Zucchinikuchen mit Peperoni und Melanzane a scapece

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Zucchiniverwertung, wieder einmal als Zucchinikuchen, diesmal nicht inspiriert durch Carlo Bernasconis Cucina verde wie hier, sondern durch einen Gemüsekuchen von Sammelhamster aus dem Jahre 2009. Barbaras Spielwiese hat ihn im selben Jahr rezeptiert und ein Jahr später wurde er sogar durch den grossen Yotam Ottolenghi nachgebacken. Natürlich mit andern Gemüsen und ohne Quellenangabe😉

Ich habe Kühlschrankreste und Mengen freihändig verwurstelt und herausgekommen ist etwas schmackhaft vegetarisches. Hausmannskost, aber gut. Durch den grossen Zucchinianteil war er auch ohne Ricotta oder Sauerrahm noch genügend saftig.

Zutaten
500 g Zucchini
1 Petersilienwurzel
1 Peperoncino
1 Schalotte, fein gehackt
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
2 Elf. Olivenöl
80 g Weissmehl
2 Eier
1 Tlf. Backpulver
50 g Parmesan
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
1 Msp. Madras Curry
4 Elf. gemischte Kräuter: Basilikum, Oregano, wenig Pfefferminze

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Zubereitung

(1) Backofen auf 220 Grad vorheizen. Eine runde Kuchenform einbuttern und mit Brotbröseln bestreuen. Schalotte, Knoblauch und Peperoncino in Olivenöl andünsten, Zucchini und Peterliwurzel in kleine Stücke schneiden und langsam mitdünsten, salzen, pfeffern. Nach etwa 10 Minuten vom Feuer ziehen, etwas erkalten lassen.
(2) Eier und Mehl mit dem Handmixer verrühren, Parmesan, Backpulver und Kräuter unterühren, würzen und mit dem Zucchinigemüse mischen.
(3) In die Springform verteilen und im Ofen während ca. 30-40 Minuten backen bis der Kuchen goldbraun ist. 10 Minuten abkühlen, dann aus der Form nehmen und mit antipasti servieren.

Peperoni und Melanzane a scapece

Die Art der Haltbarmachung durch Anbraten und Marinieren in Essig stammt vermutlich aus dem arabischen Raum, und gelangte über Spanien nach Italien. Mehr dazu siehe hier:

3 rote Peperoni
1 Aubergine
3 Knoblauchzehen, geschält und fein gehackt
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Kräuter: Oregano und Pfefferminz oder Basilikum
100 ml Aceto Balsamico mittlerer Preisklasse
50 ml Olivenöl

Die Peperoni den Einbuchtungen entlang aufschneiden, Kerne und weisses Bindegewebe wegschneiden und (Hautseite nach oben) auf einem mit Backpapier belegten Blech ca. 20 Minuten bei 240°C im Ofen backen, bis die Haut grosse, braune Blasen wirft. Herausnehmen, ein feuchtes Küchenpapier drauflegen und nach Erkalten die Haut abziehen.

Die Auberginen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, beidseitig leicht salzen, pfeffern und mit Olivenöl einpinseln. Die Auberginenscheiben in gleicher Weise auf einem Blech (gleichzeitig) im Ofen backen. Herausnehmen.
Beide Gemüse noch warm separat mit einer Marinade aus Essig, Olivenöl, Knoblauch und den fein zerzupften Kräutern mischen. Gefäss abdecken und über Nacht kühl marinieren. Dabei verfärben sich die Kräuter, dafür schmeckt de Marinade danach.

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19 thoughts on “Zucchinikuchen mit Peperoni und Melanzane a scapece”

  1. Liest sich sehr grossfamilientauglich! Und wo Ottolenghi adaptiert, steckt Klasse drin! Zwar bin ich gerade im Hildegard von Bingen-Zyklus, aber dies hier ist eine willkommene Abwechslung…

  2. Wenn der Sommer endlich aufhört, kapriziös zu sein, dann wachsen draußen auch brav die Zucchini – ja und dann freue ich mich über sämtliche, schöne Zucchini-Rezepte!

  3. das merk ich mir für den nächsten Besuch der vergetarischen Schwiegertöchter in spe!😉

    Noemi kann sich glücklich schätzen und stolz sein, dass Ottolenghi von ihr nachkocht!

  4. Eine Wähe ohne Boden und Rand? Eine Pashtida oder Frittata, falls auf dem Herd zubereitet? Mit gezielt ausgewähltem Gemüse kann man einen schönen Namen geben, mit dem was Garten und Kühlschrank hergeben wird daraus eine Restenpastete… warum nicht?

    1. Do hämmer‘ s wider …
      Scho Anderi hän siinerzyt gsait, dass dä besagti Herr ([bewusst?] mit glaine Abwiichige) kupferet, s‘ denn spèèter als si Idee verkauft und dòòmit Koole macht. Das Schlitzòòr!

  5. Danke, dass du rechtzeitig etwas zeigst, dass dann bei der Zucchinischwemme direkt umgesetzt werden kann! Sehr fesch hast du das gemacht mit den feinen Zucchinistreifen oben drauf.

  6. @Sugarpincess: schwäbisches Habermus und so ? na denn, guten Appetit😉

    @Micha: solange unser Selawie den Daumen am Wasserhahn hat, wird nichts mit schönem Wetter.

    @Eva: hoffentlich nimmst Du mich nicht ernst.

    @Bea W.: Pashtida…. also daher hat Ottolenghi das Rezept😉

    @sammelhamster: von einer Urheberrechtsklage würde ich doch lieber die Finger lassen.

    @Basler Dybli: irgendwie ist halt alles schon einmal dagewesen.

    @magentratzel: mir scheint, hier sei das ganze Jahr Zucchinischwemme.

    @Rosa Mayland: bloss der Sommer fehlt noch.

    @Andy: Nichts aus Nichts.

  7. Wie, denn jetzt? Hat Herr Ottolenghi bei Noémi und Barbara abgekupfert oder nicht?😉

    Aber ernsthaft: Sobald die eigene Zucchini-Ernte verwendbar ist, wird das Rezept ausprobiert. Warum häutest Du die Peperoni?

  8. @Bonjour Alsace: ist gehäutet besser verdaulich.

    @Sabina: hoffentlich gibts keine Trotzreaktion. Zucchini sind eigensinnig.

    @mittagsbeimutti: hmm. bin ja auch kein Süsser, aber das doch nicht.

    @Afra Evenaar: gerne

  9. Mmh, das ist auch was für mich🙂 hier sind die Zucchini allerdings noch nicht so weit.
    Ich hab selbst auch keine, aber eine Kollegin mit regelmäßiger Schwemme von der ich auch profitiere😉

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