Spaghetti mit grünen Mandeln

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Ab Mitte-Ende Mai sind die Nuss-Schalen junger Mandeln bereits so hart geworden, dass man das grüne, anfänglich weiche Schalenfleisch nicht mehr verwenden kann. Auf Sizilien werden frische, aus der harten Schale gepellte Mandeln dann gerne zu pesto alla trapanese verarbeitet. Der pesto lässt sich aber auch aus getrockneten Mandeln herstellen, siehe: Spaghetti alla trapanese. Bevor meine grünen Mandeln aus Klein-Instanbul im Kühlschrank sich hart und schimmlig ärgern, will ich sie verbrauchen.  Ich hacke sie nach dem Garen grob, und mische sie zu angewärmten Tomatenwürfeln mit Salzkapern. Kein Pesto, aber allemal eine sehr gute Verwendung für die grünen Mandeln.

Zutaten
für 2 Personen

200 g Spaghetti
50 frische, grüne Mandeln
1 Msp. Natron (Natriumhydrogencarbonat, doppeltkohlensaures Natron)
1 Elf. Salzkapern, gewässert
6 reife Merinda-tomaten
1 Knoblauchzehe, gehackt
Salz, Pfeffer
2  Elf. frische Butter
1 Elf. Olivenöl

frische Basilikumblätter
Parmesan

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Zubereitung
(1) Den Stielansatz der Mandeln abschneiden. Jede Mandel mit dem Messer rundum (entlang der Schmalseiten) anschneiden, nicht ganz durchschneiden. In 5 dl kochendes Salzwasser geben, wenig Natron hinzugeben und etwa 25 Minuten köcheln, bis die Mandeln knapp gar sind. Wasser abschütten und Mandeln mit kaltem Wasser abspülen. Die abgetropften Mandeln grob in Scheiben hacken.
(2) Tomaten enthäuten, in 1 cm Würfel schneiden und beiseitestellen. Gelee und Kerne mit wenig Wasser auskochen, einreduzieren.
(3) Spaghetti in gesalzenem Wasser al dente kochen.
(4) Gleicheitig in einem grossen Topf die gegarten Mandeln und den Knoblauch in Olivenöl kurz abraten, mit dem abgesiebten Tomatenfond ablöschen, Butter hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann die Tomatenwürfel darin kurz warm-ziehen lassen. Zum Schluss die abgegossenen Spaghetti darin schwenken. Basilikumblätter in Streifen unterziehen und mit Parmesan servieren.

15 Gedanken zu “Spaghetti mit grünen Mandeln”

  1. Und Frau L. kommt zu ihren geliebten Spaghetti :)!
    Erinnern grüne Mandeln bereits geschmacklich an die getrockneten, die wir alle kennen, oder schmecken sie völlig anders?

  2. Oh, wunderbar. Ich hab mich immer mal wieder gefragt, was man eigentlich mit den grünen Mandeln macht. Jetzt muss ich mal schauen, lb es die nächste Woche noch auf dem Markt gitb.

  3. Da muss Ich nachher mal ausschau halten, vielleicht sind noch grüne Mandeln am Baum meiner Freundin ;)
    Wenn nicht muss die andere Variante herhalten.

    Liebe Grüße ins Pfingstwochenende
    Kerstn

  4. Nochmals so ein leckeres Rezept mit diesen Mandeln… ich muss mich hier wohl doch mal auf die Pirsch begeben, allerdings weiß ich (noch) nicht, wann denn der richtige Reifegrad ist.

    Warm genug ist es hier, wir sind für unsere Mandelbäume ja berühmt :-)

  5. Das liest sich wunderbar! Mir gefallen auch die Kapern sehr gut darin. Den Pesto Trapanese hab ich übrigens auch noch nie gegessen. Mandeln zu Pasta jedoch schon, schmeckt sehr gut!
    Ich wurde heute aus der Kasernen-Küche verwöhnt. Militärbesuchstag bei meinem 2. Altesten. Da gabs : Hörnli Bolonäs…

  6. @Micha: der Kern schmeckt nach Mandeln. der grüne Mantel drumherum ist bitter, nach dem Kochen schmeckt er nicht unähnlich wie Artisckocken, die weisse Zwischenzone ist milder.

    @Kochschlampe: viel kann man damit nicht machen, einlegen ist noch beliebt.

    @Rosa May; thats valid for all types of spaghetti sauces.

    @Verboten gut: bei euch wachsen auch Mandeln ?

    @Britta: das waren die lezten Maneln heuer !

    @Pepe Nero: da warst Du ja zu beneiden, Hörnli… kommt gleich nach Spaghetti. Dazu noch aus dem 100 Liter Kippkübel des Militärs. Ich hoffe, das die Inspektion zu deiner Zufriedenheit ausfiel.

  7. Gut, wenn ich das hier sehe, dann muß ich wohl doch mal zum Münchner Klein-Istanbul fahren. Bei uns wächst sowas nämlich nicht – oder nicht, dass ich wüßte….
    Schöne Feiertage wünscht
    Susanne

  8. Lach… aber ja doch, ein richtiges Festmal und immer so ästhetisch und liebevoll angerichtet…. nächsten Freitag hab ich nochmals das Vergnügen… Beförderungsfeier… da gibts allerdings nur ein Apero… ich hoffe nicht aus der Gamelle…

  9. @kegala: bei Spaghetti geb ich mir immer besonders Mühe.

    @Susanne: Mandelbäume wachsen im Verborgenen.

    @Pepe Nero: Apero mit Bundeswein, sieh an, das Vergnügen hatte ich noch nie.

  10. …so ist das anscheinend, wenn einer weiter macht (gaaaanz freiwillig natürlich) . Geschadet hat’s ihm mal nicht… nur die sprachlichen Veränderungen stellen einem manchmal so ein bisschen die Nackenhaare auf… ich würd sagen, es reicht! …und ob der Apero ein Vergnügen wird, wird sich ja erst noch zeigen… die Spannung steigt!

  11. Es gab dann im Fall keine Hörnli-Bolonäs-Crostini zum Apero… Da wurden belegte Brötchen aufgetischt! Und so kleine Dinger mit Thunfisch gefüllt. Meine Easy (Hund) fand sie sehr gut… bis auf die Deko-Olive, die hab ich gegessen.
    Den Bundeswein hab ich nicht probiert. War ein weisser… ausserdem musste ich ja den frisch gekrönten noch sicher nach Hause bringen… die halbe Strecke nicht schneller als im zweiten Gang… sehr ermüdend. Allerdings hat die Ermüdung bereits schon bei den vielen Ansprachen eingesetzt… die Nationalhymne kann ich jedoch immer noch nicht. Da brauchts wohl noch ein wenig Uebung.

    1. Bei den vielen Wurzeln kommen einem zwangsläufig die verschiedenen National-Hymnen durcheinander. Hmm..hmm..hmm.. wird beim mitsingen überall verstanden ;-)

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