos geschwärmt.

    Raclette habe ich im März aus Schafsmilchkäse (weil ich keine Kuhmilch vertrage) gemacht. Das fanden alle lecker und um den “Test” zu verschärfen hatte ich extra Schweizer eingeladen, die probieren mussten.

  8. @Christine: die dürfen den Kindergarten noch nicht verlassen.

    @chezuli: das wird sich in ein paar Wochen zeigen :-)

    @Claus: die waren schon weiss geschält.

    @Eline: ja genau, diesen Perlzwiebeln wollten wir an den Kragen.

    @chriesi: sogar ohne Sonne.

    @Toni: man muss sehr sauber arbeiten, dann reicht die Sorbinsäure schon.

    @anie’s delight: Schafsmilchkäse ? Keine Ahnung, wie der schmilzt, das ist ein Kriterium, Der Käse sollte auf den heissen Kartoffeln schon einen Moment lang flüssig bleiben. Das scheint mir bei älteren fast eher der Fall zu sein, als bei jüngeren Käsen.

    @Jutta Lorbeerkrone: wenn Du Sorbinsäure verwendest sollte auch Raumtemperatur gehen.

    @stefanie: grazie !

    @Isi: wir waren vorsichtig und haben nur wenig eingelegt, wir sind keine begnadeten Einmacher.

    @Erich: ich habe lange suchen müssen bis ich kleine gefunden hatte.

    @Hannes: nimm nur.

  9. Do i gläse ha, dass du uf Raclettesuechi bisch, mien dir hüte d’ Ohre glüte ha :-)

    I chum soebe vo Sierre zrugg und bi im “Chateau de Villa” gsi go spiise (und au deguschtiere). Menu: Zerscht e Troggeflaischtäller und den finf glaineri Portione Raclettekäs vo verschiedene Produzänte. Aine besser als dr Ander! Im Schloss sälber hets au e Oenoteque (absolut empfählenswärt) und e Sensorama. Do dr Link: http://www.chateaudevilla.ch/

    Das Schlessli isch jetzt wirgglig e greessere Usflug wärt!

    1. ich habe darüber schon viel Gutes gehört, dass man sich aufgrund der Auswahl dann für einen Produzenten entscheiden kann. Leider im Moment zu weit entfernt, aber es gibt offenbar noch gute Hersteller.

    1. Gemäss Zusatzstoffverordnung darf Sorbinsäure in vielen Lebensmitteln in Höchstmengen von 1 – 2 g/kg eingesetzt werden. Hier habe ich ca. 450 mg/kg Gesamtgewicht

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