CH-2000 Neuchâtel: Restaurant du Banneret

Restaurant Banneret

Es gibt zweifellos bessere und höher dotierte Restaurants in Neuchâtel. Aber wer schwerbepackt mit Essbarem aus dem Italiener-Laden von Silvio Zanetta herauskommt und Richtung See läuft, dem steht nach 50 Metern ein italienisches Restaurant im Wege: das Banneret (Name vom steinernen Bannerherr in der Bildmitte). Die Fenster warten seit geraumer Zeit auf den Frühjahrsputz. Guter offener Rosso di Montalcino. Leidlich gute Pasta, ich kriege caramelle, gefüllt mit Fleisch, serviert mit kurz angezogenem Rucola und Rohschinken. Signora lamiacucina isst spinacioni, grosse Tortelloni mit Spinat/Ricotta-Füllung an Tomaten-sauce. Der Pastateig ist zu dick, meine selbstgemachten sind dünner. Und trotzdem schmeckt’s mir hier, man darf nicht immer meckern. Und wenn ich hier bin, so bin ich hier und eben nicht zuhause. Schluss.

CH-2000 Neuchâtel: Himmel voller Schinken

Zanetta Laden
Silvio Zanetta. La Source du Salami steht über dem Schaufenster. Ein schöner, authentischer Italiener-Laden in Neuenburg, Rue des Moulins 23. Mitten in der belebten Altstadt. Ein Laden, wie man ihn sonst nur noch in Italien findet.  Immer unser erstes Ziel wenn wir da sind. Grosse Auswahl an getrockneten Bohnen. Dazu alles, was es in einem Italiener-Laden zu kaufen gibt: Salami, Antipasti, Mortadella, Käse, Pasta, Olivenöl und Wein.

Zanetta LagersäckeDer Laden läuft gut, die Ware ist frisch, das merkt man den kurzen Garzeiten der Bohnen an. Schade, dass die “occhi neri” ihre schönen, schwarzen Augen beim Kochen verlieren. Das liegt halt an den Bohnen, da kann Signore Zanetta wirklich nichts dafür.

Patate, Prugne e Scalogne in padella

Kartoffel-Schalotten-Zwetschgen-Eintopf

Ein köstlicher Kartoffel-Schalotten-Pflaumen-Eintopf mit Schinken für die Fastenzeit. Entdeckt von Frau lamiacucina in einem piemontesischen Weinheft. Während ich mit dem Weinhändler verhandelte, memorierte meine Frau das Rezept. Der Name des Gerichtes und seine Herkunft gingen vergessen. Geblieben ist ein (für mich unerwartet) begeisterndes Gericht, das die Aussage eines Basler Gastronomen widerlegt: “Eintöpfe sind mir ein Greuel. Diese Art zu kochen hat keine Berechtigung. Alles in einen Topf schütten und davonlaufen, nein, das kann nichts Gutes geben”. Ob es wohl am Davonlaufen oder nur am Namen “Eintopf” liegt? zum Rezept: Continue reading Patate, Prugne e Scalogne in padella

Neuchâtel a.o.c. non filtré 2006

Auvernier non-filtréSeit Mittwoch, 17. Jan. 2007, ist er wieder zu haben: der Neuenburger «Non Filtré», Jahrgang 2006. Der unfiltrierte, leicht trübe Wein aus der Chasselas-Traube fasziniert mit seinem in guten Jahren typischen Bouquet (leichte Hefenote, Linden-blüten und Zitrusfrüchte), viel Frische und Geradlinigkeit im Gaumen. Nach einer (bösen) Legende sollen die Schweizerischen Bundesbahnen früher Haupt-abnehmer des Neuenburgerweins gewesen sein. Der Wein sei über längere Zeit als Unkrautvernichter in den Geleisen eingesetzt worden. Bis den Bähnlern aufgefallen ist, dass Schweizer Schienen schneller vom Rost zerfressen werden als anderswo.
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Migros Sélection: Kalbsinvoltini an Tomatensauce

Kalbsinvoltini MigrosMigros, der Grösste der schweizerischen Grossverteiler, beglückt uns mit einem neuen Convenience-Produkt aus der Edelreihe Sélection. Das Bild auf der Packung sieht hübsch und appetitlich aus, ein Grund das Produkt zu prüfen. Ernüchterndes Resultat: Kantinenkost 2. Klasse. Damit werkelt Migros an der Selbstdemontage ihrer Sélection-Reihe. Dabei sind einzelne dieser Produkte wirklich ausgezeichnet: zB. Rocquefort Papillon im Inertgas-behälter oder der Pfeffer-Frischkäse. Zum Testbericht:
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Stachys du knolliger Ziest

StachysWer vermutet, dass der Titel ein Zitat aus Richard Wagners Ring des Nibelungen sein könnte, liegt falsch. Letzte Woche habe ich bei meinem Gemüsebauern (meinem? nein, ich muss ihn mit andern teilen) die letzten Stachys dieser Saison gekauft. Stachys gehören zur Familie der Lamiaceae (kann man alles bei Wiki nachlesen) und werden in der Schweiz von ein paar alternativen Gemüsebauern angebaut. Ein etwas teures Gemüse mit zartem Geschmack, irgendwo zwischen Artischocken, Schwarzwurzeln und Kartoffeln. Continue reading Stachys du knolliger Ziest

Fragole con salsa di lamponi

Fragole con salsa di lamponiDie letzten Dörrbirnen sind aufgegessen. Auf dem Markt gibt’s schön aussehende und duftende Erdbeeren. Bescheuert. Aber ich greife zu, 2 Monate später werden sie auch nicht besser sein. Kurze Schelte von Frau lamiacucina. Erdbeeren waschen und probieren. Die Erdbeeren schmecken… nach Gurken. Textur etwa wie Kohlrabi. Nur duften tun sie gut. Nach naturidentischem Aroma von Givaudan oder Haarmann-Reimer. Es bestätigt sich: Nichts bleibt ungestraft im Leben. Wir greifen wieder mal in die Notapotheke und retten die teuren Beeren mit einem Rezept für Erdbeeren, die zwar wie Erdbeeren aussehen, aber keine Erdbeeren mehr sind. Vermutlich könnte man damit selbst aus Kohlrabi ein tolles Dessert machen. Gute Erdbeeren gibt’s fast nur noch aus dem eigenen Garten. Richtige Sortenwahl vorausgesetzt. Dann schmecken sie am Besten “al limone”: wenig Zucker und etwas Zitronensaft. zur Notapotheke: Continue reading Fragole con salsa di lamponi

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