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Gemüse Lasagnette

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Die Mitte August bei unserer Ausreise in den Tessin gegessene Gemüselasagne der Signora Fuso in Bellinzona waren wieder einmal die Vorlage für Lasagnette. In meinem Hang zur Ordentlichkeit (warum lacht Frau L. ?) habe ich sie in Portionengrösse im Metallring gebacken. Auf diese Weise kann man sie gut vorbereiten. Anstelle einer Béchamel habe ich die Törtchen mit einem Käseguss aus Stracchinokäse gedeckelt (gesehen bei Alain Ducasse). Eine tolle Idee, die ich mittlerweile gerne für Lasagne anwende.

Gemüse Lasagnette

Gemüse Lasagnette 2014 07 27_5075

Zutaten
Vorspeise für 4 Personen

für den pastateig:
100 g Hartweizendunst (De Cecco Semola dura rimacinata)
1 Vollei
1 Elf. Olivenöl

für die Füllung:
700 g reife Tomaten (licorosso)
Olivenöl
Rosmarin
Meersalz, Pfeffer

2 Karotten
1 Tlf. Butter
1 Schuss weisser Portwein
1 Prise Madrascurry
Salz, Pfeffer

4 Würfel Spinat tiefgefroren
1 Schalotte
1 kleine Knoblauchzehe
1 Tlf. Butter
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

2 kleine Zucchini
3 Lorbeerblätter
Olivenöl
Salz, Pfeffer

130 g Stracchino (säuerlicher Frischkäse aus dem Latium)
1 Eigelb
Salz, Pfeffer
bei Bedarf 1 Elf. Rahm

für die Sauce:
Tomatenhäute, -kerne und -gelee
1 Peperoni, entkernt und in kleine Stücke geschnitten
Salz, Pfeffer

Zubereitung
für den pastateig:
(1) Aus den Zutaten einen festen, nicht klebrigen pastateig kneten. In Folie gewickelt 1 Stunde ruhen lassen.
für die Füllung:
(2) Tomaten anritzen, kurz in kochendem Salzwasser blanchieren, häuten, vierteln. Kernhaus entfernen. Auf einem Blech mit den Zutaten würzen und im Ofen bei Umluft und 100°C ca. 90 Minuten confieren. Danach in kleine Würfel schneiden.
(3) Karotten schälen und in kleine Würfel (5 mm) schneiden. In der Butter anschwitzen, mit dem Portwein ablöschen, würzen und zugedeckt garen, bis die Würfelchen noch bissfest sind und die Flüssigkeit praktisch verdunstet ist. Würzen.
(4) Spinat auftauen, klein hacken. Schalotte und Knoblauch fein hacken, in der Butter andünsten, Spinat zugeben und gut vermischen. Würzen.
(5) Zucchini in kleine Würfel (5 mm) schneiden, salzen. 30 Minuten stehen lassen. In einem Tuch gut trocknen. In einer Pfanne das Olivenöl mit den Lorbeerblättern langsam erhitzen. Nach etwa 10 Minuten den Lorbeer entfernen und die Zucchiniwürfel zugeben und im Öl bissfest dünsten.
(6) Stracchino mit dem Eigelb mischen, würzen. Reifer Stracchino ist dickflüssig und schmeckt säuerlich-aromatisch. Wenn junger verwendet wird, evtl. mit Rahm fliessfähig verdünnen.

Gemüse Lasagnette 2014 07 27_5064

für die Sauce:
(7) Peperonistücke, Tomatenhäute, -Kerne und -Gelee für die Sauce während 1 Stunde langsam einkochen. Durch ein Sieb passieren und würzen.

finish:
(8) Pastateig auf der Maschine hauchdünn auswalzen. Mit einem kreisförmigen Ausstecher 8 cm Kreisflächen ausstechen.
(9) Vier 8 cm Stahlringe ausbuttern und auf ein mit ausgebuttertem Backpapier belegtes Blech legen. Die 4 Gemüsesorten abwechslungsweise, durch Teigrondellen getrennt in die Stahlringe platzieren. Zucchini und die Karotten können mit je einem kleinen Löffelchen der Stracchinozubereitung festgeklebt werden. Auf die Deckplatte zuoberst kommt der Rest Stracchinozubereitung.
(10) Ab in den Ofen bei 180°C bis der Stracchino hellbraune Flecken aufweist. 15-20 Minuten.
Mit etwas Sauce servieren.

Hätte ich einen 8 cm statt eines 7.5 cm Teig-Ausstechers besessen, wären die Schichten noch besser getrennt geblieben, aber mit unpassendem Werkzeug lässt sich einfach keine Ordnung hinkriegen.

Zipfelmützen für Gartenzwerge: Tomaten Marco F.

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rote Zipfelmützen für Gartenzwerge

Kleine Häkelanleitung für rote Wollmützen: Mit Zucchiniwürfelchen und Stracchino (einem säuerlichen Frischkäse aus der Lombardei) gefüllte Tomaten, aromatisiert mit frischem Majoran. Damit der reife, zähflüssige Stracchino nicht ausläuft, wird die Tomate mit einem Deckel aus gebratenen Auberginenscheiben verschlossen. Ein Rezept von Carlo Bernasconi aus La cucina verde.

Zutaten
4 mittelgrosse Strauchtomaten (ich nahm 3 längliche, aus denen ich letztlich 6 Hälften draus präparierte)
4 Scheiben Auberginen vom gleichen Durchmesser wie die Tomaten (bei mir 6 Scheiben aus einer kleinen Aubergine)
50 g Zucchini in kleinen Würfeln
2 Elf. Butter
1 Elf. frischer Majoran
50 g reifer Stracchino oder Crescenza oder ein anderer, aromatischer, weicher Frischkäse
1 Elf. gehackte Petersilie
Olivenöl
schwarzer Pfeffer, Salz

Pomodori Marco 1_2011 08 11_5435
Käse-Zucchinimasse in die Tomate eingefüllt

Zubereitung
(1) Tomaten kreuzweise einritzen, etwa 1-2 Minuten in kochendem Wasser überbrühen, herausnehmen und auskühlen lassen.
(2) Auberginenscheiben in Olivenöl bei mittlerer Hitze beidseitig goldbraun anbraten. Salzen und auf Küchenpaper abkühlen lassen.
(3) Zucchini in 3 mm grosse Würfel schneiden und 5 Minuten in der Butter in einer Pfanne dünsten.
(4) Tomaten sorgfältig häuten, einen Deckel mit dem Stielansatz abschneiden und die Tomate mit einem Löffel vorsichtig aushöhlen.
(5) Zucchini mit Majoran und dem Frischkäse vermengen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in die Tomaten füllen.
(6) Die Tomaten mit einigermassen passenden Auberginenscheiben verschliessen, die Tomaten umdrehen und auf den Auberginendeckel stellen. Mit Olivenöl beträufeln, Petersilie aufstreuen und servieren.

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Sechs Zipfelmützen. Wer hat die siebente ? und wo ist Schneewittchen ?

Eine wunderbar erfrischende “Buffet”-taugliche, gefüllte Tomate. Wir haben sie zu “Gschwellti” gegessen. Das Rezept stammt aus dem Bistrot von Marco Fadiga in Bologna.

Nudeln mit Peperoni und Stracchino

Fettucine con Peperoni e Stracchino 0_2010 02 27_5413

Schon lange hat es mich gereizt, den geliebten Stracchino nicht nur als Brotaufstrich zu verwenden, sondern damit zu kochen. Stracchino ist ein cremiger Kuhmilchkäse ohne Rinde mit kurzer Reifung. Er besitzt ein mildes, köstliches Aroma nach guter Butter. Frisch gekauft ist er meist fest, durch die enthaltenen, aktiven Labfermente reift er nach und wird immer weicher, nach ein paar Tagen beinahe flüssig. Der Name kommt von stracch (im piemontesischen Dialekt für stanco=müde). Müde ist nicht etwa der Käse, sondern die Tiere nach dem Alpabzug, Dann geben sie weniger Milch, gerade genügend für solchen Käse. So stehts im italienischen wiki und ich  muss es glauben. Ich lasse den Käse bis kurz vor das Ablaufdatum nachreifen, dann schmeckt er am köstlichsten. Nudeln, Peperoni und italienischer Frischkäse: noch mehr Italien kann ich nicht bieten. Mein Beitrag zum 6. Mediterranen Kochevent von Tobias kocht!

6ter mediterraner Kochevent - Italien - tobias kocht! - 10.03.2010-10.04.2010
Zutaten
Hauptmahlzeit für 2 Personen

250 g frische Nudeln (Maltagliati aus der Produktion von hier)
3 dunkelrote Peperoni
ca. 120 g Stracchino (=1/2 Packung)
3 Elf. Olivenöl extra
2 Zehen Knoblauch in feinen Scheibchen
Puderzucker
1 kleines Sträusschen Basilikum
Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette

Fettucine con Peperoni e Stracchino 2_2010 02 27_5400
Stracchino
Fettucine con Peperoni e Stracchino 1_2010 02 27_5404
Peperoni gebraten

Zubereitung
(1) Peperoni den Einbuchtungen entlang aufschneiden, entkernen, waschen. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im auf 200°C vorgeheizten Ofen 25-30 Minuten backen.
(2) Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, die Haut abziehen, Mit Olivenöl bepinseln, salzen, Knoblauch darauf verteilen, mit Puderzucker leicht bepudern und nochmals in den Backofen unter den Grill bei 230°C geben und karamellisieren bis der Knoblauch gelb wird.
(3) Herausnehmen, 2/3 der Peperoni grob schneiden, in einen Mixbecher geben und mit dem Olivenöl, den geschnittenen Basilikumblättern und dem Stracchino zu einer feinen Creme pürieren. Würzen mit Salz, Pfeffer und Piment d’Espelette.
(4) Das verbleibende 1/3 der Peperoni in feine Streifen schneiden. Creme und Streifen in einer grossen, flachen Pfanne erwärmen, nicht kochen. Indessen die Nudeln in gesalzenem, kochendem Wasser al dente garen, abgiessen, zu der Peperonicreme geben, mischen und servieren.

Fettucine con Peperoni e Stracchino 0_2010 02 27_5410

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Focaccia con il formaggio

Focaccia al formaggio 0_2009 06 20_0864

In der kulinarischen Traddition Liguriens tief verankert ist die focaccia. Ein hierzulande weniger bekanntes Kleinod unter den pizze und focacce ist jene aus dem Kleinstädtchen Recco an der Riviera di Levante. Sie besteht aus zwei hauchdünnen Lagen Teig, dazwischen eine Schicht Stracchino-Käse, teils kommen auch noch andere Sorten lokal produzierter Käse hinzu. Original wird sie aus einem Teig ohne Hefe zubereitet, ich mache sie hingegen lieber mit meinem original neapoletanischen Pizzateig, da wird sie am knusprigsten. Wer den Fladen lieber original möchte, kann das Rezept hier nachlesen. Mein Beitrag für den Bread Baking Day #21: Pizza Party.

click here for the english version

Zutaten
für 2 gedeckte Pizzen:
200 ml Wasser (Evian still)
300 g Weissmehl Typ 405 + 60 g Weichweizendunst
10 g Meersalz
1 g Backhefe (anstelle von 0.6 g Bierhefe)

für den Belag:
250 g Stracchinokäse (oder Crescenza), ein weisser, weicher, rindenloser, cremig-weicher Frischkäse
Salz, Pfeffer
ein Zweig Basilikum (gehört nicht ins Original) oder zerbröckelter Gorgonzola

Focaccia al formaggio 1_2009 06 20_0856
Belegt mit Stracchino
Focaccia al formaggio 2_2009 06 20_0863
Gebacken und geschnitten

Zubereitung
(1) Hefe in der Knetschüssel in lauwarmem Wasser lösen, Salz und 10% Mehl hinzufügen. Die Knetmaschine starten und langsam das restliche Mehl hinzugeben bis zum Erreichen der gewünschten Konsistenz. Der Vorgang muss sich über 10 Minuten erstrecken. Danach die Knetmaschine weitere 20 Minuten mit geringer Geschwindigkeit arbeiten lassen, bis man eine kompakte Masse erhält, die nicht klebt und sich weich und elastisch anfühlt.
(2) Teig auf die Arbeitsfläche gegeben und mit einem feuchten Tuch abdecken und 2 Stunden bei Raumtemperatur (24°C in meiner Küche) gehen lassen.
(3) Nach 2 Stunden formt man von Hand kleine Teigkugeln à ca. 260 g, die man in Plasticdosen, mit feuchtem Tuch bedeckt, bei Raumtemperatur weitere 4-6 Stunden gehen läßt. Dann sind die einzelnen Teigkugeln fertig und können für die nächsten 6 Stunden für die Pizzazubereitung benutzt werden.
(4) Danach jede Teigkugel halbieren und jede der vier Häften mit dem Wallholz so dünn wie möglich etwa gleichgross auswallen. Zwischendurch zum Entspannen mit einem angefeuchteten Tuch kurz ruhen lassen. Den Stracchino auf zwei der Teighälften verteilen, salzen, pfeffern und mit ein paar Basilikumblättern belegen. Beide pizzen mit den zwei verbliebenen Teigplatten bedecken, den Rand sehr gut andrücken, mit den Fingern ein paarmal auf den Teig drücken.
(5) 10 Minuten bei 250°C auf Pizzasteinen ausbacken. Mit einem Faden Olivenöl servieren.

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Ravioli con pimpinella, noci e stracchino

Ravioli con pimpinella
Ravioli: eine wunderbare Erfindung um mit unterschiedlichsten Füllungen zu spielen. Von sparsamen Pensionsköchen leider hin und wieder auch als Müllschlucker missbraucht, um Resten aller Art loszuwerden. Davon leitet sich wohl der Spottname Restoloni ab.

Nicht bei mir. Mit meiner neuartigen Füllung habe ich mir einen alten Kochwunsch erfüllt: Stracchinokäse gemischt mit gehackten Baumnüssen und nussigem Pimpinell, dem Wildkraut, das derzeit so kräftig im Gärtchen wuchert. Der eh schon zähflüssige Stracchino schmilzt beim Garen der Ravioli, beim Anschneiden fliesst der leicht säuerliche Frischkäse aus dem Ravioli raus. Köstlich.

Zutaten
ca. 270 g Pastateig, etwa die Hälfte von hier
250 g Stracchino
50 g Baumnüsse, mittelfein gehackt
20 g Pimpinellblätter (Gemeiner Wiesenknopf), mit den Stengeln gewogen
40 g Parmesan, frisch gerieben
Salz, Pfeffer

für den finish:
braune Butter
ein paar Pimpinellblättchen, Pfeffer
evtl. etwas geriebenen Parmesan

Zubereitung
(1) Teig zubereiten siehe hier.
(2) Pimpinellblätter abzupfen. Zutaten für die Füllung mischen, würzen, 30 min. kühl stellen.
(3) Pastateig maschinell zu feinen Bahnen auswalzen (Stufe 7/9). Mit einem Ausstecher Rondellen ausstechen (8cm), teelöffelgrosse Stücke der Füllung auflegen, Rand ggf. mit etwas Eiweiss oder Wasser anstreichen, zu Halbmonden (mezzalune) zusammenklappen und Ränder festdrücken. Bis zur Zubereitung auf etwas Teigwarenmehl lagern, den Rest einzeln auf ein mit Küchenpapier belegtes Backblech legen und einfrieren.
(4) Die Ravioli in schwach kochendem Salzwasser ziehen lassen (frisch etwa 4 Minuten), mit der Siebkelle herausheben, abtropfen und in wenig hellbrauner Nussbutter schwenken. Pfeffer drübermahlen. Mit abgezupften Pimpinellblättern dekorieren.
Ravioli con pimpinella, innen
Anmerkung
nicht kochen lassen, sonst wird der Stracchino grisselig.

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