Eunuchenteller mit Stachys

Eunuchenteller mit Stachys

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Der Blog- und geschäftsschädigende Titel wurde dem Gericht von Frau L. verpasst. Vegane Restenverwertung nach bestem Wissen und Gewissen. Leider war kein Schnitzel dabei, und das an einem Sonntag. Die Stachys waren, als ich sie kaufte, frisch und weiss. Und dann kam 2 Wochen lang anderes dazwischen, aber solange sie nicht die Kühlschrankwände hochzukriechen beginnen, kann man sie noch essen😉 Stachyszüchter wie Susi wissen das Selbstausbuddeln à la minute zu schätzen.

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und über allem klebt der Maple Syrup

Eunuchenteller mit Stachys

Zutaten
200 g Stachys (Knollenziest)
2 rote Karotten
1 Petersilienwurzel
1/2 Zwiebel (Roscoff) in Streifen
ca. 6 kleine Wirsingblätter
2 Elf. Orangenöl
1 Elf. Ahornsirup
Fleur de Sel
roter Kampotpfeffer, Muskatnuss
wenig Gemüsebrühe

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Zwischenschritt

Zubereitung
(1) Stachys putzen, braune Enden wegschneiden. Karotten schälen, quer dritteln und in Stachysgrosse Stifte schneiden. Petersilienwurzel dito. Wirsingblätter in kochendem Salzwasser ca. 2 Minuten blanchieren. Kalt abschrecken.
(2) Karottenstifte in Orangenöl und Ahornisup in einer Pfanne zugedeckt bei mittlerer Hitze dünsten, ca. 10 Minuten. Zwiebelstreifen, Stachys und Peterliwurzelstifte zugeben, würzen, nochmals etwa 10 Minuten dünsten. Wenig Gemüsebrühe sowie den in Streifen geschnittenen, blanchierten Wirsing zumischen und kurz nach Bedarf weiterdünsten. Abschmecken.

Hätte ich noch ein paar Granatapfelkerne und exotische Gewürze darunter gemischt, wäre das doch glatt als Ottolenghi durchgegangen.

27 thoughts on “Eunuchenteller mit Stachys”

  1. Ohni „Beiried“ wirgglig e „mageri Sach“. Di Titel isch trotz dr Buntheit im Täller nit an de Hoor anezooge.
    I chum bim Aabligg eifach nit vo digge, faisse Made – gseh in Thailand – ewäg …

  2. Irgendwie kann ich diese Stachy nicht essen. Sie sehen aus wie fette Maden, so wie ich die in Asien gesehen habe. Da geht bei mir das große Kopfkino los und dann mag ich nicht. Aber ich glaube Dir, dass es lecker ist.
    LG
    Ulrike

  3. hu… die Knollenziests sind ja noch im Garten…die habe ich ja komplett vergessen. Da muss ich heute unbedingt raus gehen und aus dem Boden befreien…. um dann morgen daraus was Feines zu kochen… Dein Beitrag kam ja zum richtigen Zeitpunkt! Danke

  4. Nachdem ich dann meine Lust an diesem lustigen Gemüse so mit Grimmen im Bauch bestraft wurde, werde ich das nicht wieder ausprobieren, obwohl das wieder sehr appetitlich aussieht.

    1. der Inulingehalt wird sich wie bei Pastinaken, Petersilienwurzeln und dergleichen im Rahmen halten. Aber wer darauf empfindlich reagiert, lässt davon lieber die Finger.

  5. Heute komme ich vor lauter Lachen gar nicht zum virtuellen Mitessen… Ich weiß auch gar nicht, was ich am witzigsten finde: den Titel, die krabbelnden Stachys oder die Spitze gegen den Otto…🙂

  6. Ja, ja, ich, die große Züchterin … Ein armseliges Ton-Kistel kriegt er bei mir, der Knollenziest.

    Aber ich stelle fest, bei dir trauen sich die Leute nicht so zu lästern von wegen, wenn man die Dinger nicht kennt, dann ist das eine Wissenslücke, die man besser nicht schließt – das machen sie nur bei mir.

    1. Aber Du hast die Aufzucht wenigstens realisiert, und das auf einer Balkonterasse ! Diesmal war ich nahe dran, ein paar dieser Zieste in die Erde zu drücken. Was das lästern betrifft, halte ich mich vom Zeitdieb facebook möglichst fern.

  7. Sicher ein Lieblingsgericht von Eunuchen – in China gibt’s dieses Gemüse nämlich auch, das kriegt man oft. Mit etwas Sojasauce, Ingwer und Chili drin wäre das perfekt, nicht Ottolenghi.

    Manche kennen Stachys/Knollenziest nicht und erzählen dann zuhause, sie hätten Würmer gegessen. Ich schätze, so sind diese ganzen Vorurteile gegenüber der chinesischen Küche entstanden…😉

  8. Ich gehöre zugegebener Maßen zu den Leuten, die noch nie Staks gegessen habe… auch aus dem „das Auge isst mit“-Grund, lese aber immer wieder davon… Vielleicht sollte ich es mir doch nochmal anders überlegen.😉
    LG Nele

  9. Was gab es doch von Robert schon alles zu sehen, zu lernen und zu entdecken. Dieses Bild, hmm… sorry, die Stachys sehen so „gruusig“ aus – vielleicht schmecken sie einzigartig, doch ich wüsst nicht wie ich diese visuell esslusttötenden Teilchen runterbrächte:-( Schneeflockengrüsse aus dem Appenzellerland, Lisa

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