Yotam Ottolenghi: Grauenvoll vegetarisch

Yotam Ottolenghi 0_2011 07 02_4761

Eben war ich in der Buchhandlung, wollte mir, als Beinahe-Vegetarier, das allseits gelobte Kochbuch “Genussvoll vegetarisch” von Yotam Ottolenghi kaufen.

Ein Griff …. NEIN… das darf nicht wahr sein ! Weich wattig schaumstoffig anzufassen wie ehedem die Vergissmeinnicht Büchlein der Schulfreundinnen oder wie ich mir das Gästebuch eines orientalischen Puffs vorstelle. Recycling-Plastik-Leder-Imitation mit der Haptik einer Tüte Sauerkraut.

Tut mir leid. Und sei der Inhalt noch so gut, solche Bucheinbände kann ich nicht mal mit gespreizten Fingerspitzen anfassen.

79 Gedanken zu “Yotam Ottolenghi: Grauenvoll vegetarisch”

  1. Manchmal muss man auch einem Buch trotz gruseligen Einband eine Chance geben – ich hatte das letztens mit dem güldenen Buch von GU.

    Und Du tust ihm einfach Unrecht damit – don’t judge a book by its cover.

  2. Ich musste an Gesundheitsschuhe denken: weich und unglaublich hässlich. Aber es kommt doch auf die inneren Werte an. Gib der hässlichen Ente eine Chance!

  3. Das wäre ja genauso, als ob man den Inhalt dieses Blogs nach dem grauenvoll unbedienbaren Onswipe Theme für das iPad beurteilen… ;-)

  4. *die Vergissmeinnicht Büchlein der Schulfreundinnen oder wie ich mir das Gästebuch eines orientalischen Puffs vorstelle. Recycling-Plastik-Leder-Imitation mit der Haptik einer Tüte Sauerkraut* – das ist Poesie :) – allein für diese Zeilen war dieser Einband die richtige Entscheidung!

  5. Ja genau – Robert – du hast Vorurteile. Du tust damit dem orientalischen Puff unrecht. Die verwenden keine solche Gästebücher…

    liebe Grüsse vom Muger

  6. In allen Kritiken zum Buch wurde dieser Einband bisher bemängelt, zumal er vom Original, das ja mit “Plenty” auch den schöneren Titel hat, in so großem Maße abweicht. Für mich ist er mit Humor betrachtet einfach der Beweis, dass sich die watteweichen Gehirne mancher Mitarbeiter des Verlages in der Buchgestaltung fortsetzen (ja, ich stehe mit DK auf Kriegsfuß ;) )

    Aber gestern bekam ich “Meta Kocht” geschenkt. Diese Schweizerin kannte ich bisher noch gar nicht und da kann ich Dir getrost sagen- es geht immer schlimmer! Gegen den Plastikschwammerl-Einband von “Meta Kocht” ist der Ottolenghi sozusagen auf Daunen gebettet. ;) Und dann ist der Inhalt beim Engländer zugegebenermaßen auch sehr viel feiner und ausgefallener und ich möchte Bolli entschieden widersprechen, die die Rezepte mit “grauenhaft” abtut. Grauenhaft ist wirklich anders. Dazu kommt, dass man (ich) bei Meta kaum ein Wort lesen mag, weil die Schriftgestaltung so schrecklich ist, und – tödlich für ein Kochbuch- es stinkt wie Bolle nach Chemie vom Plastikeinband!

    Manchmal liegt die Schönheit halt doch im Verborgenen und ich gehe mit dem Ottolenghi in der Küche unbekümmerter um, als mit einem hochwertig Leinen- und Papiergebundenen Buch.

  7. Das geht ja drinnen grad so weiter – furchtbares Layout, mittelmäßige Bilder. Foodstyling? Ausladende Rezepte… Ein Wunder, dass bisher alle Gerichte die ich aus dem Buch gekocht habe wirklich großartig waren!

    1. Ganz ehrlich, genau dieses reduzierte Styling finde ich mal erfrischend ehrlich. Und die Rezepte gut dazu. Das kann längst nicht jedes Kochbuch mit totgestylten Bildern, die nicht annähernd dem entsprechen, was hinterher dabei rumkommen soll.

  8. Schade, aber verständlich.
    Ich fand ja schon die Übersetzung so grauenvoll, dass ich mir lieber das Original “Plenty” geholt habe.

  9. Ich selbst kaufe mir schon lange keine Kochbücher mehr. Ich bekomme manchmal eins geschenkt. Diese Flut an Kochbüchern kann man ja schon bald nicht mehr überschauen. EIN Engländer der sich der italieischen Küche bedient, wäre eigendlich schon genug gewesen, so erscheint mir das halt!

  10. danke für den Tipp, fast hätte ich mir womöglich optisch mein schönes neues Kochbuch-Bücherregal verschandelt. Vielleicht gibt es das Buch ja auch irgendwann mal als “billig” Auflage in diversen Bücherketten ;-) natürlich nur mit schönem Einband!
    LG
    Klärchen (die auch nicht alles kauft)

  11. Liebe Bolli,

    Du liegst ja sowas von daneben! Bitte nicht immer alles schlecht machen!!

    Ich bin ein wahrer Fleischanhänger, aber seine Rezepte gehören mit zum Interessantesten was ich in den letzten Jahren im FOOD-Bereich gelesen habe.

    Grüße aus der Hauptstadt,
    Martin “BerlinKitchen”

    1. die Rezepte, die ich bei verschiedenen Blogs gelesen habe, fand ich sehr langweilig, abgegriffen, déjà vu und ich kann Dir mindestens 5 Kochbücher aus Italien zitieren, in denen ich diese Rezepte schon gesehen hatte. Was soll ich mir ein Buch kaufen, dass nichts Neues bringt?

      Dann doch lieber das vegetarische Buch von Ducasse, das wenigstens ein paar neue Inspirationen bringt!

      1. zitiere! das interessiert mich nämlich immer, wenn man rezepte herleiten kann. (mir fällt das leider auch oft auf, aber bei ottolenghI?) meinst du “nature” von ducasse?

      2. in den drei Büchern von Ducasse, die ich besitze, find ich auch jede Menge von Gemüserezepten, eine wahre Inspiration. Auch wenn manches kompliziert herzustellen ist, Vereinfachungen sind ja immer erlaubt.

  12. Wo kämen wir denn dahin, wenn ein Koch auch noch einen guten Bucheinbandsgeschmack mitbringen müsste.
    Robert, gib ihm eine Chance, dem Herrn Ottolenghi!

  13. Bereits das schöne “Vive la France” von Stephane Reynaud kommt aufgeplustert daher. Inzwischen ist der schwere Deckel bei meinem Exemplar schon ausgeleiert und hängt lappig vor dem Buch. Diese wattierten Buchdeckel sind einfach eine blöde Idee.
    Auf den Inhalt des Ottolenghi-Buchs kann ich übrigens auch gern verzichten. Bis auf zwei, drei wirklich gute Anregungen findet man wenig mehr als bekanntes levantinisches Gemüse- und Salatgemenge, da hat Bolli schon recht.

  14. Oh, mir schwant Schlimmes… vermutlich sehen die Rezepte alle so aus:

    Der Liebe Rübchen schäle fein,
    leg sie sodann in Essig ein.
    Den Knoblauch treu mit Salz zerdrück.
    Rühr kräftig um, und dann: viel Glück.

  15. Robert, du versteht es, mit Titeln Leser zu fangen – genial!
    Ich kann auf das Buch, auf den Inhalt, auf die Hype gerne verzichten. Ich sehe das ähnlich wie Franz: mit angesagten Produkten aufgehübschte levantinische Küche. Ich gehe in London 10 x lieber in eines der ausgezeichneten libanesischen Lokale als in die poshen Läden von Ottoleghi.
    Ich finde schon seit längerem kein inhaltlich interessantes und auch schön gemachtes Kochbuch mehr, das ich mir kaufen möchte. Und das trotz der Flut an Neuerscheinungen.

  16. Ein Plastikeinband ist ja an und für sich keine schlechte Idee. Wäre der Einband aus Hanf, dann würde er sich baldigst in alle Bestandteile auflösen. Aber die Farbe! Aber die Goldschrift! Aber das Muster! Aber der Titel!
    Definitiv wird sich das Buch nicht über die Gestaltung des Covers verkaufen.
    @Franz: Vive la France ist in dem Sinn gepolstert aber schön aufgemacht. Meins ist noch ganz. Ich nehme an, es wird heutzutage einfach schlechter gebunden als vor xx Jahren.

  17. @mestolo: “don’t judge a book by its cover”. Soweit bin ich mit meiner Rezension gar nicht gekommen.

    @Sylvia: wie beinahe alle Bücher von Dorling-Kindersley wird auch dieses Buch bald auf den Ramschtischen landen. Wenn der Preis tief angesetzt ist, will ich mirs überlegen.

    @Ulrike: das ist doch keine Schweizer TV-Köchin. Die kocht in einem Lokalsender in Zürich :-)

    @Bolliskitchen: was ist heute nicht alles déjà vu ? Alles, auch das meiste, was wir Blogger kochen.

    @der Muger: Plastik ist wenigstens ein sauberes, chemisches Produkt aus der Erdölindustrie.

    @Jan: den Inhalt des Buches habe ich nicht beurteilt. Bin gar nicht soweit gekommen ;-)

    @Micha: ich nenne es Ärger, andere Poesie :-)

    @Eva: doch, ich lasse mich durch Äusserlichkeiten beeinflussen.

    @der Muger: nicht ????

    @Arthurs Tochter: Jessas, wegen des Buches von Meta bin ich auch angefragt worden. Was mach ich denn mit dem, falls man mir eines sendet ? Als Büchernarr gehe ich auch in der Küche sehr sorgfältig mit Büchern um, stelle sie nie direkt neben Lebensmittel.

    @Alex: vielleicht gibts später noch eine kartonierte Volksauflage ;-)

    @Andrea: Rezepte auf englisch lesen geht ja noch, ist bei mir aber Spassmindernd.

    @Rosa May: gerade noch die Kurve gekriegt ;-)

    @Magdi: binnem Kurzem werden alle Yotam-rezepte aus dem Buch verbloggt sein. Das kann ich erwarten.

    @Berlin Kitchen: an sich ein Widerspruch ;-)

    @gourmet-büdchen: bis dann gibt es längstens 30 neue Bücher zum Thema levantinische Gemüseküche.

    @petra: nein, ein Koch, der ein Buch herausgibt, soll sich gefälligst um dessen Aufmachung kümmern.

    @Franz:
    @Eline
    wenn Ihr das auch sagt…. Bolli allein hätte ich es nicht geglaubt.

    @bee: und dann noch in englisch-deutscher Übersetzung.

    @entegut: ein Buch über Kaffee in gewobener Jute eingebunden, mag ja noch angehen. Aber Plastik und Gemüseküche geht nicht.

    1. ich hab nicht ins Buch geguckt und auch noch nie eines seiner Rezepte nachgekocht. Deshalb bin ich misstrauisch ;-)
      Es hilft nichts, in der Kochkunst ist mehr oder weniger alles schon erfunden, schon einmal gekocht worden. Unterscheiden kann man sich nur noch in der Aufmachung.

    2. Ehrlich gesagt find ich deine Kommentare auch etwas deja vu: diese merkwürdige Arroganz gepaart mit einem übertriebenen Sendungsbewusstsein ist doch schon seit den 80ern passe.
      Und die Beweise bist du uns übrigens auch schuldig geblieben…

  18. wattierte bücher sind eine furchtbar dämliche, marktschreierische erfindung, um “wertigkeit” und volumen zu suggerieren. brauchen mehr platz, brauchen mehr plastik. aber ottolenghi und vive la france sind ja nicht die ersten (oder einzigen). ja, die englische originalausgabe mit dem weißen (leider auch wattierten) cover ist schöner und stimmiger, ich hab’ bloß die, weiß deshalb nicht, ob sie innen gleich ausschauen. und nein, in das ottolenghi-bashing einzustimmen, ist viel zu einfach und aufgelegt, das mache ich nicht. denn wie bei jamie oliver gilt: ottolenghi schafft es, den (vielen) leuten vegetarische küche schmackhaft zu machen. ja, sie ist laut, sie ist bunt, sie ist über-aromatisch, aus jedem dorf ein hund. aber das ist egal, solange sie menschen freude macht und endlich weniger fleisch gegessen wird. es braucht nicht jeder koch ein ducasse (setzt den namen eurer persönlichen kochheroes ein) zu sein. kochen im alltag (und nicht nur am wochenende) kann jede inspiration und jede/n befürworter/in brauchen. sonst kann’s nämlich bald niemand mehr.

  19. Hallo,
    heute mein aller,allererster Komentar. Ihr habt schon recht, der Einband ist schrecklich ( fällt aber im Laden sofort ins Auge ) die Rezepte sind aber gut und funktionieren.
    Was mir auf allen Blogs auffällt, niemand erwähnt das wirklich ganz tolle Buch von Bettina Matthaei
    ” Vegetarisch vom Feinsten ”
    Da stimmt alles!!

  20. Köstlich – Deine Wortwahl!!!! Hörst Du noch mein glockenhelles Lachen? :) Geh’ doch bitte öfter mal in Buchläden, stolpere über solche Grauenhaftigkeiten und schreib’ darüber. Bitte!!!! :)

  21. Ich finde sein anderes Buch (Ottolenghi – The Cookbook) sowieso besser, bzw. interessanter von den Rezepten her, deswegen klare Empfehlung dafür meinerseits. Da ist auch das Mürbeteig-Rezept drin, das in „Plenty“ fehlt. Sind nicht die Rezepte des obig genannten Buchs auf englisch eh vorwiegend in der Form einer Internet-Zeitungskolumne des Guardian („The new vegetarian“) auffindbar?

  22. @katha: zu keiner Zeit wurden soviele Kochbücher aufgelegt, wie heute. Zu keiner Zeit wurden so viele Convenience produkte verzehrt, wie heute. Irgendetwas passt da nicht zusammen. Langsam frage ich mich, ob Kochbücher zum Kochen oder eher als Statussymbol dienen. Mit dem andern Engländer hab ichs auch nicht. Wie ich anderswo in einem Kommentar geschrieben habe, wirft der weg, was andere sorgfältig einem Gericht zufügen. Aber die erzielten Buch-Auflagen setzen mich offenbar ins Unrecht.

    @Sybille-Anna: Bei GU schau ich in Buchhandlungen selten hin. Vielleicht sind es auch da Vorurteile, weil ich GU-Bücher zu oft im Ramschverkauf sehe ;-)

    @Hanne: dabei wollte ich mir einen ruhigen Tag machen, das hab ich nun davon !

    @limette: ich wusste nicht mal, dass noch ein anderes Buch existiert.

    1. Nein, Robert. Du hast mit deiner Replik auf Robert recht.
      katha,
      ich bashe JO und Ottolenghi nicht, Ottolenghi finde ich sogar sympathisch. Ich sage nur, dass sie mit dieser Art von Gerichten und Zubereitung kaum dauerhafte Einstellungsänderungen bewirken. Das sind oberflächliche Moden, die keine Einsicht vermitteln. Sie erinnern mich im Ergebnis an die “Pret a manger”-Läden . Da bekommst du plastikverpackte Öko-Fast Food, das letztlich keine geringeren Müllberge hinterlässt als der böse MacD.

  23. Also Herr Ottolenghi ist am Einband garantiert unschuldig – den sucht der Verlag aus, alleine. Bei der übersetzten Ausgabe hat er wahrscheinlich nicht mal das Recht, etwas dazu zu sagen. Und das Layout macht der Buchgestalter, da wird der Autor auch nicht gefragt. (Ich weiß, wovon ich rede. Ich hätte mein Buch freiwillig auch nicht mit einem abwaschbaren Cover mit Schuppenmuster ausgestattet ….)

  24. wunderbare vorstellung: der ästhet als kritiker.
    grundsätzlich interessiert an neuem futterstoff und gespannt durch viele vorschusslorbeeren weicht -haptisch geschockt- ekelerschaudernd zurück.
    mit allen leserreaktionen:
    ganz grosses theater!

  25. Also *lach* irgendetwas hat das… erinnert mich an uralte Fotoalben… Überbleibsel aus einer anderen Zeit… ;-)
    Wenn der Inhalt gut ist, würde ich mich nicht abschrecken lassen :-)

  26. Was das alles auslöst… 8-O
    Sag mal Robert… ich habe so gar kein Ahnung wie das Gästebuch eines orientalischen Puffs aussieht…. woher kommt’s… :oops: :lol: :?:

    Siehst Du – ne ehrliche Tüte Sauerkraut macht einem dagegen erst gar nichts vor – man bekommt genau das, was drin ist… ;-) – inclusive der Haptik… :-D

    Wenn Kritik nur immer so lustig wäre :!:
    Übrigens ist Jute für mich mindestens gleichbedeutend grausam – vegetarisch muss doch nicht zwangsläufig an Aussteiger und Öko erinnern… dann doch bitte weinroter Samt oder auch Seide. ;-)
    Naja – man wird sich doch mal was wünschen dürfen… :roll:

  27. Ja, wenn nu alle dann fast wieder in die allseits und ewig stets beliebte Diskussion *Ist Kochkunst, ist keine Kochkunst, wird nie und nimmer Kochkunst* rutschen, na dann würde ich mir gerne ein kochkunsthochwertiges Rezept für Bohnen (Buschbohnen/ Stangenbohnen) wünschen von allen, die glauben, ein solches zu besitzen. Hier ist ja schließlich echt was los :)!

    Am liebsten zeitnah gebloggt: die Bohnen-Fülle hat nämlich begonnen.

  28. @Petra Foede: das wundert mich. Es mag nicht jeder Autor etwas von Buchdesign verstehen, aber manchem Buchdesigner wäre geholfen, wenn ihn der Autor darüber beraten könnte, um was es in seinem Buch überhaupt geht.

    @Heike: dann drück ich Dir die Daumen.

    @schelli: was habt ihr alle bloss wegen eines rasch hingeworfenen Artikelchens ;-)

    @Elisabeth: an am Buch angebrachte verschliessbare Schlösslein und Schlüsselchen aus Messing kann ich mich auch noch erinnern.

    @Ulrike: ein Zürcher Lokal-TV-Sender ist kein Schweizer TV-sender. Aber ich hab eh keinen Fernseher.

    @Barbara Klein: ein fester Karton genügt mir, bitte mit Schutzhülle.

    @Heidi, die II.: Wie soll ich das wissen ohne Fernseher ? In Büchern kann man solches ja nicht nachlesen.

    @buchstaeblich: ich muss Sie enttäuschen. In meinem Keller steht kein Topf mit selbstgestampftem Sauerkohl. Mein Sauerkraut ist immer in Plastik eingeschweisst. Wenn ich auch bei Gästebüchern flunkere, hier nicht ;-)

    @la grosse mère: dieser Beitrag geriet eher zur unfreiwilligen Komik.

    @Micha: zur Sache, ein Bohnenrezept, sollst Du kriegen ! Nicht heute, nicht morgen, die nächsten 2 Wochen sind schon voll. Aber Ende Juli.

  29. Jetzt muss ich mich nochmal zu Wort melden. Hut ab generell vor allen bloggern – ich bin eine gute Epigonin und koche brav hinterher, selbst mangelt es mir an Phantasie und Mut zum Nachkochen. Was nun aber den Herrn Ottolenghi anbelangt, erlaube ich mir ein fundiertes, weil “praktisches” Urteil. Einer der schärfsten Kritikerinnen sei hiermit entgegen geschmettert: Himbeer-Clafoutis hab ich auch schon irgendwo mal gesehen. Ein Rezept wie den “Bittersüßen Salat” (S. 162) hingegen noch nicht. Die Art und Weise, Gemüse, Reis, diverse Teige, Hülsenfrüchte usw. zu schichten, verschiedene Texturen auf den Gaumen zu katapultieren und zu kombinieren, ist zumindest modern. Nicht modisch. Außerdem verschleiert er die Herkunft der Rezepte ja nicht und behauptet nicht, der Erfinder zu sein. Man kann auch nicht jedes Rezept unter Kartoffelbeteiligung abtun mit dem Hinweis, dass es die Kartoffel ja schon, ach, so lange gäbe. Ich mag die Rezepte. Ich habe viel gelernt. Als Lernwillige und Neugierige, nicht als Satte.

    1. Sylvia: wenn ich ein Kochbuch verlegen würde, dann würde ich den Himbeer-Clafoutis NICHT hereinnhemen, das nur so nebenbei, da ich aber kein Kochbuch veröffentlicht habe, kann ich es mir auch leisten, zu bloggen, was mir und nur mir alleine Spass macht.
      Wenn Du aber genauer gelesen hâttest, hâttest Du die kleine Variante in meinem rezept gesehen, die es bslang so nicht in Kochbüchern gab!

  30. @Sylvia: gut so. Leider hab ichs unterlassen, einen Blick ins Buch zu werfen und bin nun aufs Nachkochen anderer Blogger angewiesen.

    @the rufus: zum Vorlesen habe ich die bessere Stimme.

    @kitchenroach: alles harmlos.

  31. Also einen abwaschbaren Einband finde ich bei Kochbüchern sogar richtig ANGESAGT. Und zumindest auf dem Foto oben sieht das Buch auch nicht übel aus!

  32. ***kopfschüttel***
    Und wieder mein altbekannter Kommentar: Leben und leben lassen. Kochen und kochen lassen. Und nicht alles so bitterernst thematisieren.

  33. Ja, das Cover ist das hässlichste Cover, dass man sich vorstellen kann, im englischen Original sieht es nicht so aus! Der Inhalt ist dafür umso besser!! Man kann wirklich was lernen von Ottolenghi! Und die Fotos im Buch sind ebenso sehr gut gelungen.

  34. Robert, solche Einbände solltest du doch aus den 70iger-Jahren kennen. Damals war das auch hip. Kommt alles wieder, in der Mode beim Essen und überhaupt. ;-)

  35. @Helma: über kurz oder lang wirds eine kartonierte Volksausgabe geben. Dann greif ich zu.

    @zorra: in den 70-er Jahren hab ich mich noch nicht fürs Kochen interessiert.

    @zorra: war so ins entsprechende Feld geschrieben, ich habs auf zorra korrigiert, dein Blog heisst doch 1 x umrühren :-)

  36. …kann es vielleicht sein, dass sich hier ein wenig narzisstisches Denken bei Herrn Robert L. in den Vordergrund geschoben hat?

  37. Ein bisschen spät, doch zu dem Ottolenghi kann ich nur unterstreichen, was Bolliskitchen schrieb “die Rezepte, die ich bei verschiedenen Blogs gelesen habe, fand ich sehr langweilig, abgegriffen, déjà vu und ich kann Dir mindestens 5 Kochbücher aus Italien”… (Spanien, Frankreich; Schweiz, etc.)…” zitieren, in denen ich diese Rezepte schon gesehen hatte….” . Nichts wirklich Neues im Ottolenghi…

    Da finde ich “Vegetarisch für Gourmets” 1999 von der guten “alten” Marianne Kaltenbach geschrieben, besser und interessanter…

    @Petra Foede das “den Einband sucht der Verlag aus, alleine..” kann ich nicht bestätigen. Den Einband suchte ich aus und beim Layout wurde ich auch gefragt…

    Ich habe sehr viele Kochbücher aus den 1970er Jahren. Doch kein einziges mit der Art Einband wie ihn der Ottolenghi hat…

  38. @Margit Kunzke: oh, die gute Marianne Kaltenbach ist bei uns etwas in Vergessenheit geraten, zu Unrecht. Muss ich mir wieder mal hervorholen, sobald ich la cucina verde von Carlo Bernasconi durchgekocht habe :-)

  39. @Bolli – ich finde du führst dich ziemlich überheblich auf – du bist doch nicht das maß aller dinge. solange keine gänsestopfleber oder schalentiere auf den tisch kommen ist es doch für dich sowieso kein essen. dekadent geht die welt zu grunde…

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