Malfatti

MalfattiEin Gericht aus der Emilia Romagna. Der Name Malfatti steht für «schlecht gemacht» oder «misslungen». Die Klösse sehen im Vergleich mit der schlanken Nudel-Konkurrenz tatsächlich klobig aus, schmecken aber wunderbar. In meinem Rezept sind sie neu interpretiert mit Salbei anstelle von Spinat. Die Idee zu diesem Rezept verdanke ich Maurizio Vanozzi (Ristorante Sinfonia, CH-8703 Erlenbach). Dort sind sie vorzüglich und immer auf der Speisekarte. In der Toskana soll es ein Restaurant geben, welches die Ricotta-Gnocchi ohne Mehl und Ei herstellen kann. Mit einer Presse. Da ich keine Presse besitze, hats bei mir Mehl drin, gut 5%. zum Rezept:

Zutaten
300 g Ricotta
20 g Mehl
1/2 Eigelb
3 Elf. Parmesan gerieben
15 Salbeiblätter
Salz, Pfeffer, Muskat
wenig abgeriebene Zitronenschale
Butter

Vorbereitung
(1) Ricotta über Nacht abtropfen lassen (eingedreht in ein Tuch und beschwert mit einem Gewicht).
(2) 10 Salbeiblätter möglichst fein schneiden.
(3) Eigelb mit dem Ricotta und dem Salbei vermischen, Mehl dazusieben, mischen, die Masse würzen und während einer halben Stunde kalt stellen.
Zubereitung
(4) Mit 2 Dessertlöffeln Gnocchi abstechen.
(5) In heissem, aber nicht sprudelndem Wasser ziehen lassen bis die Gnocchi obenauf schwimmen.
(6) Gnocchi mit einer Drahtkelle herausnehmen, abtropfen lassen und auf ein Teflon-Backblech legen.
(7) Gnocchi mit wenig Parmesan bestreuen und etwa 5 Minuten im Backofen unter den Grill stellen (bis der Käse schmilzt, die Gnocchi müssen weiss bleiben).
Anrichten
(8) Inzwischen die zu Julienne geschnittenen, restlichen Salbeiblätter in wenig Butter erhitzen.
(9) 3-5 Gnocchi blütenförmig auf einen vorgewärmten Teller legen und mit der Salbeibutter übergiessen.
Anmerkung
Je weniger Mehl und Ei verwendet wird, desto feiner werden die Gnocchi, desto leichter zerfallen sie aber im Salzwasser. Der Ricotta muss deshalb gut abgetropft sein. Vorgängige Kochprobe empfehlenswert.

3 Gedanken zu “Malfatti”

  1. Da ich in Kommentaren Ihren Namen erfahren konnte, möchte ich diesen auch nutzen…
    Lieber Robert herzlichen Dank für dieses tolle und sehr leckere Rezept, einfach eine ganz tolle Mahlzeit, welche mich an mein Studium erinnert. Malfatti gab es immer in meinem Lieblings-Restaurant…
    Herzliche Grüße aus Hamburg senden,
    Linus und Sarah

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