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Artischocken mit Orangen-Hollandaise

Artischocken essbereit
Die Spargelsaison ist vorbei, längst sind die grossen, runden Artischocken aus der Bretagne, die Camus de Bretagne auf dem Markt. Gelegenheit, die von Ursula von kochfun für Spargeln servierte Orangenhollandaise in den Sommer hinein zu verlängern….. als dip für die Artischocken.

Zutaten
2 grosse Artischocken (für 2 Personen)

für die Orangen-Hollandaise:
1 unbehandelte Orange
2 Eigelb
1 EL Zitronensaft
1 Elf. Campari (von mir zum Rezept hinzugefügt)
75 Gramm Butter
1 TL Balsamico
Salz, Pfeffer, Zucker

Zubereitung
(1) Stielende mit einem kräftigen Messer abschneiden, so dass die Distel waagrecht steht. Unschöne Blätter abreissen, die äussersten Blattspitzen mit einer Schere stutzen, unter fliessendem Wasser abspülen und sofort Zitronensaft auf die Schnittstellen streichen. Oder in ein kleines Becken mit Wasser legen, in welchem eine Messerspitze Ascorbinsäure (Vitamin C) aufgelöst ist.
(2) In viel gesalzenem Wasser während ca. 40-50 Minuten garen (Garprobe mit Nadel und degustatorisch an einem abgezupften Aussenblatt).
(3) Die Orange waschen und die Schale zur Hälfte sehr fein abreiben. Die Orange auspressen. Den Saft mit Eigelb, Salz, Pfeffer, Zucker, 1 Tlf. Orangenabrieb, Campari und dem Zitronensaft in den Einsatz eines Wasserbades geben. Alles bis knapp unter den Kochpunkt erhitzen, dabei fortwährend mit dem Schneebesen cremig schlagen. Die Butter in Würfel schneiden und nach und nach unterrühren. Mit Balsamico abschmecken und eventuell mit Salz und Pfeffer nachwürzen. In vorgewärmte Schälchen giessen und neben der abgetropften Artischocke servieren.

Anmerkung
Zum Essen die Blätter ringsum abzupfen, das fleischige Blattende in die Sauce tauchen und abschlotzen. Sind alle Blätter weg, kommt der Boden mit der verbliebenen Sauce dran.

So grün, wie die frischen Artischocken nach dem Anschneiden aussehen, bleiben sie nach dem Kochen leider nicht. Die Zitronensäure ist verantwortlich für das Grauwerden. Siehe: Warum grünes Gemüse grau wird
Artischocken, kochbereit

Dippen Dippen Dippen Der Boden
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Wer sie lieber mit einer Vinaigrette isst, findet bei Véronique von Wie Gott in Deutschland ein Rezept und eine detailliertere Anleitung zum Kochen und Essen.

[Vorgefertigter Beitrag]

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Kategorien:Gemüse /Verdure
  1. Juni 30, 2008 um 05:36 | #1

    Schön, dass uns Lamiacucina-süchtigen regelmäßig ein Appetithappen serviert wird. Diesmal sogar Artischocken! Ich liebe Artischocken… :-)

    Der Dip dazu klingt gut, der Campari darin auch interessant. Ich mag Artischocken sonst sehr gerne mit einer senflastigen Tunke. Die hier gefällt mir.

  2. Juni 30, 2008 um 06:54 | #2

    Camparihollandaise klingt gut für einen verkaterten Montag morgen. ;-)

  3. Eva
    Juni 30, 2008 um 07:23 | #3

    Herrlich sehen deine Artischocken aus und der Dip dazu klingt wunderbar….-schön, wieder von dir zu lesen!

  4. Juni 30, 2008 um 07:45 | #4

    Wieder im Lande?

    Prima!

    Ja ja, Artischocken, lecker lecker!!!! Obwohl ich ja lieber die kleinen, violetten essen…ist aber sicher Geschmackssache!

  5. Juni 30, 2008 um 08:56 | #5

    Refined and delicious! Perfect for the warmer days!

    Cheers,

    Rosa

  6. Juni 30, 2008 um 09:06 | #6

    eine sehr leckere kombination! der orangengeschmack ergänzt sich sicher herrlich mit dem leicht bitteren der artischocken. yummmmmie!

  7. Juni 30, 2008 um 14:26 | #7

    Hallo
    Swiss-Digg ist bereit. Sie können auch ihre artikle im Swiss-Digg einsenden.
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    Thanks
    danke

  8. Juli 1, 2008 um 00:20 | #8

    Das Stielende einer Artischocke sollte man abbrechen. Damit gehen auch die langen Fasern weg, die mit einem Schnitt sonst durchtrennt werden, und im Boden bleiben.

    Ganz fein schmecken auch rohe Artischocken, deren Boden man fein gehobelt als Carpaccio essen kann.

  9. elettra
    Juli 1, 2008 um 00:24 | #9

    feinfein! Welcome back, war fad ohne Dich!

    Orangenhollandaise zu Spargel hab ich auch mal gemacht, aber: vorbei! Die nächsten schönen Artischocken werden meine sein!!

    Ich kenne das Artischocken-Gedütsch auch aus einem Schüleraustausch-Frankreichaufenthalt, bin seitdem begeistert davon und konnte inzwischen sogar meine Kids überzeugen. Das will was heißen!!

  10. Juli 1, 2008 um 11:20 | #10

    Schön hier wieder etwas zu Lesen zu finden. Tolle Bilder.
    Ich hoffe, Ihr habt die EM gut überstanden.

  11. Juli 1, 2008 um 15:17 | #11

    Lecker – Artischocken zum Dippen, so esse ich sie am liebsten.

    Robert, ich freue mich, dich endliiiiiiiiiiiiiiiich wieder hier zu sehen, war ein wahre Durststrecke ohne dich.

    Geht es dir jetzt wieder gut :?:

  12. Juli 2, 2008 um 21:19 | #12

    ich liebe Artischocken! Esse sie sonst immmer mit Vinaigrette, aber die Hollondaise ist auch eine schöne Idee.

  13. Juli 2, 2008 um 22:45 | #13

    Ja wo isser denn? Die EM ist doch vorbei. Wo seid ihr???

    Gut, dass wir zumindest ein wenig Futter vorfinden beim Blick ins Blog. Hollandaise zu Artischocken passt bestimmt bestens.

  14. Juli 3, 2008 um 08:08 | #14

    Wunderschöne Bilder!

  15. Juli 3, 2008 um 08:49 | #15

    Die Orangen-Hollandaise klingt sehr verlockend. Das klingt sehr viel verlockender als mein Schinkendip, den ich dazu immer mache. Ich freue mich nach der EM-Pause wieder auf tolle Rezepte!

  16. Juli 6, 2008 um 02:04 | #16

    Tolles Rezept! Nur bei der Hollandaise nehme ich die Abkürzung am Wasserbad vorbei, ein ganz normaler Topf tuts auch. Mit Gas oder Ceran auf kleiner Flamme ist das eh kein Thema, auf einem klassischen Herd zieht man den Topf immer wieder von der Flamme, um die Temperatur zu kontrollieren. Die Butterstücken (keine zerlassene Butter!) helfen, die Temperatur zu steuern. So kommt man zu einer schnellen aber perfekten Hollandaise in wenigen Minuten.

  1. Juli 4, 2008 um 08:20 | #1