Wer zu spät kommt, den beschenkt das Leben… Randen mit Speck und Tomaten

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Nichts von Strafe ! Die Michail S. Gorbatschow zugeschriebene Spruchweisheit von Gennadi Gerassimov gilt nicht für foodblogger. Wer bei uns zu spät kommt, der wird reichlich belohnt: mit einem erprobten, gut schmeckenden Gericht. Besonders wenn es dazu noch Wienerschnitzel gibt. Dass der Zuspätkommende ausser der Ursprungsquelle Küchenschabe noch ein paar zusätzliche links von den schnelleren Kolleginnen chili & ciabatta, grain de sel, Wildes Poulet einsetzen muss, zähle ich nicht als Strafe.

Zutaten
3 kleine Randen (rote Rüben, rote Beten)
neutrales Pflanzenöl (L: Olivenöl)
3 Schalotten, fein gehackt (L: in Streifen geschnitten)
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
6 ganz dünne Scheiben Bauchspeck, in Streifen geschnitten (L: mein Kirschcarrée von Maurer aus der Migros)
6 – 8 Cocktailtomaten, grob gewürfelt (L: 1 Handvoll bunte)
3 Elf. alter Balsamico-Essig
Saft einer halben Zitrone
5 Elf. Olivenöl, extra vergine (L: 3 Elf)
eine Handvoll gehackte Petersilie

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Zubereitung
(1) Randen im Dampfsieb weich kochen (L: 30 Minuten), schälen und in grobe Scheiben schneiden. In einem Topf etwas Öl erhitzen und den Speck darin drei Minuten rösten. Schalotten und Knoblauch hinzufügen und braten, bis sie weich werden und zu karamellisieren beginnen, ungefähr fünf Minuten. Salzen und pfeffern. Den Topf vom Herd nehmen.
(2) Essig, Zitronensaft, Tomaten und Olivenöl hineingeben, solange die Schalottenmischung noch warm ist. Die noch lauwarmen roten Raden untermischen und das Gemüse eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann die Petersilie dazugeben.
Süß – säuerlich – salzig: Empfehlenswert ! Dazu kleine Kalbsplätzli als Wienerschnitzel gebacken.

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nicht nur langsamer, auch vergesslicher: etwas fehlt, dafür mit mehr Fleisch

15 thoughts on “Wer zu spät kommt, den beschenkt das Leben… Randen mit Speck und Tomaten”

  1. Empfehlenswert – exactement!

    Und jetzt habe ich aber wie ein Fuchs gucken müssen. Wie: *etwas fehlt*?
    Aber ich habe schließlich entdeckt, dass das noch vor dem Essen war ;)

  2. Sehr hübsch mit den gelben Tomätli :-D
    Das was fehlt, ist doch das, was bei Dir öfters mal vergessen geht, oder nicht? Das ist das, was bei mir auch gefehlt hat, aber nicht weil vergessen, sondern weil nicht vorhanden. ;-)

  3. weshalb tue ich mir das eigentlich an und schau mir Deine Leckereien schon vor dem Frühstück (welches unter der Woche gar nicht stattfindet) an? :-) na klar, weil sehr appetitanregend ist!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  4. Und natürlich sehen die Fotos bei dir wieder wunderschön und viel besser als bei mir aus ;-(
    Wenn ich statt fehlendem Kräutlein mehr Fleisch bekomme, hätte ich überhaupt nix dagegen!

  5. Bei mir stehen auch noch ein paar Rote Rohnen im Garten. Das wird nachgekocht! Bei Wienerschnitzel gibt es allgemeinen Beifall der Jugend. Du hast ihnen wieder einmal dazu verholfen.

  6. @Tina: rote Bete gibts gottseidank noch lange.

    @Micha: mal ist es der Parmesan, mal die Petersilie, ohne vollständiges mise en place vergesse ich immer etwas.

    @Wilde Henne: kleinwüchsige Petersilie und mannshoher Mais sind halt nicht ganz dasselbe.

    @lieberlecker: damit sparst Du dir das Frühstück.

    @Rosa Mayland: rote Bete mögen manche nicht

    @Die Küchenschabe: Anderswo schmeckt immer alles besser oder sieht mindestens besser aus ;-) Nein. Ich brauche keine gestylten Fotos. Wenn ich schon was nachkoche, weiss ich, das es gut wird.

    @Magdi: das leicht säuerliche Gemüse ersetzt den Zitronenschnitz zu den Schnitzeln.

  7. wunderschönes rrübenrezept!
    ich überlege gerade, ob rote rübe gut mit blunze (blutwurst) harmoniert und glaube wohl. roter blunzenburger – rrübe-blunze-rrübe.

    1. schönes Rezept , anstatt Petersilie kam bei mir frisch geriebener Meerrettich darüber . somit auch noch scharf, nach süss , sauer , salzig dazu und kleine Lammfilet`s

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