Risotto al limone

Risotto al limone
Risotto al limone

Ein leichter Sommerrisotto. Aus dem Buch „Meine Südtiroler Küche“ ISBN 978-3-85256-371-8 von Herbert Hintner. Mitbringsel von unserem Besuch in Bozen. Die Zubereitung des Gerichts ist im Buch verwirrend kompliziert beschrieben, so werden die beiden Deko-öle in Mengen angerührt, die vielleicht für 100 Teller reichen, der Risotto aber für 4 Teller. Ich habe das alles drastisch vereinfacht und auf 2 Personen reduziert, ich führe kein Sternelokal und darf mir das erlauben. (In Klammern die Angaben bei H. Hintner).

Zutaten
für 2 Personen:
200 g Carnarolireis (300g)
7 dl Gemüsebrühe (1 L)
60 g Sbrinz (125 g Parmesan)
25 g Butter kalt (40 g)
Einige mit der Röstiraffel gehobelte Streifen Sbrinz (Fane-Bergkäse)
Salz, Pfeffer, Olivenöl

für den Zitronenkaramell:
Saft einer Zitrone (1.5)
Schale einer Biozitrone (1.5)
15 g Zucker (25g)

für die Zitronenöldeko:
1 Elf. des obigen Zitronenkaramells mit 1 Elf. nativem Olivenöl mischen. (H.H.: separater, nochmaliger Ansatz von Zitronenkaramell mit doppelt soviel Zucker und vermischt mit ca. 100 ml Olivenöl)

für die Petersilienöldeko:
2 Elf. Olivenöl (2 dl)
10 g frische Petersilienblätter (100g, fritiert)

Zitronenkaramell
Zitronenkaramell

Zubereitung
für den Zitronenkaramell:
(1) Zucker hellblond karamellisieren, mit etwas Wasser und dem Zitronensaft ablöschen (Vorsicht, es zischt), aufkochen bis sich der Karamell gelöst hat. Die Zitronenschale mit einem Tomatenschäler abziehen (so dass keine weisse Haut dran ist), erst in feinste Julienne, dann in Würfelchen schneiden und unter den Karamell rühren. Auf etwa 3 Elf. Flüssigkeit reduzieren. Abkühlen lassen. Hintner blanchiert die Schale 3 mal hintereinander. Finde ich unnötig, dabei geht sehr viel vom wasserdampfflüchtigen Zitronenöl verloren und die gelbe Farbe ins Blanchierwasser.
für die Deko:
(2) Vom abgekühlten Zitronenkaramell 1 Elf. wegnehmen und mit Olivenöl verrühren.
(3) Petersilie feinst hacken und mit dem Olivenöl verreiben (H.H.: fritiert die Petersilie zuerst).
für den Risotto:
(4) den Reis mit 2 Elf. Olivenöl anschwitzen, mit Gemüsebrühe ablöschen und unter stetem Rühren bis zu sämiger Konsistenz einkochen, die verdunstete Flüssigkeit immer wieder durch kleine Zugaben von Gemüsebrühe ersetzen. Nach 18 Minuten soll der Risotto eine etwas dicklichere Konsistenz als die sonst übliche „all onda“ aufweisen. Mit Pfeffer und ggf. Salz abschmecken.
(5) Danach das Zitronenkaramell, Butter und den Parmesan einrühren und den Risotto in zwei gebutterte Metallringe einfüllen, die im Ofen bei 70°C mitsamt den Tellern vorgewärmt wurden, etwas andrücken und die Teller für weitere 2 Minuten im Ofen nachgaren.

Anrichten
Metallringe abziehen, rundum mit Zitronen- und Petersiliendeko verzieren und Alpkäse in Streifen auf den Risotto legen.

Der Zitronenkaramell gibt dem Risotto einen reizvollen Geschmack, vielleicht etwas anders als bei dem Zitronenrisotto von mipi in mankannsessen. Der Türmchenbau mit Metallringen ist aber nicht zwingend, mir würde der Risotto fliessend noch besser gefallen.

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25 thoughts on “Risotto al limone”

  1. Sehr interessante Variante mit dem Zitronenkaramell. Muss ich demnächst unbedingt ausprobieren. Den Turmbau brauche ich auch nicht.

  2. Da ich ja sehr gerne Risotto esse, hab ich auch schon einige Varianten gekocht, aber noch nie Zitronenrisotto…kommt direkt nach oben auf die Nachkochliste!

  3. Wenn Du erst wieder im Herbst ’09 dort bist, kommt so die Rose namentlich Hintner zu Dir? Fein!
    (Könnte tatsächlich sein, daß wir 09/09 in Südtirol sind … vielleicht klappts ja … wir bleiben in Kontakt!)

  4. @mipi: der Zitronenkaramell schmeckt gut.

    @Eva: das Dekozeugs brauchts nicht unbedingt.

    @Rosa: indeed.

    @sammelhamster: ein bisserl schief darf er schon sein.

    @Bolli: Amalfi ? nein Bio🙂

    @Nathalie: mein Konterfei gibts jetzt im „about“, wenn ich so herumlaufe sollten wir uns nicht verpassen🙂

    @Houdini: die Zwänge der Spitzenköche, etwas anders machen zu müssen.

  5. Also für mich im Türmchen und die beiden Deko-Öle, bringen die einen Kick oder wirklich nur Deko? Dann kann frau sie ja auch weglassen…
    Viele Grüße

  6. Das mit dem Umrechnen auf andere Portionenzahl ist nicht leicht. Ich verhaue damit immer meine Salzburger Nockerl – mein Einstiegsrezept – und verschiebe das Kochen dann ein paar Jahre.

  7. Zitronenrisotto mit Sbrinz – da brauch ich keine Deko und nix. Obwohl, diese Karamellgeschichte hat schon was. Muss ich wohl doch probieren.🙂

  8. Werde mit zwei Kochlöffeln bewaffnet beim nächsten Mal sofort Tisch 1 ansteuern und sie den anwesenden Männern vors Gesicht halten und auf Ähnlichkeit hoffen.

  9. @entegut: Enten schnappen sich, was an ihrem Schnabel von den Wellen vorbeigetragen wird.

    @Sebastian: das Türmchen hat ja Flachdach.

    @Barbara:
    @Petra:
    ohne, so werd ich es auch halten.

    @the rufus: Denk an die Altersversorgung !

    @Hedonistin: Ist ja schnell gemacht.

    @Nathalie: zuweilen habe ich auch 2 Kaffeesiebe vor den Augen🙂

    @Ursula: ein guter Aromageber.

  10. In den Ringen anrichten bringt es schon. Ist zwar Hauptsächlich für das Auge, aber das isst ja schließlich mit.
    Auf den Zitronenkaramel bin ich gespannt, denn natürlich wird das Gericht bei Zeiten nachgekocht.

  11. Schon wieder ein weißer Monolith – ich bin hin und weg! Über den ersten Monolithen habe ich ausführlich auf einer Wanderung im Taunus am letzten Sonntag berichtet. Als ich Norbert abends das Bild zeigte, konnte er nur noch „Geil“ hauchen. Du verdirbst uns!

  12. Diesen köstlichen Risotto ohne Gedöns aber mit Zitronenkaramell gabs heute zum gebratenen Zander. Ich bin Dir so dankbar, dass Du jetzt Deine „Tags“ ausgebaut hast, jetzt findet man mühelos unter Deinen Rezepten, was man sucht. Schöne Feiertage!

  13. @Buchfink: hmmm, was ihr alles Gutes kocht. Um die tags bin ich auch froh, ich habe nichts mehr gefunden🙂 werde heute nochmals drüber gehen, sie sind noch nicht komplett. Schöne Ostern !

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