Avocadosoufflee

Avocadosoufflée

Avocadosoufflee
Kulinarische Moden kommen und verschwinden, „Nose-to-Tail“ und Gartenbeete auf Tellern kann man vergessen, Yuzu und Ponzu werden ihren Zenit bald überschritten haben. Superfoods wie Quinoa, Chia und dergleichen in Krümelabraumästhetik sind aktuell der Renner. Kümmert mich nicht. Ich koche weiterhin das, was ich kenne und was ich kann. Heute ein leichtes Avocadosoufflee, nach, ich traue mich fast nicht mehr, es zu erwähnen: Douce Steiner, meiner Lieblings-Kochrezept-Souffleuse aus dem Buch „Meine verrückte Gemüseküche“.

Avocadosoufflee

Avocadosoufflee (2015 11 26_9675)
Soufflées vertragen keine langen Fotosessionen

Zutaten
1 reife, aber nicht braune Avocado
1/2 Bio Zitrone, Saft und Abrieb
80 g Quark (L.: 100 g Magerquark gut in einem Vliestuch auf Küchenpapier abtropfen lassen)
2 Eigelb
3 Eiweiss
Salz

Zubereitung
(1) 4 feuerfeste Förmchen von 7-8 cm Durchmesser mit flüssiger Butter auspinseln (Seitenwände mit dem Pinsel in Steigrichtung einpinseln !) und leicht bemehlen
(2) Ofen auf 200°C Unterhitze vorheizen. Bräter mit Küchenpapier belegen, mit siedendem Wasser ca. 3 cm hoch befüllen und mind. 15 Minuten im Ofen aufheizen.
(3) Avocado entkernen, schälen, würfeln, mit dem Zitronensaft und -Abrieb pürieren und salzen.
(4) Quark und Eigelb glatt rühren und mit der Avocadomasse homogen mischen.
(5) Eiweiss mit einer Prise Salz steif schlagen und den Eischnee portionsweise vorsichtig unterheben.
(6) Masse in die Förmchen füllen und diese in den Bräter stellen. 10-15 Minuten backen.

Peperoniwürfel

von mir, anstelle der empfohlenen Tomaten

1 Peperoni, rot oder orange
2 Elf. weisser Balsamessig
Salz, Pfeffer

(7) Peperoni den Einbuchtungen entlang aufschneiden, Stiel, Kerne und weisse Häute entfernen, mit dem Tomatenschälmesser enthäuten und fein würfeln.
(8) In wenig Butter dünsten, mit dem Essig ablöschen, würzen und die Flüssigkeit langsam wegköcheln.

Was Frau Steiner als Beilage zu Gazpacho empfiehlt, war bei mir ein solitäres Mittagessen.  Als Sologericht empfehle ich, in das Soufflee noch etwas frischen, fein gehackten Estragon zu tun. Das hebt den Avocadoquark in höhere Sphären. Mache ich bei meinem Avocadotoast auch immer.

24 thoughts on “Avocadosoufflée”

  1. Tolles Rezept! Habe ich ja noch nie von gehört, sieht aber unglaublich lecker aus🙂 Avocado ist einfach ein super Allkeskönner! Muss ich unbedingt mal ausprobieren, werde aber als Vegetarierin zu den Tomaten greifen! Liebe Grüße aus St. Martin im Passeiertal🙂

  2. Sich um Dinge kümmern „die derzeit der Renner sind“ haben wir wahrlich nicht mehr nötig, dazu sind wir zu alt.🙂

    Dein Soufflée gefällt mir gut: klingt einfach und zugleich lecker.

  3. Ich wünsche mir, dass solche Moden wie Soufflé, Mousse, Panna Cotta und wie diese geschmeidigen Köstlichkeiten alle heißen nie aus der Mode kommen, denn sie sind für Menschen mit physischen Esseinschränkungen wichtige Ernährungsformen. Schönes Rezept, danke für die Inspiration. Liebe Grüße Claudia

  4. Dein Soufflée ist hübsch, es hat das Zeugs zum Evergreen😉
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy
    PS. Was? Yuzu wird den Zenit überschreiten? Jetzt, wo ich endlich echte Yuzu in den Händen halte? Hou nei … !😦

  5. Wird das Soufflée wirklich so quietschgrün? Sieht wunderschön aus und ich bin noch auf der Suche nach Inspiration für das vegetarische Weihnachtsmenue (ohne Zwiebeln und Knoblauch…).

    1. Quietsch ? Ich sah und sehe nur ein blasses lindengrün. In Natura ist die Farbe wirklich so grün (vorausgesetzt, Du lässt den Zitronensaft nicht allzulange mit der Avocado stehen). Bei den Fotos wars unterschiedlich, das Ofenbild ist unbearbeitet, bei den Tellerbildern (mit anderer Beleuchtung) musste ich mehr Sättigung zugeben, sonst hätte man nur noch gelb gesehen.

  6. Optisch ist das Soufflé schon mal der Knaller! Passt farblich sehr gut in die Weihnachtszeit. Und wer sich schon jemals an einem soufflée probiert hat, weiss wie glücklich man ist wenn man so ein perfektes Soufflee hinbekommt. Ein gesundes Mass an Neugier sollte jeder haben, hält einen jung…finde ich, und etwas Neues ausprobieren, ist immer spannend. Nach dem ausprobieren, kann man ja dann entscheiden, ob man das wirklich braucht oder nicht. Ich liebe diesen Blog für die tollen Rezepte genau so wie für die schönen Unterhaltungen danach, vielen Dank Robert !

  7. Das sieht einfach nur großartig aus…..*sucht einen Zettel, um ein Memo „unbedingt nachkochen“ zu schreiben*
    Danke schön🙂

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