Gemüsekurs (4): Spinatfrittata mit Tandooricreme

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Frittate lassen sich mit wenig Aufwand aus Zutaten zubereiten, die den grössten Teil des Jahres über verfügbar sind. Sie sind im Piemont fester Bestandteil eines Antipasti-Angebots. Interessant fand ich die Zubereitung mit einer Art Hefeteig. Dass die Tandooricreme weder italienisch noch indisch ist, muss ich hier wohl kaum erwähnen.

Damit sind nun alle Antipasti des Gemüsekurses von Lucas Rosenblatt durch.

Gemüsekurs (3): Herbstliche Peperonata

Gemüsekurs (2): Tomaten-Mozzarella Terrine

Gemüsekurs (1): Zucchiniblüten mit Pistou gefüllt und gebacken

Die Serie wird fortgesetzt mit den Gemüse-Hauptgerichten.

Zutaten
für die Spinatküchlein:
600 g Spinat
2 geschälte, feingeriebene, festkochende Kartoffeln
60 g Weissmehl
1/2 Tlf. Kräutersalz
Pfeffer aus der Mühle
1 Ei
50 ml Rahm
1/4 Würfel Hefe
30 g flüssige Butter

für die Tandooricreme:
4 Elf. Mayonnaise
1 Elf. Sauerrahm
1 Tlf. Tandooripaste
Salz

Zubereitung
(1) Spinat gut waschen und auf ein Sieb geben.
(2) 5 Liter Wasser aufkochen, 4 Elf. Salz zufügen. Das kochende Salzwasser über den Spinat giessen und gut abtropfen lassen.
(3) Spinat gut ausdrücken und grob hacken.
(4) Die Kartoffeln in einem Tuch gut ausdrücken. Den Saft abstehen lassen und die abgesetzte Kartoffelstärke für den Frittatenteig verwenden.
(5) Mehl, Kräutersalz und Pfeffer mischen.
(6) Die Hefe zerbröckeln, zusammen mit dem Ei, der Kartoffelstärke und dem Rahm aufschlagen. Die Mehlmischung zugeben und das Ganze zu einem glatten Teig schlagen. Die ausgedrückten Kartoffeln unter die Masse rühren und zugedeckt 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
(7) Den gehackten Spinat und die Butter unter die Masse rühren.
(8) Daraus in einer beschichteten Pfanne kleine Pfannküchlein backen.
(9) Die Tandooricreme aus den Zutaten zusammenrühren und abschmecken.

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28 Gedanken zu “Gemüsekurs (4): Spinatfrittata mit Tandooricreme”

  1. Die Tandooricreme sieht nicht aus wie etwas, das ich essen möchte – wie war die denn?
    Die Spinatküchlein dafür umso mehr – wie war’n die? :)

    Ein schönes Wochenende für Euch!

  2. Die Tandooricreme wäre eine Möglichkeit die “Tandoori-pasten-Reste” die seit Tagen im Kühlschrank dahin schlummern aufzubrauchen.
    Kombi sieht schonmal toll aus, die Hefeteig Frittata Variante war mir bislang auch unbekannt.

  3. @Mestolo: nach gewürzter Mayo.

    @Tina: Tandoori wird im Gemüsekurs nochmals verwendet für eine pfiffigere Sauce.

    Nun bin ich fort, das schöne Herbstwetter muss benutzt werden, um das Jura-Häuslein mit Farbe anzustreichen.

  4. @Robert: Folgt das Rezept bald? Dann würde ich noch etwas abwarten – und viel Spass beim streichen (hoffe es regnet bei euch nicht, hier ist vom goldenen Oktober nichts mehr zu sehen)

  5. Ja, im Piemont hatten wir Frittata als Antipasti bekommen. Hat ungemein gut geschmeckt. Ich glaube, ich bräuchte keine Tondooricreme dazu ;)

  6. Ich könnte mir auch vorstellen anstatt der Tandoori-Paste den Sauerrahm und die Mayonnaise mit TANDOORI MASALA , (Würzmischung, gemahlen) zu vermengen.Ich versuche es damit.
    Die Spinatküchlein werde ich sicherlich bald nachkochen.

  7. mmmmh das ist voll mein Geschmack ;)
    Spinat in allen Variationen und da ich die indische Küche liebe
    auch die Tandooripaste.

    Das wird auf alle Fälle nachgemacht!

  8. @Tina: in etwa 2-3 Wochen. Hier ist schönstes Herbstwetter, Nebel in den Niederungen, Sonne in der Höh. Leider hatt ich zuwenig Farbe eingerechnet. Ich darf ein Andermal noch fertig anstreichen.

    @Sammelhamster: ich vermute es.

    @SchnickSchnackSchnuck: die schönsten Sachen kommen erst. Das ist so wie bei allen Präludien.

    @ani’es delight: ist auch meine Sache nicht. Alle Tandoorigläser, die ich mir schon angesehen habe, sind voll von roter Chemiefarbe.

    @Rosa: Die Küchlein kann ich empfehlen.

    @Linda: könnte ich mir auch mit einer Bagna cauda vorstellen.

    @Eline: gegen Tandooripaste habe ich auch meine Bedenken und habe sie noch nie gekauft. Profiköche scheinen sie wegen ihrer roten Farbe zu schätzen.

    @Kirsten: ich widerhole mich, die Küchlein haben mir besser geschmeckt.

    @Magdi: mich auch :-)

    @ittcami: da kenn ich mich nicht aus. Woher soll die rote Farbe kommen ?

    @Houdini: Der Chef hats persönlich drapiert.

    @Suse: das Fehlen von Ei hat mich auch gewundert.

    @Zizibe Kohlmoasn: in indischer Küche kenn ich mich nicht aus, Probiers :-)

    @Claus: Hefe erspart das Ei im Haus.

    @Lies van Lott: das sagte schon popeye ;-)

    @Irene: am Schluss landete nur ein Tupfer Creme auf jedem Küchlein.

    @nina: eigentlich wahr, man könnte sie auch so, von Hand, essen.

    @Hesting: was mich wunderte, dass bei dem wenigen Mehl der Hefegeschmack nicht besonders dominierte. Wohl überdeckt vom Spinat.

  9. Ha! Herr Lamiacucina!
    Mal was anderes:
    ich hab sehr gelacht eben! Ich wollte jemandem ein Bild von einer Engadiner Nusstorte zeigen und suchte nach einem Bild, und was soll ich Ihnen sagen: ich nahm das schönste und von wem war’s? Von Ihnen! Hat mich nicht gewundert, aber gefreut.
    Das Netz isch eben doch sehr klein ;-)

  10. Falls Du doch noch irgendwo einen Fernseher stehen hast, Robert: bei ARTE, Teletext-Tafel: 371 / 372 / 373 findest Du aus der “Meraner Küche” Brennnesselknödel (die ersatzweise auch mit Spinat zubereitet werden können)

    Ich liebe Gerichte “aus Großmutters Zeiten” – es ist die einzige Kochsendung (zu Tisch in … “), die ich interessant finde, weil sie gleichermaßen Land, Leute, Kultur aufzeigt.

    1. ich kann mich erinnern, diese Sendereihe früher auch verfolgt zu haben. Für Brennesselknödel hab ich in meinen Südtiroler Kochbüchern auch ein Rezept gefunden. Habe aber noch nie Knödel gedreht.

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