Fregola sarda mit Artischocken

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Artischocken, Zitrone, Speck, das sind die Hauptzutaten der Artischocken „à la barigoule“. Dazu fregola sarda, die ofengeröstete pasta in Kugelform, Erbsen und Minze. Einem Rezept von Lucas Rosenblatt (leicht vereinfachend) nachempfunden.

Zutaten
Vollmahlzeit für 2 Personen

200 g Fregola sarda
2-3 Artisckocken (mammole)
30 ml Zitronen-Olivenöl
50 ml Gemüsefond
1/2 geschälte Peperoncinoschote
Filets einer Bio-Zitrone (erst die Schale abreiben)
6 junge Knoblauchzehen
Puderzucker
200 g Erbsen (TK)
1 Frühlingszwiebel, das Weisse, fein gehackt
Meersalz
Schwarzer Pfeffer

40 g Speckwürfeli
50 g Fetakäse
gezupfte Pfefferminzblättchen (L.: halb glatte Petersilie, halb, Pfefferminz)
Etwas Abrieb der Biozitrone

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Zubereitung
für die Fregola:
(1) Die pasta in kochendem Salzwasser ca. 15 Minuten al-dente kochen. 4 Minuten vor Schluss die TK-Erbsen zugeben und mitgaren.
für das Gemüse:
(2) Stiele der Artischocken abschneiden, die einzelnen Blätter vorsichtig abknicken, die Knospe bis zum Bodenansatz wegschneiden. Mit einem Sparschäler die grünen und harten Stellen abschälen. Den Artischockenboden je nach Grösse in Viertel oder Achtel schneiden, die Blütenfäden, falls nötig, herausschneiden, Danach die Stücke in feine Ecken schneiden. Damit sie nicht anlaufen, die Stücke in Zitronenwasser oder in Wasser mit einer Msp. Ascorbinsäure legen.
(3) Gut abtropfen, dann in Zitronen-Olivenöl kurz anbraten, ablöschen mit der Gemüsebrühe, [Zitronenspalten zugeben] mit 1 Tlf. Meersalz und schwarzem Pfeffer würzen und zugedeckt bei niedriger Hitze ca. 10 Minuten garen.
(4) Knoblauch der Länge nach halbieren und [mit den Peperoncinowürfelchen] in wenig Olivenöl mit wenig Puderzucker karamellisieren. Die Frühlingszwiebeln zugeben, kurz mitdünsten, dann die Artischocken samt ihrem Fond zugeben und aufwärmen.
(5) Indessen die Speckwürfel ohne Fett in einem Pfännchen knusprig braten.

für den finish:
Die Fregola und Erbsen abschütten und mit dem übrigen Gemüse und etwas Zitronenabrieb mischen. 2/3 der Speckwürfel untermischen, Rest über die pasta verteilen. Den Fetakäse aufbröseln. Garnieren mit den Pfefferminzblättchen.

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Jeder Biss schmeckt anders: einmal dominiert die pasta, dann wieder der Fetakäse, der Speck, die zitronigen Artisschocken, die Erbsen, die Minze, der Knoblauch. Das schmeckte so gut und so vielfältig, dass ich das Gericht ein paar Tage später gleich nochmals nachkochte und auf die Bistrokarte setzte.

40 thoughts on “Fregola sarda mit Artischocken”

  1. Ich muss gestehen, die Fregola sarda waren mir bis data vollkommen unbekannt – somit heute schon wieder was dazu gelernt.

    Dass das ein Gericht ’nach meiner Mütze‘ ist, ist wohl bekannt.🙂

  2. Das schmeckt ja sicherlich auch ohne Speck! Jetzt muss ich nur noch Artischocken auftreiben. Die fregola habe ich zum Glück noch im Vorratsschrank. Liebe Grüße Melanie

    1. Nachdem ein Gast das Gericht als wie aus dem Sautrog aussehend bezeichnet hat, hab ich das Gericht bereits wieder von der Bistrokarte gestrichen.

  3. Einen Teller für mich bitte.🙂
    Mal sehen, ob ich die Fregola im italienischen Supermarkt auftreiben kann.

  4. Ohh, wie das wieder klingt und aussieht – perfekt! Du weisst schon, dass es ein Bistro mit Übernachtungsmöglichkeit werden muss, oder!? Man will sich ja in Ruhe durchfuttern….

    PS: Frühstück brauche ich nicht. Mir reicht ein guter Milchkaffee🙂

  5. In deinem Bistro gibt es heute mal wieder etwas ganz nach meinem Geschmack. Bitte eine Portion für mich, dazu gerne ein Glas Weisswein, den ich mir gerne vom Sommelier, Monsieur L. empfehlen lassen würde😉

  6. Ist schon ausverkauft, oder hat es für auch noch einen Teller? Und ich nehme gerne ein Glas vom Gleichen wie die Dame aus dem Elsass😉 Santé!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  7. Wie schön, da ist sie ja, die tolle Idee für die Fregola sarda in meinem Vorratsschrank! Danke dafür.

  8. Alles mit Artischocken liebe ich – magnetische Anziehung. Ich hoffe doch, dass deine zauberhafte Tischgesellschaft den Formulierungs-Faux-Pas mittlerweile zurückgenommen hat. Rustikal-romantische Momente braucht das Leben – n’est-ce pas?!

  9. Mag sein, daß Zitrone und Speck die Hauptzutaten von Artischocken à la Barigoule sind. Die wirkliche Hauptzutat ist jedoch Thymian, denn barigoule ist die französische Abwandlung des provençalischen Wortes farigoule, was Thymian heißt. Artichauts à la Barigoule sind also mit viel Thymian geschmorte Artischocken….Karotten gehören in der Provence übrigens auch unbedingt dazu😉

    1. Bei freien Interpretationen gibt es keine verpflichtende Zutatenliste. So gehören auch Erbsen, Pfefferminz und Feta nicht in die Barigoule. So what ?

      1. Nichts gegen freie Interpretationen. Doch wenn ein klassisches Gericht wie Artischocken à la Barigoule mit Thymian geschmorte Artischocken heißt, dann darf ich zwar einiges dazu tun, aber den Thymian nicht weglassen. Oder kochst Du eine Basler Mehlsuppe mit Griess oder lässt Du bei Kutteln à la lyonnaise die Zwiebeln weg?

        1. Die Frage ist doch, warum Sie, Frau Kunzke, hier lesen und garstig-belehrende Kommentare hinterlassen, anstatt sich auf ihrem eigenen Blog Ihren rigiden Vorschriften entsprechend zu ergehen. Wenn Ihnen nicht passt, wie frei und kreativ hier gekocht wird, dann lassen Sie doch wenigstens den Tausenden, die sich hier täglich mit Freude und großem Interesse tummeln, ihren von Neidern ungetrübten Spaß. Dass Sie auf Facebook obendrein Ihr Däumchen gehoben haben, um den dreisten Schweineeimer-Kommentar auch noch zu bekräftigen, der Robert in völlig unzulässiger Weise insultiert hat, sollte uns allen hier doch schwer zu denken geben.

        2. Liebe Margit, Du scheinst Dich etwas verrannt zu haben. Mein vorgestelltes Gericht heisst bewusst Fregola mit Artischocken, ist ein eigenständiges Gericht, das ich keneswegs als „Fregola à la Barigoule“ benannt habe ! Im einleitenden Text erwähne ich, dass mein Teller die drei Hauptzutaten mit der Barigoule gemeinsam hat. C’est tout. Thymianzweige und Karotten haben in meinem Gericht schlicht nichts zu suchen. Und wenn ich Basler Suppe mit Griess machen wollte, so würde ich das ungefragt auch tun. Vielleicht würde sie sogar besser als das Original schmecken. So what ?
          Damit beende ich diese unergiebige Diskussion um Kaisers Bart, die am Ende ausser allseitiger Verstimmung und Verärgerung nichts hinterlassen wird. Schade.

  10. Ich nehme übrigens gern die Portion des Unwissenden, der das Wort „Sautrog“ in den Mund genommen hat😉

  11. Danke für die Inspiration. Habe die Zutaten, außer Fregola und Speck, zu einem Salat vermacht. Mein Lieblingsfeta in Stücken. Absolut köstlich. Besonders die Kombi Erbsen – Minze und dann den jung gebratenen Knoblauch. Das ist Erlebnisessen – da der Geschmack – dort ein Anderer.
    Das Einzige, was gestört hat, war der Eichblattsalat, den ich dazu getan hatte, um Masse zu bilden. Ich lerne!

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