Der vergessene Kochapparat

Kochapparat

Beim Leeräumen des Kellers anlässlich des letzten Hochwassers sind sie mir wieder unter die Hände gekommen: die Ein-Mann-Kochapparate der Schweizer Armee. Vor Jahrzehnten hab ich mal ein paar davon gehortet, in Erwartung des finalen Atom-schlages der bösen Roten, wer war das doch noch ? Gegen die braven Blauen, wer war das denn ? Ich mochte sie nach dem Ende des kalten Kriegs nicht wegwerfen. Für allfällige Stromausfälle oder als Feuerstelle für Wanderungen. Man kann damit immerhin einen halben Liter Wasser zum Sieden bringen für Schwarztee, unser Lebenselixier (neben andern Elixieren). Und so einfach zu bedienen: Der vergessene Kochapparat weiterlesen

Ovoli al naturale

Ovoli, Kaiserlinge
Italiener und kleine, madige Ureinwohner behaupten, er schmecke feiner als der Steinpilz. Entsprechend gesucht (und teuer) ist er denn auch. Wer auf dem Waldspaziergang diesen Pilzen begegnet, darf nicht nur zum Pflücken auf die Knie. Im Pilzbuch sind sie auch unter dem Namen Kaiserling (Amanita Caesarea, nach dem Imperator Julius C.) verzeichnet. In der Schweiz (und in Deutschland) gibt es ihn nicht (mehr). Am ehesten findet man ihn noch in warmen trockenen Gegenden in Süditalien und im Piemont. Ganz klein sieht er aus wie ein weisses, unregelmässiges Ei, im jugendlichen Stadium drückt der orangefarbene Kopf wie ein Eigelb aus dem Eiweiss hervor (dann schmecken sie am Besten), bis zuletzt ein schöner Hutpilz vor uns steht. Es gibt sie von Ende Juli bis Ende September. Wenn es denn überhaupt welche zu kaufen gibt, muss man rasch zugreifen. Ich mach sie auf die strenge, klassische Art: Anbraten der dünnen Scheiben in Olivenöl, etwas Zitrone, schwarzer Pfeffer. So kommt das äusserst feine Aroma zur Geltung. Und wenn uns die Maden madig machen wollen: Augen zu, weiter essen und einen Grappa drauf. Zur selben Familie gehören auch der Fliegenpilz (Amanita muscaria) und der grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides). Beim Sammeln bitte unterscheiden !! zum Rezept Ovoli al naturale weiterlesen

Experimentelle Zwetschgentarte

Zwetschgentarte

Von der Tomaten-Paprika-Tarte sind noch 2 Blätter Strudelteig übriggeblieben. Deren Tartenboden war so knusprig und so leicht, fast ein Nichts, dass ich damit versuchen wollte, eine Fruchttarte zu machen. Ein Boden aus 5 hauchdünnen Blättern Strudelteig, der nicht durchnässt. Im Kühlschrank gabs Zwetschgen. Also Zwetschgentarte. Ideale, leichte Nachspeise. zum Rezept Experimentelle Zwetschgentarte weiterlesen

Gnocchi di patate, ma perfetto ?

Gnocchi di patate im Teller

Kartoffelgnocchi lamiacucina. Das Ergebnis meiner Recherchen in verschiedenen Kochbüchern (siehe: Kartoffelgnocchi, zäh oder zart ?). Theoretisch sollte das die allerbesten, allerzartesten Gnocchi, vielleicht nicht gerade der Welt, aber wenigstens meines engen kulinarischen Horizontes, ergeben. Theoretisch !!! Probieren wir das mal aus ! zum Rezept Gnocchi di patate, ma perfetto ? weiterlesen

Kartoffelgnocchi, zäh oder zart ?

Kartoffelgnocchi

Ich hab mir mal einige meiner Lieblingskochbücher vorgenommen, die Rezepte für Kartoffelgnocchi herausgeschrieben, Zutaten und Mengen verglichen. Unglaublich ! Die Kochbuchautoren scheinen die Rezepte ihrer Grossmütter unbesehen und unreflektiert abzuschreiben. So nett die Erinnerung an die Nonna sein mag, den tradierten Rezepten fehlt oft jede Logik. Alle Autoren beanspruchen aber unisono, mit ihrem Rezept leichte, luftige, eben perfekte Gnocchi herzustellen. Höchste Zeit, dass ich mich der Kartoffelgnocchi annehme ! Zu den Fakten: Kartoffelgnocchi, zäh oder zart ? weiterlesen

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