Tartelettes au citron, Zitronentörtchen

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Letzte Woche haben wir im legendären Café Schober  in Zürich zwei Zitronentörtchen gegessen. Eines ohne, eines mit meringuage. Sauer kompensierte Süsse. Das hat mir ganz ordentlich geschmeckt, so dass Frau L. der Idee verfiel, die Törtchen erstmals selbst zu machen. Mein Anerbieten, ihr aus dem Internet  (von Tartespezialistin Bolli) ein Rezept zu suchen, schlug sie in den Wind, sie habe bereits ein ihr zusagendes Rezept gefunden und schwenkte mir eines ihrer Ringbüchlein (wohl von Betty Bossy) vor den Augen herum. Wenn nicht Bolli dann halt Betty, ich habe weisungsgemäss Zitronenschale gerieben, Saft gepresst, Teig gewallt und die Törtchen fotografiert. Überraschung beim Zusammenschreiben: als ich die Quelle zitieren wollte, musste ich feststellen, dass das Ringbüchlein von der hüttenhilfe stammte, die aktuelle edition unter dem Namen Mama’s Rezept. Das Rezept für die Törtchen stammt von Aux délices d’Aurelie. Diese Kochbüchlein werden also doch gelesen ! Mein Beitrag für den Kleinkuchenevent von Low Budget Cooking. Hier die Februar-Zusammenfassung.

Monatlicher Blog-Event bei Low Budget Cooking: Kleine Kuchen
Zutaten
eigener Mürbteig
Diese Menge reicht für die doppelte Anzahl Törtchen. Wir haben die verbliebene Hälfte des Teiges zu kleinen Schiffchen verbacken. Vorgriff auf die Erdbeerzeit.
200 g Mehl
100 g Butter
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei

für die Creme:
für 6 Törtchen, im Originalrezept für 12 Törtchen wurden die doppelte Mengen verwendet. Dann gehts auch mit dem Teig auf. [ed: 26.03.]
1 Bio-Zitrone (Saft und Schalenabrieb)
50 g Zucker
1 Ei
10 g Butter

für die Deko:
ein paar Pistazienkerne
frische Himbeeren (unser Schälchen aus Spanien)

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Zubereitung
für den Mürbteig:
(1) Mehl, Zucker und Salz in die Teigschüssel des Rührwerks sieben. Kalte Butter in Flöckchen unter das Mehl mischen und mit dem K-Haken zunächst langsam, dann schnell zu einer krümeligen Masse verrühren.
(2) Das verquirlte Ei portionsweise zugeben, kurz weiterrühren, bis der Teig klumpt. Von Hand rasch zu einer Kugel formen und 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.

für die Crème:
(3) Butter in einer Kasserolle schmelzen, Zitronenabrieb zugeben, Zucker im Zitronensaft auflösen, dazugeben. Das Pfännchen kurz vor den Kochpunkt erhitzen, vom Feuer ziehen. Das Ei einrühren und unter Schlagen mit dem Schneebesen vorsichtig erhitzen bis die Masse anzieht und dickflüssig wird. Beiseitestellen.

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für die Törtchen:
(4) Teig 3-4 mm dick auswallen, Rondellen ausstechen und damit gebutterte 5 cm Muffinförmchen auslegen. Die Zitronencreme auf die Förmchen verteilen.
(5) 25 Minuten bei 150°C (Umluft Schiene 2) backen.
(6) aus den Förmchen nehmen, auf Kuchengitter setzen und dekorieren mit gehackten Pistazien und Himbeeren

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38 Gedanken zu “Tartelettes au citron, Zitronentörtchen”

  1. Zem grad Driibisse fein gsehn si us, dini Tärtli.
    Gang i rächt in dr Annahm, dass es schlussändlig fir Sächs vo de Zuetate glängt het (und dr Daig fir eigentlig Zwèlf grächnet isch) ?
    I wynsch dir/eych e wunderscheene Friehligsdaag.

  2. Klingt nicht soooo schwierig und sieht gar zu verlockend aus. Wenn nach den Ferien meine neue Küchenhilfe hier eingezogen ist, probier’ ich die auch mal.

  3. irgendwas stimmt aber mit der Mengenangabe nicht, es sei denn, Ihr habt in der CH Riesenzitronen, das scheint mir alles zu wenig! Nur eine Zitrone und ein Ei? Nie und nimmer! Die Menge Teig ist ok.

  4. Bis zu uns sind bisher ja nur die spanischen Erdbeeren gekommen und die schmecken nach nichts.
    Bald gibts eigene Himbeeren, dann können die Törtchen ausprobiert werden :-)

  5. Zum Geburtstag backe ich mir immer eine Tarte au Citron. Diese winzig kleinen Tartelettes sehen allerdings noch viiiiel appetitlicher aus. Ist vielleicht eine Alternative…

  6. Wunderhübsch! Meine Zitronenbäumchen hängen immer noch voller Zitronen. Ich könnte also nach Bollis auch noch deine bzw. Frau L.s Version nachbacken.

  7. Die Törtchen sehen sehr erfrischend aus und offensichtlich auch in der Herstellung nicht so schwierig. Mir fehlt nur der Zitronenreiber und Saftpresser.

  8. Café Schober ist, meinen Informationen nach, jetzt in anderen Händen. Im Februar sind wir leider nicht eingekehrt, um uns vom Umbau überraschen zu lassen. Ist es noch auf dem Niveau von vorher, oder hat es sich verändert?

  9. Sobald ich wieder sauer essen darf, wartet nur Törtchen, wartet! Wie schmeckt eigentlich so ein Himbeerchen inmitten all der sicher süß-sauer-intensiven Zitronencreme? Hat das geschmacklich überhaupt Chancen oder hast du das beim Verzehr einzeln runtergepickt und isoliert genossen?
    Schön übrigens, dass du dieser Tage auch auf Gelb setz!

  10. mmm, lecker, werd ich sofort ausprobieren.

    aber wieviele törtchen krieg ich denn mit dieser mengenangabe?? (muss noch förmchen kaufen, nicht dass ich zu wenig habe ;o)

  11. Passt wieder alles: Farben, Form … und der Geschmack wird auf jeden Fall ausprobiert!

    Viele leichte, duftende Frühlingsgrüße für Euch!

  12. Wunderhübsche Törtchen! :-)

    Bei uns herrscht gerade Limettenüberschuss – ich bin auch schon seit Tagen am Überlegen, aber bisher zu faul, Pseudo-Key Lime Minitartes zu machen…

  13. Da läuft mir das Wasser im Munde zusammen! Ich liebe solche Zitronentörtchen, am liebsten mit Baiser. Muss ich unbedingt mal nachmachen. Danke für den Denkanstoss!

  14. die werde ich in einer glutenfreien Version machen. Ich habe noch selbstgemachtes Lemoncurd. Das müsste auch gehen. Ich freu mich schon drauf.

  15. @Basler Dybli: genau, Frau L. hat sich ans Rezept von Aurélie gehalten, nur die Mengen halbiert. Das ergab 6 Törtchen.

    @Mestolo: welche Farbe hat sie denn, die neue Küchenhilfe ?

    @Bolli’s Kitchen: da wir keine Süssfreaks sind, wussten wir nicht, ob wir 12 Zitronentärtchen schaffen. Deshalb haben wir die Mengen des Rezeptes halbiert. Für eine ganze Tarte reicht das nicht, deshalb die 6 Tartelettes.

    @Alin: das würde mich auch wieder freuen.

    @mipi: das Ei !

    @sammelhamster: Himbeeren sind im Unterschied zu Erdbeeren auch zur Unzeit noch geniessbar.

    @SchnichSchnackS: wider Erwarten waren sie am nächsten Tag bereits gegessen. Aber ich habe noch 6 blindgebackene leere Tärtchen.

    @nata: eine ganze Torte sieht immer so erschlagend, wenn nicht gar erdrückend aus. Das schlägt auf die Psyche. Mit kleinen Törtchen wird man hingegen spielend fertig.

    @Tina: einfach ja, vorausgesetzt man findet vor Ostern noch Eier.

    @Toni: Abk. FF ,-)

    @Elisabeth: von einem einzigen Törtchen ? Wieviel soll ich Dir denn davon senden :-)

    @zorra: eine Zitrone weniger am Bäumchen, wenn Du meinst das reicht.

    @Nathalie: 2.5 cm hoch.

    @Rosa: auch hier ist Frühling.

    @Evi: eines pro Tag erlaube ich Dir.

    @Peter: ich lasse meist auch backen.

    @Sandra: Andere Rezepte ersetzen einen Teil des Zitronensafts durch Orange. Sicher auch gut.

    @nina: das klingt sehr bestimmt !

    @Linda: Als Saftpresse kriegst Du im Brockenhaus die Glasteile der Grossmutter. Die sind nicht schlecht. Bei den Reiben hingegen ziehe ich die Microplane vor.

    @Anikò: zu meiner Verwunderung hat mich die Süsse der Törtchen nicht gestört. Deshalb haben wir sie überhaupt gemacht.

    @Magdi: Die Familie Schober verpachtet das Lokal schon seit Jahren. Vorher hatte es die Confiserie Teuscher (Blumen-Teuscher) in Händen. Das wirkte auf mich überladen. Jetzt wird es vom Gatronomieunternehmer Péclard geführt. Der Konditor aus Südfrankreich ist gut.

    @Thea: doppelte Menge Füllung für 12 Törtchen machen. Dann gehts mit dem Teig auf.

    @Kekstester: das Himbeerchen musste drauf, weil sie bei Aurélie auch drauf waren. Das passt gut zum mitessen, muss aber nicht sein. Im Café Schober war nur der Rand Pistazienbestreut.

    @heimlifeiss: 6 Törtchen, ich werds oben reinschreiben. Mach ruhig 12 Stück mit der doppelten Menge Füllung. Das geht gut auf mit dem Teig unsd sie werden garantiert gegessen.

    @Christine: Danke für die duftigen Grüsse. Vorerst bin ich noch müde von der Gartenarbeit im Frühling.

    @Barbara: hmm, gute Idee mit den Limetten, müsste ich einmal machen. Ich warte auf Deine.

    @Paule: mit Baiser hab ich sie im Café Schober gegessen. Innen flüssig-weich aussen krustig, perfekt.

    @Trudel: glutenfrei ist kein Hindernis. Da hast Du ja die Erfahrung.

  16. Das Dumme ist nur, dass sich die Teilchen nicht so lange halten werden, bis ich jeden Tag eines aufgegessen habe. ;) Na Ostern vielleicht…

  17. Oh, mit den Rezepten von Bolli und Aurelie liebäugel ich schon länger. Zu Ostern wird es gemacht. Werde versuchen, den Teig etwas dunkler zu backen.

  18. Hast du nicht gesagt, Frau L. kocht nichts Süßes?
    Das war deine Antwort bei den Nusstörtcchen. ;-)

    Ich bin aber froh, dass Frau L. Zitrone mag, denn diese Törtchen haben es mir angetan. :-)

  19. @Evi: wenn Du morgen 12 Stück bäckst, reichen sie 12 Tage. So ca.

    @heimlifeiss: “echt lecker” tönt wirklich heimlifeiss.

    @Magdi: das Mobiliar und die Registrierkasse stehen noch.

    @Poulette: kein Problem, wenn Du sie vorbäckst, wem sage ich das :-)

    @entegut: es hat mich schon gewundert, dass sie bei Schober sich ein solches Törtchen vorgelegt hat. Sie isst vo allem nichts Süsses und wenn sie, ausnahmsweise, mal etwas bäckt, dann muss/darf ich alles alleine essen. Ihre 54 kg wollen gehütet sein :-)

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