Latkes mit Lauch und Sellerie

Latkes 0_2011 01 05_1336
servierbereit

Latkes (jiddisch: לטקעס, hebr. לביבות Levivot) sind kleine, frittierte Kartoffelpuffer, die in der jüdischen Küche als Beilagen zu Mahlzeiten serviert werden. Sie gehören bei osteuropäischen Juden traditionell zum Menü beim jährlich gefeierten Gedenkfest Chanukkah zur Wiedereinweihung des Herodianischen Tempels in Jerusalem und wurden so auch in Israel heimisch. Sie werden aber auch das ganze Jahr über gegessen. Ein wirklich hübsches Rezept habe ich im Blog Kosher vegetarian recipes from my kitchen in Tel Aviv Cafe Liz gefunden. Damit möchte ich ausser Konkurrenz am mediterranen kochevent von Tobias teilnehmen. Ausser Konkurrenz deshalb, weil ich mir vorgenommen habe, an Gewinnspielen nicht mehr teilzunehmen.

15ter mediterraner Kochevent - Israel - tobias kocht! - 10.12.2010-10.01.2011

Zutaten
für 2 Personen, etwa 10 Latkes
300 g rohe Kartoffeln geschält
1 Stange Staudensellerie 50 g und 2-3 Stengel vom grünen Kraut
4 cm Lauch (ca. 30 g) vom weissen Teil
1 kleines Ei (ich hab nicht das ganze Eiweiss verwendet)
1-2 Elf. Matzo-Mehl (bei mir Panko, Brotbrösel gehen genauso)
1 Elf. Weissmehl

1/2 Mokkalfl. Gelbwurzpulver (Kurkuma)
1/2 Mokkalfl. Baharatgewürz
ca. 1/2 Tlf. Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Olivenöl zum braten

Baharatgewürz
ein gutes Rezept habe ich bei Digilotta gefunden:
1 Elf. Koriandersamen und
1 Elf. Kreuzkümmel
ohne Fettzugabe in einer Pfanne rösten. mit

1 ½ Elf. schwarzen Pfefferkörnern
½ Elf. Kardamomsamen
½ Elf. Pimentkörnern
1 Elf. Gewürznelken
1 Elf. Muskatnusspulver
1 Elf. Zimt pulver

mörsern oder in einer Gewürzmühle mahlen. Mit je
1 Prise Chili und Ingwerpulver bekommt das Ganze den letzten Schliff. Lohnt sich zum selbst herstellen !

Latkes 1_2011 01 05_1334
noch ungebrutzelt

Zubereitung
(1) Sellerie, -Blätter und Lauch im Foodprozessor mittelfein zerkleinern. Gemüse in eine Schale transferieren.
(2) die Messer gegen die feine Reibe austauschen, die Kartoffeln reiben, leicht auspressen und zum Gemüse geben.
(3) das Eigelb und die Hälfte des Eiweisses hinzugeben, Mehl, Panko und die Gewürze hinzugeben und alles gut vermischen. Abschmecken.
(4) kleine Küchlein formen und in 3-4 Elf. Olivenöl in einer anti-adhäsiven Pfanne beidseitig bei moderater Hitze ausbacken. (ca. 15 Min.)

Anmerkung
Wir haben die Küchlein zu einem Rest Chili con carne gegessen. Die Küchlein schmecken wirklich gut. Könnte man auch ohne Fleisch essen. Frau L. meint, eine Zwiebel hätte auch noch rein dürfen.

26 thoughts on “Latkes mit Lauch und Sellerie”

  1. Wirglig, e nätti Idee als Biilag, wo ebbis häre git. Die Dingerli passe sicher au – no warm serviert – als flaischlosi Häppli zumene Apéro.

  2. Dank nächtlicher Ruhestörung bin ich heute mal die erste – naja, fast.
    Schön sehen die Bratlinge aus.
    Ob die ohne elektromechanische Hilfe auch so gut werden?

  3. Die sehen lecker aus! Aber ist Chanukkha nicht das Weihnachtsfest? Entschuldige die Korrektur, aber Ordnung muss sein ;-)

  4. @Basler Dybli: kalte Kartoffelpüfferchen ? Weniger.

    @Hesting: ob von Hand oder Machine gerieben, geriebene Kartoffeln sind geriebene Kartoffeln. Und das Gemüse kann man auch mit dem Messer hacken.

    @Sylvia: Danke für den Einspruch. Ich habs korrigiert. Weihnachtsfest ist es zwar auch nicht. Das Fest findet Ende November/Anfang Dezember statt. Das Fest erinnert an das Chanukkawunder, an das Olivenöl, das für den Dauerbetrieb des Menorah-Leuchters im Tempel benötigt wurde, das nur noch für einen Tag reichte und dann doch 8 Tage brannte.

  5. Über deine Teilnahme freue ich mich in jedem Fall, auch außer Konkurrenz. Lauch und Sellerie kann ich mir gut vorstellen, in den Latkes. Schmeckt sicher auch als Hauptgang mit einer leckeren Sauce.

  6. Da wir auf Fleisch möglichst oft verzichten möchten, ist dieses Rezept für uns wie geschaffen. Mit einem gut gewürzten Quark schmecken die Latkes bestimmt auch nicht schlecht. Prima, dass die Küchlein nicht frittiert wurden, da kann man gleich noch etwas Gutes für die nicht vorhandene schlanke Linie tun.

    Den Verzicht auf Gewinnspiele habe ich auch schon angedacht. Mittlerweile gewinnt ja schon mal der, der die meisten Freunde bei Facebook hat und nicht derjenige, der tolle Gerichte kocht. Irgendwie wird mir das alles zu kommerziell und schnelllebig (iiiiih – 3 x l). Ich fürchte, ich bin altmodisch.

  7. @Rosa: ja, ganz besondere Kartoffelpüfferchen.

    @Bolliskitchen: einen lass ich diesen Monat aus :-) das ist doch schon was.

    @Hunk: im Globi nicht und im Gewürzhüsli kaufe ich nicht. So etwas einfaches mache ich selbst.

    @tobias kocht: Danke !

    @Christina: die Menge reicht noch für andere Gerichte. Das Gewürz schmeckt sehr rund.

    @Jutta: wir mögen es auch nicht, wenn sich die Küchlein mit Öl vollsaufen, obleich das im Sinne des Festes wäre. Ich bin nicht beleidigt, wenn ich nicht gewinne und gönne den Gewinnern ihren Preis. Ich habe genug zum Leben und mag mich nicht mehr in Wettbewerben messen.

  8. @Jutta: du bist nicht altmodisch! Du hast schlicht und ergreifend nur recht mit deiner Meinung!

    @Robert: lecker sehen die Küchlein aus; würden mir auch schmecken. (leider muss ich ja nun oft fleischlastiger kochen :-( , aber was tut man nicht alles…..:-) )

  9. Sie sehen schmackhaft aus, die Gewürze bringen sicher eine spezielle Note. Da wir sehr gerne vegetarisch essen, wären diese Tätschchen zusammen mit einem Salat für uns ein komplettes Essen.

  10. @Eva: Bei deinem Szegediner Gulasch konntest Du dich an das Sauerkraut halten :-)

    @barcalex: es ist tatsächliche eine stimmige Mischung.

    @Houdini: Salat genügt absolut dazu. Ich merke, Du bereitest Dich auf deine Heimkehr aus Vietnam vor ;-)

    @Anne: gern geschehen, ich probiere gerne Neues.

    @Linda:
    @sammelhamster:
    auch wenn hier in nächster Zeit das Fleisch etwas im Vordergrund stehen wird, gibts immer zwischendurch was Grünes.

  11. Ich kenne Baharat aus der eher orientalischen Küche und meine, dass einfach nur Gewürz doer Gewürzmischung heißt.
    Das mit dem Vorsatzt war doch nur ein Scherz, oder?

  12. Der Satz “kleine Küchlein formen” in Deinem Rezept klingt so harmlos. Dabei waren da doch bestimmt Hilfsmittel (Vorspeisen-Ringe?) im Spiel, so ideal-rund wie die sind! Das Foto verlockt zum Reinbeißen. Werden vorgemerkt als edle Alternative zu den Reibekuchen, die ich von zu Hause kenne.

  13. @Suse: so ist es, genau wie beim Curry. Mein Vorsatz Scherz ? Ich nehme meine eigenen Vorsätze ernst, zumindest die ersten 10 Tage im Jahr !!!!

    @Ute-S: nein, alles ohne Ringe. Ich habe ein Häufchen der Rspel aufgenommen, zur Kugel geformt, dann plattgedrückt. Bei den letzten Küchlein musste ich den Saft etwas abtropfen lassen, aber das kennt man ja von den Puffern.

    @Liz: thanks for the nice recipe !

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s