Scherenschnitt Gnocchi (Quark-Griess-Gnocchi)

Für jene, die weder Spätzlehobel noch Knöpflisieb besitzen: Eine Schere tuts auch. Die Gnocchi waren die Beilage für den Sonntagsbraten. Den gibts Morgen. Quelle für die Gnocchi: Wildeisen, Kochen 5/2008. Dort wurden sie mit dem Löffel als dicke Nocken abgestochen. Mit Spritzbeutel und Schere werden sie jedoch viel feiner. Eine robuste, bissfeste Beilage.

Zutaten
4 Beilagenportionen

250 g Magerquark
2 Eier (je 63 g mit Schale gewogen)
150 g Hartweizengriess oder Knöpflimehl
40 g Parmesan, fein gerieben
Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss
1 Bund Petersilie, glatt, fein gehackt
1 Bund Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten

Scherenschnittgnocchi 1_2010 01 24_4842
Scherenschnitt
Scherenschnittgnocchi 2_2010 01 24_4849
essfertig

Zubereitung
(1) Quark, Eier, Griess, Parmesan in der Küchenmaschine mit dem Flachschläger während 10 Minuten zu einem ziemlich festen Spätzleteig rühren, würzen und mind. 30 Minuten bedeckt stehen lassen, Kräuter unterrühren, in einen Spritzbeutel mit einer Öffnung von ca. 1 cm füllen.
(2) Topf mit gesalzenem Wasser knapp zum sieden bringen, den Teig langsam aus dem Spritzbeutel drücken, den Teigstrang alle 1 cm mit einer Schere abschneiden. Die Gnocchi hochkommen lassen, und nach einer weitern Minute mit einem Schöpfsieb abheben, abtropfen und nach Bedarf in einer Bratpfanne mit wenig Butter warmstellen.

Anmerkung
Für das Gelingen ist die Konsistenz des Teiges wichtig. Er darf nicht zu weichflüssig sein, notfalls nochmals etwas Griess unterrühren, aber auch nicht zu fest.

Überblick auf mein cineastisches Gesamtwerk :-)

Orecchiette oder wie sich Angelina einen Mann angelt
Der gefallene Schokoladekuchen

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49 thoughts on “Scherenschnitt Gnocchi (Quark-Griess-Gnocchi)”

  1. Meischterhaft! Sogar mit Vor- und Nochspann. Sälbscht s’ unterschwellige Productplacement (Uhr) isch nit vergässe gange. Jetzt fähle nur no die baseldytsche Untertitel … ;-)
    Isch gärn notiert. Jetzt wart’ i erscht rächt no dr Sunntigsbrote vo morn ab.

  2. Ich bin begeistert :-)!!! Besonders vom Regisseur, Kameramann und Hauptdarsteller, der so spitzbübisch in die Kamera lacht. Die Gnocchi sind natürlich auch klasse ;-).

  3. Künftig stehen hier also Filmkritiken statt Kommentare… Ich fand das Thema passend, den Hauptdarsteller sympathisch und die technische Umsetzung meisterhaft. Sowas bringt Erfrischung und Abwechslung in die ganze Bloggerein. – Sehr schön!

  4. @Basler Dybli: der Nachspann dient zur Begleitung beim popcorn knabbern.

    @Rosa: nur mit dem Braten, so alleine wärs zu trocken.

    @Mestolo: bin doch hier fast täglich zu sehen :-)

    @Nathalie: Du Kochanfängerin ! Untertreibst Du nicht ?

    @Bolli’s Kitchen: wenn die Kartoffelpresse grosse Löcher hat, sonst gibts Vermicelles.

    @Toni:
    @Nata:
    die Filmchen sind natürlich dilettantischer Unfug, aber ich kanns nicht besser, dennoch es reizt mich immer wieder zu entdecken, was man mit einer kleinen Kompakt-Foto- (nicht Film)-kamera alles anstellen kann.

    @Ulrike: Du als grosse Tütenumgehungsexpertin wirst das wissen.

    @Peter: das bleibt Ausnahme, das Dreibeinstativ vor dem Herd lässt einem beim Kochen keinen Platz mehr.

    @SchnickSchnackSchnuck: Wegwerftüten geben weniger Abwasch :-)

    @Arthurs Tochter: Dein Geschenk an die Schwester war perfekter umgesetzt.

    @Elisabeth: nur von Gnocchi… wenn sie mit Liebe zubereitet sind, vielleicht.

  5. So wie ich dich verstehe, könnte man den Teig auch durch den Spätzlehobel jagen, oder? Ich hatte schon überlegt, ob ich das machen würde…aber ich glaube dann doch nicht. Mir gefällt die rustikale, etwas klobige Form sehr gut und ich stell mir die Gnocchi sehr passend zum Sonntagsbratenv or, wenn auch (erst/schon) am Dienstag ;o)

  6. Super lustig! Musste gerade so lachen, als Dein Kopf um die Ecke bog und mich mit einem fröhlichen “Hallo” begrüßte… Und ja, Deine Gnocchi sehen schön aus!

  7. Oh – das ist mal ein Anfänger-Tip und dann noch in Wort und Bild :!: Schönes Montagskino!
    C. Wilmenrod – neeeeiiiin (böser Fehler) – Lamiacucina bittet zu Tisch :lol: :lol: :lol:
    Jeder Frisör dürfte neidisch sein: so schöne Strähnen bekommt der wohl nicht zu Gesicht und ich bin froh, dass die Geschwindigkeit des Schnittes reduziert ist, denn sonst wird es wohl im Eifer des Gefechts am Ende zu einem wilden Tüten-Gemetzel kommen. Wer braucht schon Tüten-Ragout :?:
    “Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!”
    LG Heidi

  8. Ich muss mal mit Arthur Cohn sprechen – als Basler könntet Ihr zwei Euch zusammentun, was meinst Du?
    Apropos Produktion:
    Eine wahre Alternative zu BB. Jetzt bin ich total hin- und hergerissen, was eigentlich in meine Küche gehört. Aber ich denke, ich lege mir einfach eine Ferienwohnung zu und kann dann dort die Scherenschnitt-Gnocchi(Spätzli etc) produzieren – ohne Sieb, Spätzler, Blech, Brett o.ä.

  9. Robert, du bist ein Knaller. Ich bab mich gefreut dich zu sehen. Aber wenn ich mit der Methode für 4 Personen unter ständigem Zeitdruck Spatzlen machen würde…Mich würden die hungrigen Kinder killen, wenn sie nach Hause kommen. So eine Spatzelmaschine (südtirlerisch) ist alle mal eine Anschaffung wert.

  10. @Buchfink:
    @Kochschlampe:
    @Alissa:
    das freut mich, hier regnet es auch.

    @Vanille: das ist das einfachste: knoepflisieb

    @Suse: dieser Teig geht gut durch den Spätzlehobel, damit werden sie noch feiner und gleichmässiger.

    @Susa: Danke ! gar nicht einfach, gleichzeitig die Kamera zu bedienen, um die Beine des Fotostativs herumzuturnen, etwas zu machen und gleichzeitig noch zu babbeln.

    @Heidi, die II.: Die Verwendung einer roten Spritztüte ist zu empfehlen, ich habe einige rote Plastikfetzen in die Gnocchi geschnitten :-)

    @Coriandre: das klassische Spätzlisieb geht viel schneller als das Plastikteil von BB. Arthur Cohn, der hat schon so viele Freunde.

    @Magdi: Das täuscht, wenn mal man am Schnipseln ist, gehts rasch und der Abwasch entfällt. Aber grössere Mengen mach ich auch mit dem Sieb.

    @the rufus: eine elektronische Schere vermutlich. Stellt sich die Frage wo Du sie nach dem Ausschneiden hinklebst.

  11. Die Scherhaltung fast perfekt, nur der Daumen sollte nicht so tief in das Scherauge rutschen, mehr am oberen ersten Fingerglied mit leichten Aussendruck fixieren, dann kann die Scherbewegung etwas rascher vollzogen werden, nur durch die Daumenbewegung :-) ach war das eine schöne Überraschung

  12. Heiliger Bimbam, jetzt musste ich mir doch glatt einen neuen Player runterladen, da der alte mp4 micht kapierte. Spätzle mit der Schere schneiden – auf das muss man erst mal kommen. Hab mich sehr amüsiert. Was wohl als nächstes kommt?

    Oh ja, und Danke noch für die Absolution gestern. Dann brauche ich den lange nicht benutzten Rosenkranz also doch nicht hervorzukramen.

  13. Was für eine Patzerei ….
    Da bin ich froh, einen Spätzlehobel aus Vorarlberg zu besitzen.
    Schönes Video, besonders weil der Koch so spitzbübisch in die Linse schaut. ;-)

  14. Ich finde, Du solltest öfter Videosmachen, hast definitiv mehr als Talent dazu und außerdem ist es sehr schön Dich mal zu sehen und zu hören :-D
    Aber da ich keine annähernd so elegante Schere besitze wie Du, sondern nur so kleine Kinderbastelscheren, nehme ich doch weiterhin lieber meinen ungarischen Nokedlihobel :-)

  15. @BieneMaja: daran siehst Du, wie fleissig ich bin, dass ich nicht mal dazukomme so etwas selbst festzustellen :-)

    @Richard: Danke für die fachmännische Anleitung ! Im Video musste ich als Rechtshänder die linke Hand zum Schneiden benutzen, das konnte nicht gutgehen :-)

    @Ulli: Danke, die SW war bei Windows 7 dabei.

    @aftenstjerne: nun bist ja auf der Höhe der Zeit ! Absolutionen sind sowieso Kuhhändel, und ich habe zu danken.

    @entegut: Dafür hab ich eine echt italienische Schere :-)

    @Anikó: Da muss mir schon was Lustiges einfallen. Nokedlihobel ? Hast Du den schon gezeigt und benutzt ?

    @Isi: Selbst für eine Brüheneinlage sind sie rasch gemacht. Es wird nicht das letzte Video sein, vielleicht wünsche ich mir auf nächste Weihnachten eine richtige Videokamera.

  16. Ja, bitte, unbedingt noch mehr davon, lieber Robert, liebe Frau L, und es gibt doch vor Weihnachten noch Valentinstag, Frühlingsanfang, Ostern, Geburtstage, Überraschungstage, Schnäppchentage, Christi Himmelfahrt, Maria Himmelfahrt, Sommersonnenwende … :)

  17. @fressack: als technische wenig Begabter bin ich froh, dass sich überhaupt etwas bewegt !

    @Sivie: den Braten nicht vergessen !

    @Christine: mal sehen, woher nehm ich bloss die Zeit um eine neue Gebrauchsanleitung zu studieren.

    @Chriesi: ich mach was geht, andere haben professionellere.

    @thally: so ist es, sogar auf den Stp-Knopf drücken musste ich selber. Frau L. will davon nichts wissen.

  18. Lieber Robert, die Zeit für das Studieren der Gebrauchsanweisung holst Du später beim Videodreh wieder gelassen auf – ergo keinesfalls verplempert!!! Andererseits: oft bleibt bei professionelleren Aufnahmen der Charme, der Schalk, der dir offensichtlich im Nacken sitzt, auf der Strecke …

    Herzliche Gute-Nacht-Grüße Richtung Süd-West: an das Basler Rheinufer!

  19. Mehr davon! Witzige Sache. Rote Spritzbeutel scheint es nur in der Schweiz zu geben. Benutzt ihr den Schnellkochtopf auch noch manchmal mit geschlossenem Deckel, oder sind die Zeiten vorbei?

    1. nein, den Deckel müsste ich erst suchen gehen. Rote Spritzbeutel haben den Vorteil, dass man, wenn man ihn versehentlich anschneidet, die roten Schnipsel leicht erkennt und herausgelesen werden können. :-)

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