Knolle versinkt in flüssigem Gold

Trüffelöl 0_2010 12 12_1161

Für die Tagliatelle mit Trüffelschaum benötigte ich einen Löffel Trüffelöl. Genauer: getrüffeltes Öl.

Das wird ein Fest. Traumpaar par exellence. So der Titel einer Reklamebroschüre der Migros für ihre Luxus-Linie Sélection, die ich zwei Tage zuvor im Briefkasten vorfand. Interessiert begann ich zu lesen:

“Nach einer langen Suche in den Wäldern des Piemont, vereint sich endlich das, was prächtig zusammenpasst: eine wertvolle Knolle versinkt in flüssigem Gold…
….Diana geht krummbeinig, ihr Körper ist angespannt. Diana ist eine Schnüfflerin. Beppe Borello feuert seine Hündin bei ihrer Spürnasenarbeit in den Wäldern des piemontesischen Städtchens Neive an. Findet sie einen der begehrten dunklen Trüffeln, kriegt sie ein dickes Lob -und die Knolle verschwindet vorsichtig in einer Tasche….
Täglich, ausser im Januar, ist das findige Duo unterwegs. An guten Tagen erntet der pensionierte Maurer rund ein halbes Kilogramm. Hin und wider findet er sogar einen der noch wertvolleren weissen Trüffel. Pardon: findet Diana die stark duftende Delikatesse. Grosse Trüffeln verkauft er direkt an seine Kundschaft, die Kleinen gehen getrocknet an die Nahrungsmittelindustrie. Borello geht es jedoch bei der Trüffelsuche nicht in erster Linie um den Zusatzverdienst zu seiner Rente, sondern um den Spass, mit Diana durch die Wälder zu streifen…”

Ich lobpreise den Zufall und meine Umsicht, genau dieses Öl gefunden, zudem die Bekanntschaft des sympathischen Beppe und seiner Diana gemacht zu haben. Wenn auch nur auf dem Papier. Noch am selben Tag bin ich in die Migros gelaufen, finde einen ganzen Stapel (!) des kostbaren Öls vor. Migros Sélection. Genau das was ich brauche. Edel, Goldverbrämte Packung. Teuer. Fr. 13.20. Geht ja noch. Nur das Beste ist für das Fest genug.

Zuhause fällt mein Blick auf die Deklaration:

Olivenöl raffiniert 73%
Olivenöl extra vierge 24 %
Sommertrüffel 3 %
Trüffelaroma

Aroma ??

Werbebroschüre wieder aus dem gebündelten Zeitungshaufen hervorgesucht und den Text zu Ende gelesen:

“Im Familienbetrieb Sabo treffen die Trüffeln auf das Öl. Für das vollkommene Geschmackserlebnis werden drei Olivenöle in Extra-vergine-Qualität verwendet:
ein sanftes, fruchtiges aus Apulien
ein mildes, gelbes aus Kalabrien
Dazu kommt raffiniertes Olivenöl ohne starken Eigengeschmack, damit das Trüffelaroma gut zur Geltung kommt…”[hmm... Raffiniertes Öl gilt also bei Migros als extra vergine Qualität ?]

“Die getrockneten, schwarzen Trüffelstückchen werden lediglich fürs Auge in das Öl gegeben. Denn beim Trocknen verlieren Trüffel weitgehend ihr Aroma und frische würden verderben…
Zum Schluss werden die edlen Fläschchen von Hand verschlossen und etikettiert. Entstanden ist ein hochwertiges Qualitätsprodukt…”

Dazu ein Bild von grossen weissen Trüffeln aus der Ernte von Beppe Borello. Kein Wort von künstlichem Aroma.

Aha. Wenn das Trüffelaroma nicht vom beigefügten Trüffel stammt, woher denn ?

Einer Untersuchung des Kantonalen Laboratoriums Basel entnehme ich, dass zur Erzeugung von Trüffelöl (getrüffeltem Öl) meist naturidentische Aromen wie 2,4-Dithiapentan und 1-Octen-3-ol verwendet werden.

Die Packung ist korrekt beschriftet, auf der Packung sind keine Trüffeln abgebildet und das künstliche Aroma ist korrekt deklariert. Aus gesetzlicher Sicht ist alles in Ordnung. Alles in Ordnung ?? Liebe Migros. Du hast mich wieder einmal erwischt. So zerstört man Vertrauen. Und zwar nachhaltig !

44 Gedanken zu “Knolle versinkt in flüssigem Gold”

  1. … und mi Vertraue grad derzue !

    E bodelosi Frächheit, was eim do wiider vorgauglet wird. Härzlig Danggscheen fir dä wärtvolli Tipp (i ha das Eel drum au scho im Visier gha …).

  2. Ich war neulich bei einer Freundin zu Gast, die mir ganz stolz einen “Trüffelhonig” präsentierte. Als ich müde abwinkte war sie fast ein wenig beileidigt, bis ich sie bat,mir den Trüffelanteil vom Etikett mal vorzulesen.
    Da waren es ganze 0 %! Nur Aroma war vorhanden!

    Ich habe vor ca. 3 Jahren sämtliches Trüffelöl aus meiner Küche verbannt, es ist einer der größten Blender, den die Feinkostindustrie hervorgebracht hat.

  3. Und dann tischen die einem auch noch so eine Idylle vom Herrchen und seiner Diana auf!

    Wo schon die Brücke vom Trüffelöl zum Trüffelhonig geschlagen wurde, kann ich auch noch den in einem kleinen Dorfladen in der Lüneburger Heide gekauften Heidehonig eines Imkers aus der Region erwähnen. Beim Frühstücken fiel irgendwann mal mein Blick auf die Deklaration. “Mischung von Honigen aus EG-Ländern” stand da! Hätte mich beinahe an der Honigssemmel verschluckt. :-( Wäre es Honig aus der Region gewesen, hätte er laut HonigV auch so deklariert werden dürfen.

  4. Dunkel glaube ich mich zu erinnern, dass das Aroma des echten Trüffelpilzes in Öl nicht gelöst werden kann, sondern wasserlöslich ist. Die Folge wäre, dass das Öl nicht den Geschmack des Trüffels annehmen kann, weshalb der Kunde mit dem künstlichen Aroma “übervorteilt” wird.

    Muss ich mal sehen, ob ich da noch eine Quelle finde.

  5. Man kann kein Vertrauen mehr haben.
    Alles muss genauestens durchgelesen und studiert werden.
    Und wenn dann noch Unverträglichkeiten dazukommen, wird es immer schwieriger, sich im Deklarationsdschungel durchzuschlagen.

    Da gehe ich doch mal in den Garten und schaue, was ich unter der Schneedecke so zu essen finde ;-)

  6. Also ich hätte mich sicher auch von der hübschen Geschichte einlullen lassen. Und Migros vertraut man ja irgendwie auch immer, ich weiß noch, wie ich mich gefreut habe, als eine in Freiburg aufgemacht hat und wir nicht immer in die Schweiz fahren mussten, um Birchermüsli, Amarena Kirsch-Schoki und den guten Parmesan zu kaufen (den es laut meiner Mutter aber eh gar nicht mehr dort gibt). Schade um die 13.20!

  7. das ist doch seit Jahren schon bekannt.

    Wir machen das Trüffelöl selber, wir nehmen Reste von Trüffeln, oder birissures, und lassen sie gut 10 Tage in Nyons oder Le Baux Olivenöl ( mild) macerieren und dann hat man sein Trüffelöl garantiert ohne Zusatzstoffe.

  8. Ich bin auch mehr und mehr dazu übergegangen, beim Einkaufen die Zutatenliste genau zu lesen. Aber manchmal erwischt es mich auch. Das mit dem Öl wusste ich allerdings, hab es mal in einer Fernsehsendung gesehen. Aber ärgerlich ist das trotzdem.

  9. @Basler Dybli: bei der Migros-konkurrenz siehts auch nicht besser aus.

    @Arthurs Tochter: Da hast Du schneller als ich begriffen. Das war meine erste (und letzte) Flasche Trüffelöl.

    @Fritz: werd mir künftig meine Lesebrille zum einkaufen mitnehmen.

    @Hesting: natürlich, heftig bis penetrant sogar. Aber wenn nur zwei der Inhaltsstoffe eines Trüffels drin sind, fehlt der Rest halt dennoch. Den Rest der Flasche kann ich im Sommer als Mückenattraktor verwenden.

    @DerSilberneLöffel: umgekehrt, die beiden Stoffe sind wasserunlöslich.

    @sammelhamster: Du bist zu beneiden.

    @Christina: die rührende Geschichte von Beppe und Diana ist für mich ein Paradebeispiel gezielter und bewusster Desinformation. So wird der Konsument für dumm verkauft.

    @Bolliskitchen: Du und andere Erfahrene wissen das, ich wusste es nicht und andere Blauäugige und Gutmeinende wissen es auch nicht.

    @Freundin: Einzelne Läden statten hier die Einkaufswagen bereits mit Lupen aus.

    @Frau Kampi: da ich mich dem Fernsehen verweigere, merke ich gewisse Dinge erst spät.

  10. auch wenn es schon lange bekannt ist (und deshalb hat trüffelöl bei mir schon immer küchenverbot), ist es eine sauerei, dass es so genannt werden darf. da soll einfach draufstehen trüffelaromaöl oder trüffelöl mit aromen oder aromatisiertes trüffel oder worauf auch immer man sich einigen kann und die sache ist klar.

  11. Fast müsste ich dem unbekannten Kollegen, der da den Verbrauchern etwas von den Pilzen erzählt, Respekt zollen. Aber man erkennt das (Trüffel-) Schwein am Gang. Abgesehen von dem leicht überwürzten Idyll, der Text schweigt sich artig um die Frage herum, wie denn die Aromen ins Öl kommen. Ein Zufall?

    Nach Analogkäse nun Analogtrüffel. Mundus vult decipi.

  12. Du beliebst zu kokettieren, lieber Robert. Dich kann man doch nicht an der Trüffelnase herumführen!

    Ich glaube eher, du hast eine Vorliebe dafür, den Deckel zu heben, wenn etwas stinkt – gerade bei Produkten, die ein M besser sein sollen. Das finde ich sehr lobenswert! Was sich der orange Riese leistet, ist eine M-asslosse Frechheit.

    Klar, andere verkaufen auch überteuertes Trüffelöl, aber die schleimen sich wenigstens nicht mit so absurd aufgeblasenen Texten bei ihren Kunden ein.

    Es reut mich, dass ich damals das “Japanische Damaszener-Kochmesser” (Traditionelle Handwerkskunst, bla-bla) vom M Séléction nicht verbloggt habe: Ein billiges Stanzmesser mit, Achtung, jetzt kommts, Damaszenermuster in Lasergravur(!), und die bedeckte noch nicht einmal die ganze Klinge – made ich China natürlich. Für schnäppchenhafte 99 Franken!

    Für solch dreiste Fälschungen müsste es eigentlich Knast geben.

  13. Trüffelöl geht bei mir gar nicht, weil ich damit auch schon öfter total reingefallen bin, und es mir den Spaß am Trüffel für einige Zeit verdorben hat. Trüffelöl ist der Grund, warum ich niemals im Restaurant irgendwas Getrüffeltes bestelle, weil ich den Geruch wirklich abstoßend und penetrant finde, und sie immer Trüffelöl reinhauen. (Ok, es gibt ganz wenige Ausnahmerestaurants, denen ich vertraue.)

    Die Broschüre ist frech. Selbst das hochjungfräuliche Öl ist gestreckt.

  14. Huch… dennoch finde ich die Geschichte von Beppe und Diana entzückend – das könnte ich mir auch vorstellen, dass das Spaß macht, mit so schönen Erfolgserlebnissen… :-)

  15. Da ich noch nie Tröffelöl gekauft habe – gäbe es denn auch “echtes” Trüffelöl zu kaufen, wo das Aroma wirklich von Trüffeln stammt? Wobei ja schon frische Trüffel wohl nicht immer wirklich nach Trüffel schmecken, es soll da große Qualitätsunterschiede geben. Manche schmecken angeblich nur muffig.

  16. Mit Trueffelresten hab ich schon viel experimentiert, das Ergebnis war immer sehr ernuechternd. Am besten kann man den Geschmack durch Konservieren mit Alkohol einfangen. Dann kommt Butter und Gaenseschmalz. diese Trueffelbutter, dieses Oel wird aber imme sehr mild nach Trueffel schmecken. Steinpilz- oder Maronenoel aus getrockneten Pilzen schmeckt intensiver!
    Die Leute sind aber schon durch das kuenstliche Aroma in den Oelen so verbastelt, dass sie die beste Melanosporum als enttaeuschend empfinden.

      1. Das synthetische Vanillin enthält die Chemikalie 4-Hydroxy-3-Methoxy-phenol. Das echte Vanillin aus Thaiti oder Madagasker natürlich ebenso.

        1. Muss sie auch, ist ja schliesslich wesentlich teurer. Ich glaube nur an Doppelblindvergleiche. Beispiel: Château Petrus. Er wird von den “Fachleuten” als das Nonplusultra der Bordeaux bezeichnet. In einem Test mit vier Weinkennern, darunter dem einzigen Master of Wine der Schweiz, landete der 2350 Fr teure Wein einhellig auf dem siebten und letzten Platz. http://www.selection-schwander.ch/Bilanz.pdf

        2. Das ist Äpfel mit Birnen verglichen. Wenn ich eine Komponente aus einem Gemisch isoliere, wird diese zwangsläufig eindimensionaler riechen/schmecken als das Naturprodukt, das noch andere aromatische Inhaltsstoffe aufweist. In der angesprochenen Vergleichsprobe wurde Pétrus gegen andere Weine verglichen. Ich will keineswegs den Pétrus verteidigen, die paar Male, in denen ich in Blindproben einen schlucken durfte, hat er ebenfalls immer unter “ferner liefen” reüssiert. Aber eine Blindverkostung, an denen sortenmässig Kraut und Rüben serviert wird, mit dem Ziel, den “besten” Wein herauszuaddieren, ist in meinen Augen nichts wert. Auch wenn Herr Schwander am gleichen Tisch gesessen hat.

        3. Weil das Fleur de Sel vom Mittelmeer mit den Fäkalien von Marseille und Genua parfümiert ist ?

        4. Die Fäkalien vermutlich nicht, aber die komplexe Zusammensetzung schon. Platt ausgedrückt: Dreck ist wichtig. Menschenessen ist traditionell keine 100% reine Einzelchemikaliensammlung, und daran sind Geschmack und Verdauung gut angepaßt.

  17. Wenn man wie ich als Allergiker gezwungen ist alle Etiketten zu lesen, kann nichts mehr erschüttern. Unglaublich was da so alles verkauft wird. Von Trüffelöl haben wir seit langem Abstand genommen, weil man frische Trüffel mit ihrem Aroma nicht gut konservieren kann. Im Handel bekommt man eher immer nur “naturidentische” Aromastoffe. Dazu: Nein danke!!

  18. Trüffel lassen sich nicht in Öl koservieren. Alle Trüfelöle sind künstliche Aromen mit Öl. Es gibt aber eingekochte Trüffeln in Dosen. Die schmecken, kosten aber genausoviel wie frische. Ich finde es eigentlich ganz gut, daß einige Produkte saisonal bleiben; worauf soll man sich freuen, wenn alles immer zur Verfügung steht.
    Wobei es ja neuerdings Trüffel aus Australien gibt, Tuber melanosporum, wenn bei uns hier Sommer ist.

  19. @Luxuriues: na ja eingekochte Trüffel kosten weit weniger als frische! Das kann ich Dir garantieren, zumindest in F., und, man kann sie sehr gut in öl einlegen, allerdings ist der “Duft” sehr diskret und man sollte das öl schnell aufbrauchen, Trüffel ist halt volativ….

  20. @katha: wenn das drauf stehen müsste, wär die Sache schon etwas klarer. Aber auch dann, kann man Prospekte mit Geschichten um den Trüffel füllen.

    @groefaz: ich habe nichts gegen die Chemie, mich stört nur der irreführende Prospekt, der an alle Abonnenten des Migrosblättchens versandt wurde.

    @Claudio: gerade in diesen “Luxus”-Linien wird ein qualitativer Mehrwert vorgetäuscht, der die massiv höheren Preisen rechtfertigen soll. Dabei hat das Fläschen Trüffelöl einen Warenwert von höchsten sFr. 1.- Mit den beschichteten Sélection M-Pfannen habe ich ähnliches erlebt, wie Du mit dem Messer.

    @Claus: mit einem milden Öl könnte man das genauso gut machen.

    @azestorou: mit dem kräftig riechenden Trüffelöl kann ein schwach riechender Trüffel zugedeckt werden. Das bringt mich auf den Verdacht, dass man auch umbrische oder chinesische Trüffel mit künstlichen Aromen imprägnieren könnte, um sie dann als Alba-trüffel teuer zu verkaufen. Oh Welt !

    @Elisabeth: vielleicht sind Beppe und Diana nur die Gedankenprodukte eines rührigen Texters.

    @Petra: seit ein paar Tagen schaue ich mir in allen Läden die Etiketten der Trüffelöle an :-) Bislang habe ich noch kein natürlich aromatisiertes gefunden.

    @Eline: gut, dass ich das weiss, dann kann ich mir teure Versuche ersparen.

    @anie’s delight: mit etwas Verspätung weiss ich das nun auch :-)

    @Luxurious: vor vielen Jahren habe ich mal einen eingedosten gekauft. Nicht mehr. Freuen wir uns an den Produkten, solange sie Saison haben, aber eben, wo mit einem kleinen Pilz derart viel Geld verdient werden kann, ist Lug und Trug nicht weit. Den Verdacht, den ich ein paar Kommentare weiter oben geäussert habe, werde ich nun nicht mehr los.

  21. Puh. Ich arbeite zwar auch im Marketing, aber ich finde es trotzdem eine Sauerei, wie mit hochwertig aussehender Produktverpackung und einer gut getexteten Story minderwertige Produkte für teures Geld verscherbelt werden und Verbrauchervertrauen ausgenutzt wird.

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

    1. Ich hoffe, Du findest das auch eine Sauerei, weil Du im Marketing landest, nicht obwohl. Zerstör nicht meine Hoffnung, daß es in jedem Beruf wenigstens ein paar fähige und gewissenhafte Menschen gibt! :)

  22. Man lernt nie aus. Ich wusste gar nicht dass Chateau Margaux, La Tour Figeac und Cheval Blanc zur Kategorie Kraut und Rüben gehören.

  23. In meiner Küche steht immer noch ein kleines Fläschchen Trüffelöl herum. Mit ein paar braunen Krümeln drin, wohl als Alibifunktion für “echten” Trüffel. Schon seit längerem nicht mehr benutzt, seit ich damals erfahren hatte, das Trüffelaroma synthetisch hergestellt werden kann. Danke, das mich jetzt dein Posting wieder daran erinnert, dieses Öl endlich endgültig zu entsorgen.

  24. @Juliane: eine Sauerei, aber sie liegt im Trend. Die Migros ist derzeit daran, ihr klassisches Lebensmittelsortiment neu zu positionieren, in edlem schwarz, im Moment zu gleichem Preis wie vorher, aber die Aufschläge werden noch kommen.

    @Hunk: so ist es :-) Pétrus kommt aus dem Pomerol, Tour-Figeac und der Cheval sind St. Emilions, Margaux hat auch ein anderes Terroir, mit anderem Rebsortenbesatz, von den Piraten nicht zu reden. Solche Vergleiche mögen ganz lustig sein. Es gelingt sogar meistens, eine Reihenfolge herauszufinden, wer in der Serie Sieger ist und “am Besten” schmeckt. Mehr nicht. Ich hätte in der Serie lieber einen Lafleur, einen Conseillante und Trotanoy gegen den Pétrus gesehen. Und das aus zwei verschiedenen Jahrgängen.

    @Christian: es soll mückenanziehend wirken. Vielleicht kannst Du es nächsten Sommer derart verwerten :-)

  25. @ Bolliskitchen
    Wintertrüffel als Konserve kosten in D ca. € 180,- bei 100g, Sommertrüffel etwa € 30,-
    Sommertrüffel haben meiner Meinung nach sogut wie keinen Geschmack, Chinesische und alles andere ebenfalls. Alles rausgeschmisses Geld.
    Entweder Alba Trüffel oder den Tuber Melanosporum.
    Eigentlich ganz gut, die Saisonalität. Da könen wir das ganze Jahr sparen…

  26. jetzt bin ich gleich gelaufen und hab das trüffelöl gesucht, das mir eine freundin vor ein paar monaten geschenkt hat, ein 55-ml-fläschchen, das auch nicht ganz billig aussieht. urbani ist der hersteller, und das ding nennt sich “trüffel tropfen”, drunter steht: aromatisiertes gewürz mit weissetrüffel auf basis vom olivenöl. zutaten: olivenoel, weisse truffel (tuber magnatum pico) 0,1%, aroma. (typos nicht von mir). nun, die reden wenigstens nicht um den heißen brei herum.
    aber nach euren erfahrungen hab ich eigentlich gar keine lust mehr, das überhaupt einmal auszuprobieren. was mach ich mit dem ding jetzt? weiterschenken? auch gemein…

  27. @the rufus: das tun sie oft, ich bin gutgläubig.

    @queenofsoup: wir haben mit dem Öl in einem zweiten Versuch Kartoffelpüree aufgemotzt. Geschmack und Geruch waren aber ebenso penetrant.

  28. ich habe bei und im Großmarkt Trüffelbutter gefunden, und man Staune, ohne Aroma! Super um Kartoffelpüree oder eine Sauce aufzupeppen.

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