Wildspargel-Morchel-Pastetli

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Alle Jahre wieder. Morchelsaisonende mit Wildspargel im Pastetchen. Sogar einen Bund Kerbel hatte ich mir gekauft…. und während der Kocherei (schon wieder !) vergessen. Das kommt davon, wenn man einfach ohne Plan draufloskocht.

Zutaten
4 Blätterteigpastetli, gekauft
150 g frische, kleine Morcheln
250 g grüne Wildspargeln
2 Thymianzweiglein
frische Butter
1 Frühlingszwiebel mit Grün
1 kleine, zerdrückte Knoblauchzehe
500 g dicke Bohnen (Fave)
25 ml weisser Portwein
25 ml Sherry trocken
2 dl Vollrahm
50 ml Hühnerfond
Biozitronenabrieb und -saft
Salz, Pfeffer

Zubereitung
(1) Saubohnen aus den Hülsen lösen, 1-2 Minuten im Dampfsieb garen, unter fliessendem Wasser abkühlen, Bohne für Bohne mit einem Messer aufschlitzen und den grünen Kern herauslösen.

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(2) Die Spargelenden etwas einkürzen. Von den Spargelspitzen 8 cm lange Stücke abschneiden, Rest in 2 cm Stücke schneiden. Getrennt im Dampfsieb ca. 1 Minute (Spitzen) bzw. 5 Minuten (Enden) garen oder in Salzwasser blanchieren.

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(3) Morcheln putzen, der Länge nach halbieren. In kochendem Salzwasser 20 Sek. blanchieren, dann auf einem Sieb trockenschütteln.
(4) Die Morcheln in einer heissen Sauteuse, gut abgetropft, in wenig Butter zusammen mit den abgezupften Thymianblättchen andünsten. Sobald sie Wasser ziehen, auf ein Sieb giessen und abtropfen lassen. Saft auffangen.
(5) Die gehackte Frühlingszwiebel und die etwas zerdrückte Knoblauchzehe in derselben Pfanne in wenig Butter leicht anziehen, den Morchelsaft sowie die kleinen Spargelstücke zugeben, salzen, pfeffern und mit Sherry, Porto und Hühnerfond ablöschen. Auf die Hälfte einkochen, abgetropfte Morcheln und Fave zufügen, Rahm hinzu und etwas einkochen, bis eine cremige, aber nicht allzudicke Sauce entsteht.
(6) Mit einem Spritzer Zitronensaft, Zitronenabrieb und Salz und Pfeffer nachwürzen.
(7) Die Spargelspitzen in wenig Butter kurz anbraten, salzen, pfeffern.

Alles in die im Ofen bei 120°C kurz vorgewärmten Pastetli anrichten.

ENDE MORCHEL.

21 Gedanken zu “Wildspargel-Morchel-Pastetli”

  1. Tja, da hilft nix, außer: nochmal machen. *g*
    Magst Du ergänzen, an welcher Stelle der Kerbel ins Spiel gekommen wäre? Oder steht das in einem älteren Rezept?

  2. Traurig…wo ich doch Morcheln so mag! ;-)

    Und übrigens: ich glaube dir fast alles, aber nicht, dass du ohne Plan drauf los kochst….:-)

  3. Wenn das ohne Plan war, möchte ich lieber nicht wissen, wie Du mit Plan kochst.
    Wildspargel gab es hier letzte Woche zu kaufen, jetzt nicht mehr, leider…..

  4. Uiuiui, das sieht fein aus – und so hübsch angerichtet, als ob die Spärgelchen aus dem Pastetli wachsen würden.
    Ich hab heuer keine einzige Morchel gefunden. Zuviel Bise, der Wald war und ist – hier zumindest -knochentrocken. Und immer wenn es ein bisschen feucht gewesen wäre, war Schonzeit. Gut, dass die jetzt dann kurzum abgeschafft wird.

  5. Man muss so etwas bloß richtig in Szene setzen. Beispielsweise für Gäste.

    „Ich hätte gerne noch etwas von den weißen Trüffeln vergessen, aber es waren keine mehr im Haus.“ ;-)

  6. Jeden Bohnenkern einzeln einritzen und aus der Hülle befreien? Holla, auch eine sehr meditative Arbeit, oder? ;-)
    Morcheln hab ich in frisch leider noch nie gesehen, Wildspargel auch nicht :-( Aber die Pastetchen sehen großartig aus :-)

  7. Mist, neulich gab es tatsächlich mal Wildspargel bei meinem Gemüsehändler und ich habe nicht zugegriffen :-(

    Und zu hohen Anlässen werden die Pastetlihüllen dann auch noch handgepfriemelt, gell :-D ?

  8. @Hesting: ganz zum Schluss, Kerbel ist kein Kochkraut.

    @Micha: “ohne Plan” meint “kopflos”.

    @Bolliskitchen: aus der Türkei. Französische habe ich bei uns noch nie gesehen.

    @Christina: schöner Start, eben mit einem Back-Debakel geendet.

    @Rosa May: vol-au-vents always !

    @Barbara: als Blumenstrauss nur bedingt geeignet.

    @Eva: wieder zurücke ? ohne Plan nicht, aber ohne Kopf.

    @Susanne: Frau L. sagt immer, wir müssten einen Tunnel zum nahen Warenhaus bauen lassen, damit ich die fehlenden Zutaten trockenen Fusses jederzeit behändigen könne.

    @Wilde Henne: Schonzeit ? Brauch ich nicht zu kennen, ich finde eh keine Pilze.

    @bee: mit Kerbelkraut verpufft die Wirkung.

    @Anikó: deshalb empfiehlt es sich, mit der Zubereitung der Bohnen zu warten, bis sie eine gewisse Grösse haben :-)

    @sammelhamster: derzeit stehen gottseidank keine hohen Feste an.

  9. Vergessen? … Das kommt mir irgendwie bekannt vor ;-), aber ich musste das sofort der besten Ehefrau von allen zum Lesen geben, vielleicht wird mir nächstes Mal eher verziehen!
    Mit lieben Gruss aus den Ferien,
    Andy

  10. @Pepe Nero: anfallen ? Kartoffeln wirken beruhigend ;-)

    @Andy: Ferien ? Da wollte ich auch mal hin !

    @the rufus: eine recht statische Seite, wie mir scheint ;-)

  11. Ich habe es heute einmal nachgekocht! Ich kann nur sagen: Super! Schmeckt sehr sehr gut und ist etwas sehr ausgewogenes. Lohnt sich !

    Lg Brigitte

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