Schlagwort-Archive: Schinken

Sauerkrautweggen

Sauerkrautweggen
Eben geht mit einem Teller, Frau L. persönlich in den Keller, dass sie von dem Sauerkohle, ein Beutelchen sich hole… Herr L. flugs drauf, schnitt den Beutel auf, wickelt ihn behende, in Teig und Schinken ein, danach der Weggen aufgewärmt, wovon Herr L. sehr schwärmt. So das wärs, Busch verzeihe mir den Vers. Wir mögen sie, die einfach und schnell zubereiteten Sauerkrautweggen. Und ihn auch, den Wilhelm. zum Rezept Weiterlesen

Schinkenkrapfen

Schinkenkrapfen fertig

Schinkengipfel in Krapfenform. Bei uns eine beliebte Beilage zu Gemüsen, auf Wanderungen als Picknick oder als Aperitiv-gebäck bei Einladungen (die gehen immer zuerst weg) oder spätabends nach dem Theater als Gutenacht-Imbiss. Wir machen sie immer auf Vorrat und halten sie bis kurz vor dem Verbrauch im Tiefkühler. Trotz Schlankheitswoche musste der Nachschub für den Herbst alimentiert werden. zum Rezept
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Croque Monsieur mit nassen Füssen

Croque-Monsieur

Sandsäcke im Wasser mit PumpschlauchDer liebe Vater Rhein drohte wieder mal über die Ufer zu treten und hat uns feuchte Füsse und eine nächtliche Kellerräumung beschert. Wir sind aber dank tüchtiger Feuerwehr mit nassen Füssen davongekommen. Zu mehr als Croque-Monsieurs war unsere Küche aber nicht mehr fähig. Ein beliebter, kleiner Snack in Autobahn-Raststätten und Bars, für den es keine Kochkenntnisse braucht. Im Original ein Sandwich aus zwei Toastbrotscheiben, zwischen die Schinken und Käse gelegt wird, und die nach Aufstreuen von Käse gebacken werden. Croque-Madame wird zusätzlich mit einem Spiegelei aufgewertet. Daneben gibt es noch zig- andere Varianten. Auch mit feuchten Füssen wollen wir nicht einfach Käse und Schinken zwischen 2 Sandwich-scheiben knallen und klappgrillen, sondern machen sie in der verfeinerten Form, bei der Sauce Mornay (Béchamel mit Käse) auf Schinken und Käse aufgestrichen wird. zum Rezept Weiterlesen

Wunschkochen (3): Basler Sonntagspastetchen für fressack

Basler Sonntagspastetechen

Der Wunsch: etwas typisch Baslerisches. Gar nicht so einfach zu erfüllen. Eine typische und eigenständige Basler Küche, trotz verzweifelter Versuche von Historikern und kochenden Journalisten eine solche herbeizuschreiben, gibt es nicht. Basel als Grenzstadt war immer von den Einflüssen der umliegenden Regionen (Elsass, Markgräflerland, Nordwestschweiz) geprägt. Heute eher von Döner-Kebap, Piadina, Sushi, Miso-suppen und den Mac’s. Aber lassen wir das. Ich mache eine Spezialität, die man heute kaum mehr findet: Basler Sunndigspaschteetli. Im 19. Jahrhundert in besseren Familien am Sonntag zubereitet. Die Confiserie Pellmont, welche sie bis vor etwa 2 Jahren noch hergestellt hatte, gibts nicht mehr. Ich habe kein Rezept gefunden, habe sie einfach aus Erinnerung und Phantasie gebacken. Ein Mini Kuchenboden aus Mürbteig, gefüllt mit einer Schinkenfarce mit etwas Curry, zugedeckt mit einem Blätterteigdeckel.

fressack, der witzige Gourmet in vielen kulinarischen Blog-Kommentaren, hat übrigens seit Kurzem einen eigenen Blog: fressack. Lesenswert. zum Rezept: Weiterlesen

Schnitzel (2): Jambon persillée

Jambon persillée

Aus der zweiten Hälfte der geräuchten Schweinsrippli (Kasseler) mit abgelaufenem Verfalldatum mache ich einen Jambon persillée. Die kleingeschnittenen Fleischwürfel mit viel Petersilie eingebettet in einem Aspik mit Weisswein und weissem Portwein sowie dem beim Kochen ausgeschiedenen, würzigen Saft. Sogar Frau L. hat davon 3 Stück gegessen. Serviert mit Tomatenvinaigrette. Dieser Jambon persillée schmeckt viel würziger als das, was ich in der Schweiz schon unter diesem Namen gegessen habe. zum Rezept Weiterlesen

Avocado Toast

Avocadotoast belegtEin Toast aus der Alltags-küche, mit dem sich geschlechterspezifische Essgewohnheiten untersuchen lassen. Toastbrot wird mit etwas gekochtem Schinken, der Avocado und einer mit Senf und Estragon aromatisch gewürzten Quarkcreme überzogen und überbacken. Weibliche Gäste schätzen dieses Gericht auf Anhieb und kochen es oft nach. Männliche Gäste dagegen monieren den Fleischmangel (bäääh), den Quark (bäääh) und überhaupt sei ihnen ein saftiges Steak lieber. Den Toast gibts bei uns schon seit 25 Jahren. Die Herkunft unklar. Vermutlich Marianne Kaltenbach. Ich erinnere mich nur noch, dass wir das Rezept an einem Sonntag lasen, uns dann sofort in den gelben Käfer gesetzt haben um im nächstgelegenen Autobahnshop die nötigen Avocados samt Quark zu beschaffen (Sonntags war damals ja noch Ruhetag). Der Toast ist schnell zubereitet und schmeckt wirklich gut, sogar mir, der ich ja ausnahmsweise auch mal ein Steak schätzen würde. zum Rezept:

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Pane farcito

Pane farcito, aufgeschnittenDer köstliche, traditionelle Liptauer-Brotaufstrich in Kitchen Stories hat Frau L. dazu bewogen, in ihrer Sammlung vergilbter Rezeptkarten ein ebenso geliebtes Rezept aus ihrer Ausbildungzeit hervorzukramen. Ein gefülltes Toastbrot, das man ohne Backofen in einer Studentenbude zubereiten konnte. Gabel, Messer, Schüssel und Dosenöffner sind, neben Kleinmaterial, die einzigen Utensilien die man benötigt. Die Füllung ist aus heutiger kulinarischer Sicht ….. studentisch geprägt, aber sie schmeckt ganz delikat und ausbalanciert, so richtig was fürs Partybuffet draussen. Schnell zubereitet. Anstelle des billigen Hühnerleberpains aus der Tube haben wir einen upgrade auf die etwas edlere Gänseleberterrine gemacht. Durch Weglassen entweder des Thons oder der Gänseleber könnte man den Geschmack in die eine oder andere Richtung verschieben. zum Rezept: Weiterlesen