Kartoffelgnocchi ohne Mehl, ohne Ei, nur mit Kartoffeln

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Früher suchten die Alchimisten nach dem Stein der Weisen. Heute suchen sie nach perfekten Kartoffelgnocchi. Alle Recherchen in meinen Kochbüchern, in italienischen Kochbüchern sowie im Internet verliefen im Sand, bzw. im Mehl. Kaum ein Rezept ohne Mehlkleister. Andere Mitsuchende, wie Guy von Amateurköche, scheinen auch noch nicht fündig geworden zu sein. Nathalie von cucina casalinga hat meine bisherigen Kartoffelgnocchi zwar für gut befunden, aber das entscheidende eine Prozent habe ihnen gefehlt. Alles, was sie in Italien in Erfahrung habe bringen können, war: “Patate, un po’ di farina, sale, nessuno uovo”. Kartoffel, Salz, Mehl, kein Ei. Das sagen sie alle, die Italiener. Und wir sind so gescheit wie zuvor.

Das Problem der Kartoffel-Gnocchi ist das Weizenmehl, das in praktisch allen Rezepten in mehr oder minder grossen Anteilen vorgeschrieben ist. Mehl mit niedrigem Ausmahlungsgrad besteht hauptsächlich aus Stärkekörnern, Proteinen und Zellulose. Beim Kontakt mit Wasser verkleben die an der Oberfläche sitzenden Proteine die darunterliegenden Stärkekörner, Klümpchen entstehen, die eingeschlossenen Stärkekörner können vom Wasser nicht mehr benetzt werden und werden deshalb nicht mehr richtig aufquellen. Pappiges Mundgefühl ist die Folge. Hinzu kommt der Mehlgeschmack, verursacht durch einen der Bausteine der Stärkekörner. Den kann man zwar auskochen, das dauert aber, wie wir von Mehlsaucen wissen, mindestens 15 Minuten. Gnocchi hingegen werden, je nach Grösse,  nur eine bis zwei Minuten gegart. Deshalb schmecken sie mehlig. In meinem früheren Rezept habe ich deshalb alles mögliche unternommen, den Mehlanteil so klein wie möglich (15%) zu halten, mit ganz ansprechendem Ergebnis.

Auch Kartoffeln enthalten Stärkekörner mit Proteinen. Weichkochende mehr als festkochende. Die Körner der Kartoffelstärke quellen und gelieren ab Temperaturen von ca. 60 °C.  Vorausgesetzt die Starkekörner kommen an genügend Wasser. Knetet man den Teig, entstehen auch hier kleistrige Strukturen.

Den entscheidenden, Düsentriebschen Anstoss habe ich auf einer italienischen Kommerzseite (drum kein link) für Zöliaker  gefunden:  Weizenmehl durch Kartoffelstärke ersetzen. Klick. Je länger ich über die chemisch-physikalischen Konsequenzen dieser Idee nachdenke, desto mehr überzeugt sie mich: Reine Kartoffelstärke kann unter Hitzeeinwirkung ein Vielfaches ihres Eigengewichtes an Wasser physikalisch binden und aufquellen. Da sie aber nur wenig Protein enthält, verkleistert sie weniger stark als Mehl und hat auch keinen Mehlgeschmack. Auch reine Kartoffelstärke muss ausgekocht werden, das geht aber schneller als mit Weizenmehl.

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Das Resultat ist erstaunlich, so leicht und problemlos hat sich noch keiner meiner Gnocchiteige verarbeiten lassen. Ein Bemehlen der Rollen oder der Gnocchi mit Kartoffelstärke war unnötig, der Teig war kaum klebrig. Die Gnocchi selbst waren zart, schmeckten nach viel Kartoffel statt nach viel Mehl, Frau L. meint zwar: “nach verfestigtem Kartoffelpüree“.  Etwas ungewohnt halt, der Mund ist sich über Jahre an die klassischen Mehlkleistergnocchi gewohnt.

Ob ich mit meinem Stein der Weisen nun Gold, Katzengold, Porzellan oder Asche hergestellt habe, mögen  Italienfahrer und Gnocchiexperten beurteilen. Aber die Idee finde ich gut. So oder so.

Zutaten
500 g Kartoffeln (letztjährige), festkochend, Charlotte
25 g Kartoffelstärke
Muskat, 1 Tlf. Salz, Pfeffer

kein Ei, kein Mehl

Zubereitung
(1) Kartoffeln ungeschält waschen, im Dampfsieb bei Normaldruck ca. 30-40 Minuten garen, bis sie nach Garprobe komplett gar sind, also alle natürlichen Kartoffelstärkekörner ausreichend gequollen sind.
(2) Kartoffeln herausheben, noch heiss schälen und durch ein passevite flottelotteln. Nach jeder Kartoffel wenig Stärke aufsieben, damit hinterher nur noch kurz gemischt werden muss.  Muskat, Salz zugeben und mit einem Gummispachtel oder Teighörnchen homogen vermischen, nicht kneten.
(3) Teigstücke auf einem Brett zu kleinfingerdicken Strängen rollen. Diese in etwa 2cm lange Stücke schneiden und bis zum Kochen auf dem Brett liegen lassen oder auf ein Tuch legen.
(4) Salzwasser zum kochen bringen, Feuer reduzieren und die Gnocchi darin ziehen lassen, bis sie nach oben steigen. Maximal 1-2 Minuten. Dann unverzüglich mit einer Siebkelle herausheben und mit schäumender Salbeibutter servieren oder in vorbereitete Teller mit heissem Tomatencoulis legen.

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Warnhinweis
Das ist kein Rezept, das man problemlos nachkochen kann. Ich habe es an 3 festkochenden Kartoffelsorten (Amandine, Charlotte, Ditta) ausprobiert. Mit Amandine und Charlotte funktionierte es gut, Ditta waren stärker zerfallsgefährdet. Die Stabilität der Gnocchi wird stark abhängig von der Kartoffelsorte und deren Lagerung sein. Lässt man sie länger als 1-2 Minuten im Salzwasser ziehen, erodieren sie und zerfallen mit der Zeit zu Kartoffelbrei. Das passiert auch beim längern Aufwärmen in Saucen. Der Anteil Kartoffelstärke muss an die Sorte angepasst werden. In einem weitern Versuch habe ich den Teig gemäss obiger Rezeptur zusätzlich auf wenig Weissmehl ausgerollt, und dann die Gnocchi geformt. Hier hatte ich den Eindruck, dass dieser Überzug die Gnocchi stabilisiert. Bleibt noch ein letzter Versuch zu machen: Einen kleinen Teil der Kartoffelstärke durch Weissmehl ersetzen. Vorerst aber Gnocchipause, der Mensch lebt nicht nur von Kartoffelgnocchi allein.

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Auf der Suche nach dem Stein der Weisen:

Kartoffelgnocchi, zäh oder zart ?
Gnocchi di patate, ma perfetto ?
Gnocchi von lustigen Weibern

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54 Gedanken zu “Kartoffelgnocchi ohne Mehl, ohne Ei, nur mit Kartoffeln”

    1. im Frankenland, im Waldviertel (Knödelland in A) und in Wien wird genau oder fast genau soches Rezept verwendet, siehe Klaus Trebes, Rezepte aus dem Gargantua, oder Andreas Wojta, meine Wiener Küche, hier z. Bsp:

      1 kg Erdäpfel
      250 g Erdäpfelstärke
      24 g Gries
      Salz

      Gnocchi kurz, Knödel 10 – 15 min. ziehen lassen

      haut einfach hin

  1. Ja, ja, ja – wenn das die Lösung ist – kann ich meine Versuchsreihe abbrechen!
    Wird auf jeden Fall probiert – und ich berichte. Amandine sind gerade da.

  2. Auf die Idee mit der Stärke hätte man ja schon früher kommen können. Ich war auch immer verzweifelt, denn ich brauchte (gefühlte) Mehlberge – trotz entsprechender Kartoffelsorte – um den Teig halbwegs verarbeiten zu können. Deine Version muss ich ausprobieren!! Danke!

  3. ich hab auch spontan an kartoffelknoedel in anderer form beim betrachten des 1. bildes gedacht. deine wissenschaftliche annaeherung an das Gnocchiproblem gefaellt mir.

  4. Vielen Dank für deine wissenschaftliche Abhandlung und deine Versuchsreihe. Da keine der drei Kartoffelsorten hier käuflich zu erwerben sind, lasse ich den Italienern ihre Gnocchi.

  5. Vielen Dank für das gelungene Experiment! Vielleicht kann man ja einen Esslöffel Ricotta in den Teig geben? Festigt auch ein wenig wie ich festgestellt habe. ;-)

  6. Robert, ich bin platt ob der Arbeit, die du dir da gemacht hast, finde es aber klasse, dass du uns an den Ergebnissen teilhaben lässt und auch noch die entsprechenden Warnhinweise aussprichst – ich hätte mich als Versuchskaninchen jedenfalls nicht verweigert! :-)

  7. Wirklich tolle Gnocchis, ich habe das eben schon mal gesagt wo anders, meine sehen nicht immer so toll aus. Liegt wahrscheinlich aber mehr an der großen Masse und eher aus Zeitlichen Gründen. Super!!!

    LG Andy

  8. Wow, ohne Ei ist schick! Definitiv gut ausprobiert, ich mag das mit Ei nicht besonders. Schöner Test, sehen auch gut auch. Wovon kommt der Glanz?

  9. Wow, was für ein tolles Experiment. Danke dafür. Schaut toll aus und das ist super wie du die Hintergründe beschreibst, was sozusagen im Gnocchi vorgeht.

  10. Eine bewunderungswürdige Testreihe!

    Ich mag mich trotzdem bisher nicht von alten, mehligkochenden Kartoffeln als Basis für meine Gnocchi verabschieden. Den Austausch von Weizenmehl gegen Kartoffelstärke werde ich hingegen auf jeden Fall probieren.

  11. Ich freu mich, dass ich hier die wissenschaftlicher Erklärung für die wunderbaren Erdäpfelnudeln (so heissen Gnocchi bei uns im Mühlviertel) meiner Mutter(Grossmutter/Nachbarin finde! Bei uns war/ist die Beigabe von Kartoffelstärke, statt Weizenmehl üblich. Oft wurde in Ermangelung von gekaufter Stärke, die von roh geriebenen, in kaltem Wasser eingeweichten und abgeschöpften Kartoffeln verwendet. So findet man diese Methode, Stärke zu gewinnen, auch heute noch in alten Rezepturen für Schupfnudeln oder Kartoffelpuffer (Bayern/Innviertel/
    Mühlviertel). Allerdings kommt in die Erdäpfelnudeln meiner Heimat schon auch Eigelb, so schmecken sie noch besser.Sie werden als Mohnnudeln mit geriebenem Blaumohn, Zucker und Buttersauce serviert, oder als gebackene Nudeln zuerst in Butterschmalz gebacken, dann mit einer Mischeung ausd Milch/Obers/Ei übergossen und im Backrohr überbacken. Dazu gibt es traditionell Sauerkraut oder süsses Kompott.
    Übrigens dürft diese Kartoffelstärke-Methode auch im Friaul, einer Urheimat der Gnocchi, bekannt sein, ich habe dort mal einer Bäuerin zugesehen: auch sie hat reine Stärke, Ei und kein Mehl verwendet.

  12. @kulinaria: ausgewanderte Italiener in Schlesien :-)

    @Rosa: den Gesundheitsaspekt habe ich noch gar nicht in Betracht gezogen.

    @sammelhsmater: deine Tomaten werden noch nicht reif sein.

    @Nathalie: das ist noch kein Schlussbericht, nur ein Schritt in die richtige Richtung.

    @Bolli’s Kitchen: wer keinen Italiener um die Ecke hat muss forschen.

    @Schnick Schnack Schnuck: foie gras, französisch infiltriert, nicht schlecht.

    @rike: Du kannst auch ein Eigelb verwenden, braucht etwas mehr Stärke.

    @karine: Danke, der Bericht ist nicht selbstlos. Mit Hilfe der Kommentare hoffe ich einen Schritt weiter zu kommen.

    @Ursula: es gibt ja auch noch jene mit Ricotta…

    @Petra: ich kaufe nie mehligkochende, aber sie wären eine Erwägung wert. Vielleicht hält der höhere Proteingehalt sie besser zusammen. Italiener nehmen gerne rotschalige Kartoffeln, ob das einen triftigen Grund hat, weiss ich nicht.

    @Claudia: ich halte die beiden Sorten Gnocchi lieber auseinander.

    @Eva: das soll dich nicht hindern, fehlgeschlagene Versuche gehen in die Suppe und wenigstens nicht in die Kosten.

    @Chefkoch Andy: in deiner Küche muss anders gekocht werden. Klar.

    @gourmet: Butter bei der Salbeiversion.

    @Isi: ich fühle mich vor lauter Einfühlung seit einigen Tagen fast wie ein halbes gnoccho.

    @kochschlampe: mit mehligkochenden werd ich sie wohl auch noch probieren.

    @Eline: Danke für die wertvollen Hinweise. Ich freue mich richtig über die heutigen Kommentare. Das bessere Wasserbindungsvermögen der Stärke erlaubt es, ein Ei oder Eigelb locker in die Kartoffelmasse zu binden und so die Gnocchi etwas stabiler zu machen. Das werde ich gerne ausprobieren.

  13. Oh, ist das wieder lecker!!! Ich liebe Gnocchi, könnte sie beinah tagtäglich naschen!!! :-) Das Rezept klingt gut, so ganz ohne Mehl, aber auch wieder nicht ganz so einfach… Ich nasche einfach bei DIR mit! ;-)

  14. Habe mir nie Gedanken über die chemisch-physikalische Erklärung gemacht, aber Kartoffelstärke hat meine Oma auch immer benutzt (jetzt weiß ich auch, warum sie so lecker waren!) Muss ich mal wieder machen. In beiden Versionen: sugo und burro e salvia.
    Ciao

  15. Ich hatte mal eine jahrelangelange Weizenallergie, die ich aber überwunden habe. In dieser Zeit habe ich alles mit Mais- oder Kartoffelstärke gebunden und bin auch heute noch begeistert von diesen Helferchen. Deine Gnocchi schmecken sicher hervorragend nach Kartoffeln. Normalerweise esse ich die nicht fremdgemacht, wegen dem Pappegeschmack. Aber ich könnts ja auch mal selber. Rezept ist ja jetzt da.

  16. Danke für den ausführlichen und interessanten Beitrag. Ohne Ei und mit Stärke habe ich Gnocchi allerdings noch nicht gemacht. Ein Testlauf ist angesagt. – Amüsant finde ich die Bemerkung von Frau L. :-)

  17. Interessant! Werde ich bei gelegenheit mal ausprobieren, obwohl ich ein wenig skeptisch bin, ob sie dann nicht wirklich “nurnoch” fester Kartoffelbrei sind.

    Eine reine Interessensfrage, und auch wenn ich mir eine Antwort denken kann, wieso dampfst du die Kartoffeln ungeschält?

  18. Seit ich meine Gnocchis selber mache, schmecken sie mir auch beim Italener nicht mehr (Gummi).
    Ich nehme mehlige Kartoffeln, Ei und sehr sehr wenig Mehl. Mit Stärke werde ich es mal ausprobieren.

  19. Mein Seelentrösteressen…hab ich auch schon mit Kartoffelmehl gemacht. Klappt gut, kommt aber wirklich immer auf die Kartoffelsorte an. Übrigens benutze ich Kartoffelmehl auch bei Kartoffelpuffer, Reibedatschi oder wie sagt man in der Schweiz?

  20. Wunderbar. Gnocchi mag ich sehr, habe es aber nach X erfolglosen Versuchen aufgegeben, welche selber zu machen. Dein Rezept macht erneut Mut oder stachelt den Ehrgeiz an:”Kann ich doch auch!”

  21. deine vielen Versuche in allen Ehren, und aussehen tun deine Knotschi auch super ;-).. aber ernsthaft, ich mach sie mit Mehl, ich mach sie mit Ei und das machten meine Mamma, meine Oma und meine Urgroßoma schon so. Ich kann mich davon nicht trennen, das wirst du verstehen. Und irgendwie hatte ich noch kein einziges Mal das Gefühl, mehligen Kleister zu essen, ich bin ganz im Gegenteil immer wieder mit Lob überhäuft worden wie flaumig zart sie wären.

    Ein Tipp noch: Der Kartoffelbrei darf um Gottes Willen NIEMALS gerührt oder geschlagen werden. Dann wirds kleistrig. Einzig eine Gabel zum “zusammenschieben” der Zutaten ist erlaubt, sonst nur lockeres unterheben und kneten. Das Mehl wird auch nicht sofort beigemischt, sondern nach und nach im Laufe des Knetvorganges, immer so viel, dass sie grade nicht kleben.
    Aber das weißt du vielleicht eh schon alles :-)

  22. “Kartoffeln machen dumm und treu” hat meine Mutter immer gesagt, drum gut wenn du mal Pause machst. ;-)

    Die Gnocchi sehen aber wirklich verführerisch aus. Mal schauen ob ich sie nachmachen werden. Ich hatte ja schon Mühe mit denen für faule Weiber. ;-)

  23. Jetzt weiß ich, warum ich immer noch keine Gnocchi selbstgemacht habe… Und nach Deinen Ausführungen wird das auch erst mal nix, ich trau mich nicht :)

  24. @Elisabeth: platonisches Naschen :-)

    @Alex: langsam gewinne ich den Eindruck, dass das die italienischen Grossmütter schon immer wussten.

    @Buntköchin: benutzen wir auch ohne Allergie häufig. Zum binden besser als die klassische Mehlbutter.

    @Leyla: Iyi isteyen için teşekkür ederiz.

    @Charlotte: Frau L. möchte etwas Mehl drin, wird sie kriegen.

    @Tim: mit der Schale gedämpft nehmen sie weniger Wasser auf.

    @ulla: Du wirst bei deinem Rezept weniger Stärke als Mehl brauchen.

    @Rebeccalecca: Kartoffelmehl, sind das die Flocken fürs Püree oder einfach getrocknete, gepulverte Kartoffeln ? Auch hier Kartoffelpuffer.

    @Erich: kannst Du sicher. Ich werde meinerseits den mehligkochenden einen Versuch geben, ferner noch mit einem Eigelb probieren.

    @Ellja: an die tipps halte ich mich bereits. Vielleicht bin ich auf der ewigen Suche nach etwas, von dem ich nicht einmal weiss, oder beschreiben kann, wie es letztlich schmecken soll :-)

    @zorra: zu spät, ich habe schon zu viel davon gegessen. Hoffentlich ist der Vorgang reversibel.

  25. Nee, ich mein natürlich auch Kartoffelstärke, dieses weiße feine Mehl aus Kartoffelstärke ;)
    Ich nehm doch keine getrockneten Kartoffelflocken, also nee nich???

  26. Sie sehen fantastisch aus! Und ich glaube, soweit ich das beurteilen kann, Du hast da wirklich eine super Idee gehabt.Denn ich mag Gnocchi´s wegen des pappigen Mehlgeschmacks nicht so gerne. Fand sie immer sehr unnötig, normale Pasta hätte es meist auch getan.

  27. Hallo, sie sehen wirklich sehr shön und gut! Bravo! halala, ich spreche fast kein Deutsch, dass ist nicht einfach um etwas interesant zu sagen ;-) Tut mir leid ;-) Tschuss

  28. Aha, ich mache grundsätzlich Kartoffelknödel (oder Gnocchi) mit Kartoffelstärke. Da hättest du nur ein österr. Kochbuch zu Rate ziehen müssen, als in irgendeiner Zöliakiseite zu schmökern (du machst Sachen. Nicht, dass du uns krank wirst.) Und ich überlege jetzt gerade, ob ich die Kartoffel nicht ausdampfen lasse und kalt verarbeite, weil sie dann noch zusätzlich Stärke ziehen.

  29. das ist ja eine sehr interessante variante, werde ich gleich mal probieren. aber warum nimmst du festkochende kartoffeln und keine mehligkochdenden, von denen man ja eigentlich die gnocchis mach?

  30. @Rebeccalecka: dann, alles klar.

    @nina: gegen einen Teller Spaghetti hab ich nie was einzuwenden.

    @the rufus: diese Menge hat sich als Testportion für eine Vollmahlzeit bewährt. Nächster Tag, nächster Test.

    @Claude-Olivier: on comprend francais avec ou sans nuances fédérales.

    @entegut: ich besitze kein einziges, österreichisches Kochbuch. Welche Schande. Ausdampfen lassen macht sie noch besser. Ich bin vom worst-case ausgegangen.

    @hanna: im Kleinhaushalt haben wir nur Platz für eine Sorte. Da es bei uns immer noch mehr Rösti gibt, als Gnocchi, sind das festkochende. Die mögen wir lieber. Aber wie ich in einem Kommentar schon gesagt habe, ich werde noch damit einen Versuch machen.

  31. @lamiacucina: Testlauf (halbe Menge; aber Stärke mit Mehl 1:1 vermischt) erfolgreich hinter mich gebracht. Der Teig ließ sich sehr gut verarbeiten; die Kochdauer muß tatsächlich genau eingehalten werden – danke für den “dicken” Hinweis. Geschmacklich (richtig kartoffelig und wunderbar zarte Konsistenz) unterscheiden sich diese Gnocchi doch sehr von den häufig mehllastigen Varianten. Trotzdem werde ich auch noch Deine “Gnocchi di patate, ma perfetto?” ausprobieren.

  32. Alles sehr interessant! Kann mich Ellja nur anschließen. Auch ich nehme Ei und Mehl und bin von dem fluffig-lockerem Ergebnis jedesmal begeistert.
    500g Kartoffeln
    200g Mehl
    1 Eigelb
    Salz, Pfeffer, Muskat
    bei Zugabe von Gemüsepüree (Kürbis, sehr lecker), 1 Ei und 50 g Mehl zusätzlich
    Können wunderbar eingefroren werden.

    Hab am Montag die gebrannte Creme gemacht. Sehr lecker, allerdings war sie am Ende zu flüssig.
    Liegt das daran, dass ich zuviel gerührt habe, um eine Haut zu vermeiden? Vorher war sie viel dicker.

  33. @Charlotte: gute Idee, mit der Mehl-/Stärkemischung, das “alte” Rezept ist in der Handhabung delikater.

    @Poulette: never change a winnig recipe :-) 40% Mehlanteil wären mir doch allzureichlich, eher ein Mehlgnocchi als ein Kartoffelgnocchi.
    Creme: Könnte ich mir vorstellen, dass ein thixotroper Effekt auftritt, wenn die langen Eiweissketten durch kräftiges Rühren zerbrochen werden. Selbst hab ichs nicht bemerkt, habe Frau L.s creme aber auch erst ein mal gemacht.

  34. Warum treiben Sie für Kartoffeln nur einen solchen Aufwand? Wer den vollen Geschmack der Kartoffel möchte, kauft sich einfach einen Sack neue Bio-Kartoffeln vom nächsten Hofladen, brät diese langsam in feinem Olivenöl und gibt am Schluss noch ein paar Salbeiblätter oder frischen Rosmarien vom Töpfchen auf dem eigenen Balkon/Garten dazu – fertig und schmeckt himmlisch!

    1. Ich finde deinen Erfindungsgeist super!

      Auch ich bin eine Nudeln/Gnocchi-ohne-Mehl&Ei-Suchende und habe schon einige Erfolglose Versuche hinter mir.

      Habe aber dieses Wochenende einen Kürbis-Gnocchi-Versuch gestartet und sie sind mir tatsächlich auf Anhieb gelungen! Hierfür habe ich auch Kartoffelstärke anstatt Mehl verwendet, allerdings auch ein Eigelb. Es gibt aber auch einige Rezepte ohne Eigelb & Mehl.

      Hier z.B.:
      http://www.lecker.de/rezept/594614/Kuerbis-Gnocchi-mit-Tomatensosse.html

      Das werde ich auch mal ausprobieren. Es gibt auch viele Kloß-Rezepte mit Stärke, ohne Mehl, ohne Ei, wie einige hier auch schon erwähnt haben. Die Klöße nennen sich Stärkeklöße. Google spuckt da auch einige Rezepte aus.

      Vielleicht hilft das weiter?
      Wir ergründen schon noch das Gnocchi-Geheimnis!

  35. Aaaalso, habe gestern, nach langer Zeit mal wieder Gnocchi gemacht.
    Die Zeit des Rezepte-googelns war länger als die Zubereitung ;-)
    Habe (stolz) wunderschöne Gnocchi aus
    - knappes Kilo festkochende Kartoffeln
    - 2 El Kartoffelmehl
    - vielleicht 4 El “Spätzlesmehl” (doppelgriffig) + Mehl fürs Ausrollen+Bestäuben
    - 1 Eigelb
    - Salz
    fabriziert, kartoffeln gekocht, noch 30 minuten ungeschält aber angepickst im Ofen getrocknet usw. das übliche Procedere.
    Sie sehen super aus, sind weich und fluffig, fallen bei 1,5min kochzeit auch nicht auseinander
    nur:
    irgendwie schmecken sie zu stark nach kartoffeln. bzw. nur danach.
    liegt es an meinen degenerierten geschmacksnerven? Aber müssen gnocchi nicht auch sowas wie “biss” haben?
    was sagen die experten? vielleicht teste ich es demnächst mal mit grieß+kartoffeln…

    mhm

    Sabine

    PS: hatte neulich perfekte gnocchi bei einer italienischen freundin. sie sagte: 1kg kartoffeln+300mehl oder weniger. salz. das ist alles. ghet ganz einfach

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