Eglifilets nach Art der jungfräulichen Müllerin aus Grenoble

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Aus drei mach eins: Drei Zubereitungsarten (à la meunière, à la sauce vièrge, à la grenobloise) in eine einzige gepackt. Das Mehl der Müllerin um die Filets zu bemehlen, gut für die Bräunungs-reaktion mit dem Fisch-Eiweiss. Salzkapern und winzige Zitronenwürfelchen als Gruss nach Grenoble. Feinste Tomatenwürfelchen, Zitronensaft und mildes Zitronenöl als hommage an die Jungfräulichkeit des Öls.

Ich befürchtete erst, dass die mediterranen Zutaten die zarten Eglifilets dominieren würden. Irrtum. Mit ordentlich gewässerten Salzkapern und mildem, feinstem Oliven-Zitronenöl kommt das gut. Sehr gut sogar.

Zutaten
Vollmahlzeit für 2 Personen
300 g Eglifilets
Salz, Pfeffer
Mehl
20 g Butter
60 ml mildes Zitronen-Oliven-Öl
1 Biozitrone
daraus ein Reiber Zitronenabrieb
2 Elf. Zitronensaft
feinstgeschnittene Würfelchen aus dem Zitronenfleisch (ohne Zwischenhäute)
3 Tlf. Salzkapern, gut gewässert, abgetropft
3 Tomaten, die Filets (Merinda, geschält, entkernt, feinst gewürfelt, abgetropft)
ein paar Blättchen glatte Petersilie

Zubereitung
(1) Eglifilets entgräten.  Filets mit Salz und Pfeffer würzen, anschliessend in Mehl wenden und überschüssiges Mehl abschütteln.
(2) Backofen mit drei Tellern auf 75 °C vorheizen.
(3) Zitronenwürfelchen, Tomatenwürfelchen, Zitronensaft, Zitronenabrieb und die abgetopften Kapern in einem Pfännchen mit etwa 40 ml Zitronenöl mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Leicht erwärmen, dann im Backofen mit den Tellern für etwa 15 Minuten warmstellen.
(4) Wenig Butter und Zitronenöl in einer Bratpfanne erhitzen. Eglifilets bei mittlerer Hitze auf der hautlosen Seite kurz, ca. 1-2 Minuten (nicht länger, sonst werden sie trocken), anbraten. Wenden und ein paar Sekunden auf der Hautseite weiterbraten. Fischfilets aus der Pfanne nehmen und im Ofen warm halten.
(5) Die Olivenöl-Tomaten-Kapernmischung zu 2/3 auf die Teller verteilen. Fischfilet drauflegen und mit dem Rest der Sauce übergiessen. Mit Petersilie begrünen.

Dazu Schnittlauchkartoffeln. Danach ein Blick aus unserm Dachfenster auf das Nachbarshaus: Karfreitagszauber. Klagereich der Weg, licht und hell das Ziel. Wir bleiben zuhause.

AprilApril 2013 26 Mrz_0013

17 thoughts on “Eglifilets nach Art der jungfräulichen Müllerin aus Grenoble”

  1. Sälbscht wenn‘ i nit bi Facebook bi (und au nit will si). Das gfallt mr !
    I wynsch dir/Eych scheeni Oschterdääg.

  2. «Heilige» Dreifaltigkeit…zum dritten Mal Egli, diesmal perfekt: sobald mein Gemüsebauer wieder eigene Tomaten hat, bastle ich Dir das nach.
    Euch einen schönen Karfreitag zuhause – bloß nicht raus schauen. Ich werde heute den ganzen Tag nur kochen und backen. Das tröstet über das jämmerliche Wetter hinweg😉

  3. Eigentlich sollte es bei uns heute kein Fisch, sondern eine karge Karfreitagssuppe sein… Aber: Ich hab endlich die Nudelmaschine eingeweiht! Und Tagliatelle gemacht! Da sieht es ganz so aus, als könnte es heute Deine Tagliatelle mit Salbeipesto geben!!! Per aspera ad astra! Bei uns auf dem Tisch blüht eine winzige Osterglocke…

      1. Robert hat die Frage unten schon beantwortet. Und es gab sie tatsächlich: Eine einfache, von Wolf gekochte Gemüsesuppe mit Brot – ohne Fisch, also karg. Und danach für uns alle den einzigartigen Film Das 1. Evangelium – Matthäus von Pier Paolo Pasolini aus dem Jahr 1964. Wünsche ebenfalls ein gesegnetes Osterfest🙂 …

  4. Dieses Gericht sieht in der Tat sehr mediterran aus, so dürfte ich die Eglifilets Monsieur nicht servieren😉
    Doch wie Du es beschriebst, könnte es mir sehr gut gefallen.
    Soll ich mal ein paar Sonnenstrahlen zu Euch rüber pusten?

  5. Zuhause bleiben, das ist ein vernünftiger Vorsatz – auch beim Wiener Wetter.
    Egli kenne ich überhaupt nicht. Ich hab gegoogelt, ob es den Fisch bei uns unter anderem Namen gibt, aber mir scheint, den haben wir hier gar nicht.

    Frohe Ostern!

  6. @Basler Dybli: den Daumen kannst Du auch hier nach oben halten. Ob das in der Gegenrichtung auch geht, weiss ich gar nicht. Liebe Grüsse !

    @Wilde Henne: genauso halten wirs auch🙂

    @Sugarprincess: An hohen Feiertagen packt uns auch die Sehnsucht nach Einfachem. Die Fische liegen schon ein paar Tage zurück. Heute gabs einen einfachen Spinatkuchen.

    @Bea Wyler: Karfreitagssuppen sind fleischlos, in der weniger kargen Fassung können sie auch Fische enthalten.

    @Claus: ausser dass Du die Kartoffeln gleich untergemischt hast. Werd ich nächstes Mal auch tun.

    @Bonjour Alsace: wir beklagen uns nicht übers Wetter !

    @magentratzerl: Danke, das wünschen wir Euch auch.

    @Rosa Mayland: Happy Eastern !

    @chriesi: Liebe Grüsse nach Zürich.

    @Turbohausfrau: wir kennen dafür keinen Donauwaller😉

    @the rufus: Fastenzeit. Fleisch wird nicht öffentlich gegessen.

  7. Micha, du hast ja so was von recht – jeden Tag möcht ich mich bei Robert und Frau L. klammheimlich mit an den Tisch setzen und von allem kosten!

  8. Noch ganz auf die Schnelle und schon fast zu spät…….wunderbare Ostern für dich und Frau L!!! Ganz liebe Grüße Anne

  9. @Micha: Vorsicht, niemals nicht immer😉

    @Eva: zuhause würde es Dir aber trotzdem am Besten schmecken !

    @Frau Ü: Danke, liebe Grüsse zurück !

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