Zipfelmützen für Gartenzwerge: Tomaten Marco F.

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rote Zipfelmützen für Gartenzwerge

Kleine Häkelanleitung für rote Wollmützen: Mit Zucchiniwürfelchen und Stracchino (einem säuerlichen Frischkäse aus der Lombardei) gefüllte Tomaten, aromatisiert mit frischem Majoran. Damit der reife, zähflüssige Stracchino nicht ausläuft, wird die Tomate mit einem Deckel aus gebratenen Auberginenscheiben verschlossen. Ein Rezept von Carlo Bernasconi aus La cucina verde.

Zutaten
4 mittelgrosse Strauchtomaten (ich nahm 3 längliche, aus denen ich letztlich 6 Hälften draus präparierte)
4 Scheiben Auberginen vom gleichen Durchmesser wie die Tomaten (bei mir 6 Scheiben aus einer kleinen Aubergine)
50 g Zucchini in kleinen Würfeln
2 Elf. Butter
1 Elf. frischer Majoran
50 g reifer Stracchino oder Crescenza oder ein anderer, aromatischer, weicher Frischkäse
1 Elf. gehackte Petersilie
Olivenöl
schwarzer Pfeffer, Salz

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Käse-Zucchinimasse in die Tomate eingefüllt

Zubereitung
(1) Tomaten kreuzweise einritzen, etwa 1-2 Minuten in kochendem Wasser überbrühen, herausnehmen und auskühlen lassen.
(2) Auberginenscheiben in Olivenöl bei mittlerer Hitze beidseitig goldbraun anbraten. Salzen und auf Küchenpaper abkühlen lassen.
(3) Zucchini in 3 mm grosse Würfel schneiden und 5 Minuten in der Butter in einer Pfanne dünsten.
(4) Tomaten sorgfältig häuten, einen Deckel mit dem Stielansatz abschneiden und die Tomate mit einem Löffel vorsichtig aushöhlen.
(5) Zucchini mit Majoran und dem Frischkäse vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Tomaten füllen.
(6) Die Tomaten mit einigermassen passenden Auberginenscheiben verschliessen, die Tomaten umdrehen und auf den Auberginendeckel stellen. Mit Olivenöl beträufeln, Petersilie aufstreuen und servieren.

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Sechs Zipfelmützen. Wer hat die siebente ? und wo ist Schneewittchen ?

Eine wunderbar erfrischende “Buffet”-taugliche, gefüllte Tomate. Wir haben sie zu “Gschwellti” gegessen. Das Rezept stammt aus dem Bistrot von Marco Fadiga in Bologna.

21 thoughts on “Zipfelmützen für Gartenzwerge: Tomaten Marco F.”

  1. Und hoffentlich ißt Schneewittchen nicht alle Tomaten, sondern läßt mir noch was übrig! Paßt wunderbar zu den heißen Temperaturen bei uns.

  2. Stracchino, mein Liebllingskäse, den ich hier in Deutschland nicht bekomme :o(

    Da ich demnächst in der Toskana bin, nehme ich dieses Rezept mit!

  3. Was für eine reizende Idee, die ich gerne für eines meiner Buffets übernehmen werde. Vielen Dank.

    PS: Schneewittchen könnte eine ähnliche Version aus einem Taubenei oder grossen Hühnerei sein. Das obere Drittel würde dann mit der Schnittseide nach oben aufzusetzen sein. Und Schneewittchen bekäme ein Beet aus Brunnenkresse, in dem sie hübsch stehen würde.

    1. Somit wäre mein letzter Glaube an das Gute und das Schöne (nach dem Weihnachtskind und dem Osterhasen) auch noch flöten gegangen …

      1. Moment, ganz so schlecht ist die Zwergenwelt nicht. Wir haben noch nicht vom 7. Zwerg gesprochen, denn der steht in der Küche und arbeitet unermüdlich an weiteren Tomatenmützchengerichten. Er lädt dann alle Tiere vom Wald ein. Auch Schweizer und Enten sind dazu eingeladen. ;-)

        1. DER gütliche Vorschlag ! Hach, dann ist “meine kleine Welt” wieder in Ordnung. :-)
          Ob der 7. Zwerg mit seiner Tomatenmützchengerichteproduzentenrolle (zusätzlich zum Eisbecher) ebenso einverstanden ist … – hoffen darf man/frau immer.

  4. Die Anregung für die Mützen nehme ich ja sehr gerne, aber die Gartenzwerge sind hoffentlich ausgestorben und Schneewittchen ist mitlerweile sicher so clever, hat sich mit den Zwergen zusammengerottet und die böse Stiefmutter vergiftet *ohoh, klärchen aussem Büdchen ist aber heute böse*

  5. @Micha: Tomaten hat man zu Zeiten Schneewittchens noch gar nicht gekannt :-)

    @Eva: besser geht immer noch, sonst müsste ich ja sofort aufhören ;-)

    @Petra: Stracchino hole ich auch nicht im Käsefachgescht sondern beim Italiener.

    @kochfraua: nee, Schneewittchen stelle ich mir ohne Eierkopf vor. Hübsch mit blassem Teint und schwarzen Haaren. So hab ich das gelernt.

    @Rosa: es waren auch herzige Tomätchen.

    @entegut: ertappt, ich wollte es nur nicht selber reinschreiben :-) Ich habe grundsätzlich ein gutes Herz, heut hab ich unserer hungernden Hausspinne eine Fliege gefangen und sie ihr ins Netz gelegt. Den dankbaren Blick werde ich nicht vergessen.

    @bee: wenn schon Münsterkäse, die Assoziation zu getragenen Wollsocken läge dann nahe.

    @the rufus: die haben ja gar keine roten Mützen.

    @turbohausfrau: als Gartenzwerg muss man modisch mithalten.

    @gourmet-büdchen: ich kenn noch bösere Versionen ;-)

  6. @Fingerfood Berlin: Cherrytomätchen haben bestimmt auf einem Löffel Platz. Den Verschluss kann man sich auch anders basteln.

    @irene: Zwergensprache ?

    @Nathalie: eigentlich Marco F. da habe ich den einen mit dem andern vertauscht.

    @Elisabeth: nachteilig ist nur, dass am Ende alles verschwunden ist.

    @Magdi: Pellkartoffeln, dazu verschiedene Käsesorten, die eine davon war in den Tomaten.

  7. Ach was sind die soooooo schön …. die werde Ich mir gleich mal Sichern … sammle gerade gaaaaaaanz viele Ideen für ein Fingerfoodbuffet zur Konfi meiner Tochter … die werden ihr gefallen … sind auf einen Löffel angerichtet … gleich im Mund verschwunden :o)

    Lg Kerstin

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