Gemüsekurs (3): Herbstliche Peperonata

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Peperonata, das einfache, italienische Schmorgemüse aus Paprika, Tomaten und Zwiebeln lieben wir gleichermassen als Beilage zu Fleisch oder als antipasto. In der vorliegenden Version, gekocht im Gemüsekurs von Lucas Rosenblatt, haben sich Zutaten und Farben leicht ins Herbstliche verschoben, das macht sie nicht minder spannend.  Dennoch wirkt das Gericht leicht, vielleicht auch, weil Olivenöl sparsam eingesetzt wurde.

Zutaten
4 rote Peperoni (D: Paprika)
4 gelbe Peperoni
2-3 geschälte Knoblauchzehen
100 g gerüstete, kurz blanchierte Eierschwämmchen
2 Elf. Olivenöl
4 Elf. geröstete Pinienkerne
1 Bund gehackter Basilikum, einige Spitzen zum Garnieren reservieren
alter Balsamessig
Meersalz, Pfeffer

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Peperoni grillen
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gerüstete Eierschwämmchen

Zubereitung
(1) Ofen auf mind. 250°C vorheizen. Peperoni waschen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen.
(2) Backblech mit Backpapier auslegen, die Peperoni mit der Schnittfläche darauf legen. In der Mitte des Ofens grillen bis die Haut der Peperoni Blasen wirft. Aus dem Ofen nehmen und ca. 10 Minuten offen oder mit einem feuchten Tuch bedeckt ruhen lassen. Peperoni schälen und in Streifen schneiden. Mit Meersalz und Pfeffer würzen.
(3) Ein Sieb auf eine Schüssel legen, die Peperonistreifen darauf geben und mit einem flachen Teller oder Brettchen und einem Gewicht beschweren. Ca. 20 Minuten abtropfen lassen. Den Saft auffangen.
(4) Knoblauchzehen fein würfeln und in einer Bratpfanne bei mittlerer Temperatur hell anbraten. Die Eierschwämmchen zugeben und weitere 5 Minuten dünsten, mit Meersalz und Pfeffer würzen. Zugedeckt stehen lassen.
(5) Peperonistreifen, Pinienkerne, Eierschwämmchen und den Basilikum mit dem abgetropften Peperonisaft mischen. Vor dem Servieren mit wenig edlem Balsamessig abschmecken.

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18 thoughts on “Gemüsekurs (3): Herbstliche Peperonata”

  1. Hast Du hellen Balsamico verwendet oder erscheint der einfach noch nicht auf den Bildern?
    Die Variante klingt großartig, und steht und fällt mit der Qualität der wnigen Zutaten – aber das muss ich Dir ja nicht sagen. :)

  2. Verändert sich viel durch das 20 minütige Beschweren der Paprikastreifen und nachträglichem Zufügen des Saftes in das Gericht im Vergleich zum Zugeben der saftigen Streifen samt ohnehin ausgetretenen Saft?

  3. @Mestolo: das Gericht wurde nicht von mir gekocht. Soweit ich mich erinnere, wurde heller Obstbalsamico verwendet.

    @Bolliskitchen: gewiss doch, aber nun kann ich das noch viiiiiiel besser :-)

    @KochSchlampe: gut dass es nicht regnet :-)

    @Jutta L.: unbedingt, Lucas Rosenblatt hat eine ganze Batterie unterschiedlicher Balsamico zur Verfügung. Wer kocht, wählt aus.

    @Ursula: Sachen willst Du wissen :-) Beim Beschweren geht es nur darum, etwas gut schmeckenden Peperonisaft zum aromatisieren der Sauce zu gewinnen.

  4. Bereite ich öfters zu, allerdings separiere ich nicht nochmals den Gemüsesaft – das nächste Mal mit Pfifferlingen. Hat sich L. R. denn zu einer “optimalen” Beilage/Gericht für das Gemüse geäußert?

  5. Wunderbares, einfaches Rezept. Auf die Pfifferlinge wäre ich erst mal nicht gekommen, aber das muss ich ausprobieren.

  6. @wittcami: wünsche ich Dir auch.

    @Hesting: für Salate gehts ja auch mit schälen.

    @Rosa: bitte zugreifen :-)

    @Christine: das ist in Italien ein eigenständiges antipasto, das mit anderen antipasti vor dem ersten Gang serviert wird oder die man sich vom Buffet holt. Bei uns würde ich das gerne zu einer Terrine essen.

    @Claus: kurz: italienisch :-)

    @Christina: die Höhepunkte des Gemüsekurses kommen erst !

    @Buchfink: im Gemüsekurs wirds schon noch aufwendiger :-)

  7. Oh, da hätte ich heute ja beinahe eine Köstlichkeit versäumt – wie gut,dass ich noch vorbeigeschaut habe :-) Bin seit einigen Tagen schon mitten in einer Baustelle, weil ich meine Wohnung renoviere… und bald ist alles wunderschön und neu und voller neuer Energie, auch zum Kochen :-)

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