Remake: Basler Sunnereedli® aus der Assugrindose

Sunnereedli 2013 10 15_1883

Wir kaufen eine Dispenserdose Assugrin classic, werfen den Inhalt in den Mülleimer oder verschenken das Saccharin-Aspartam-Tablettenzeug an Süßstoff-Süchtige. Reinigen die Dose und fertig ist der Ausstecher für die äussere Kontur der Sunnereedli. Guter Einfall des Gastrokolumnisten und Bloggers Tom von Piattoforte. Danke für den Tipp. Ist zwar schon eine Weile her, aber bei mir geht nichts verloren. Dafür habe ich das alte Rezept noch etwas ausgefeilt. So schmecken mir meine nachgeahmten Sunnereedli® beinahe so gut wie jene der Ursprungsbäckerei Schneider mit dem eingetragenen Warenzeichen. Die sind aber seit dem letzten Vergleich perfekter und konstanter gebacken und bleiben unbestritten die Nummer 1 in Basel.

Zutaten
150 g Weissmehl
100 g Manitobamehl
100 g Butter
10 g Hefe
1 dl Milch
3 g Malzzucker
3 g Backmalz hell
3 g Salz

zum Bestreichen:
Eigelb
Kümmel
grobes Salz

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mit der Assugrindose den Teigling ausstanzen
Sunnereedli 2013 10 15_1878
mit dem Stanzwerkzeug die Schlitze stanzen

Zubereitung
(1) Mehl und Salz sieben und kalte Butter analog einem Mürbteig mit Hilfe einer Teigkarte oder der Küchenmaschine (K-Haken) einarbeiten.
(2) Hefe und Malzzucker mit lauwarmer Milch auflösen und mit dem Mehl zu einem Teig verarbeiten. 10 Minuten kneten mit dem Teighaken.
(3) 2 h aufgehen lassen.
(4) Teig portionsweise zwischen 4 mm (besser 5 mm !!) starken Teighölzern auswallen.
(5) Mit der Assugrindose erst den Teigling ausstechen, dann mit dem Stanzwerkzeug die 4 Schlitze eindrücken. Das Sunnereedli® auseinanderziehen, die Oberseite mit Eigelb bepinseln, danach die Oberseite durch einen Teller mit Kümmel ziehen, salzen und auf ein Backblech legen.

(6) Das volle Blech eine halbe Stunde lang kühl stellen, danach ca. 15 Minuten (mittlere Rille) bei 200°C (Unter- und Oberhitze) backen bis die Dinger hellbraun und knusprig sind.

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Warten auf Eigelb und den Kümmel

Stanzwerkzeuge gibts im Küchenladen La Cucina (hat mit lamiacucina nichts zu tun) in Basel. Die Alternative, mit einem Messer 4 Schlitze zu schneiden, ist bei den kleinen Dingern etwas knifflig, sollte aber auch gehen.

Nach der Devise des alten Fritz: „Servir et disparaître“ tun wir jetzt das Letztere. Kurieren unsere hartnäckige Dauererkältung aus. Danach werden wir wieder sehen.

20 thoughts on “Remake: Basler Sunnereedli® aus der Assugrindose”

  1. Gute Besserung für euch! Bei uns ist Johannes seit fast zwei Wochen dauerkrank, so dass ich heute alle Termine umgeschmissen habe, um ihn zum Arzt zu schleifen.
    Deine Sunnereedli kannte ich zuvor gar nicht. Sehen sehr hübsch aus!

  2. Das liest sich gut und mach Appetit. Aber: Da müssen wir nicht nur das Stanzwerkzeug sondern auch die Assugrin-Dose aus der Schweiz importieren, um die Basler Sonnenrädlein in Berlin herstellen zu können.

  3. Die Blätterteigkaltwalzstraße ist auf Halbzeuge umgerüstet, jetzt suche ich nur noch nach einer Stanz-Falz-Kombination. Das Werkzeug sollte bald da sein😉

    Gute Besserung!

  4. Warum werden die Teiglinge nach dem Formenkühl gestellt, sollen sie nicht aufgehen?
    Und: gute Besserung (mir hilft Zinkorotat immer gut).

  5. Deine Knabberdinger schauen sehr gut aus, sind aber wohl zum Nachbacken für eine Grobmotorikerin wie mich eher nicht geeignet.😉

    Gute Besserung euch beiden!

  6. Gute Gesundheit und gute Erholung! Gerade habe ich einen gelehrten Bericht über die Basler Fastnacht und ihre Historie gehört, begleitet von quäkenden Instrumenten… Hier in Preußen verzichten wir in diesem Jahr auf Ausschweifung, ausgenommen die exzessive Betrachtung des guten Wetters bei Krokusspaziergängen und erstem Kaffee im Freien. O März!

  7. Erstmal gute Besserung!!
    Wahnsinnig schön ist euer Gebäck (das ich noch gar nicht kenne) und der Trick mit dem Süßstoffstempel ist sensationell!!
    Liebe Grüße
    Cheriechen

  8. Genial! Auf diesen Trick mit der Süßstoffdose muss man erst mal kommen!!

    Gute und schnelle Besserung für euch – lasst alles langsam angehen!

  9. Gueti Besserig !
    Me lehrt nie us. He nu – jetzt git’s die Mimpfeli emol nach de drei scheenschte Dääg 😉

  10. Ich kann mich noch gut an die Sunnereedli erinnern die du mir als Dank für die Nüsse geschickt hast. Jetzt bin ich endlich in der Lage sie selbst herzustellen. Morgen kaufe ich Assugrin!!!
    Gute Erholung im Jura. In 11 Tagen ist die Fasnacht vorbei und ihr habt wieder Ruhe.
    Frau A. vom Bodensee

  11. Gute Besserung!
    Und nun weiß ich endlich, warum dieser Süßstoff gekauft wird; von alleine wäre ich da ja nie draufgekommen….

  12. Erst einmal gute Besserung!
    Was für eine Idee, selbst der Inschennör und der der es werden will, ist noch nie auf die Idee gekommen, sich für das Innenleben von Süßstofftablettendosen zu interessieren.
    Wieder ‚was gelernt

  13. Habe mich grad ein bisschen über die dramatische Steigerung an Besuchern gewundert und hektisch meine Blog-Statistik untersucht. Doch jetzt ist alles klar…🙂 Dann also bis zum nächsten Mal! Und weiterhin gute Besserung.

  14. Die schauen seit dem letzten Mal wirklich noch perfekter aus. Dass es noch keine Ausstechform für dieses Traditionsgebäck gibt, ist schon erstaunlich.
    Baldige Besserung!

  15. Die sehen lecker aus die Brezeln! Manitobamehl hab ich noch nie gehört, das muss ich mal googeln😉
    LG
    Reni

  16. Sehr schöne Anregung! Das kann ich mir super lecker als schönen Snack auf der Couch vorstellen. Da hast Du mich auf eine wunderbare Idee gebracht🙂

    Danke, Gruß und gute Besserung,
    Jens

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