Gratin de cardons au parmesan

Gratin de cardons
Gratinierte Kardy. Eines dieser bei uns halbvergessenen Gemüse, vermutlich schon im 16. Jhdt. aus einer wilden Artischockenform herausgezüchtet. Kardy (Karden, Cardons, spanische Artischocke) stammen aus dem Mittelmeerraum. Sie werden hauptsächlich in Spanien, der Provence und Italien angebaut, im Herbst geerntet und zum Bleichen der Stielrippen zusammengebunden, in schwarze Folie gewickelt oder im Keller eingeschlagen. In der Romandie (französische Schweiz) und der Provence haben die Karden als Bestandteil des Weihnachtsmenus eine lange Tradition. Hier findet man sie kaum, wenn, dann beim Italiener. Ich mach sie hier ganz einfach als Gratin, mit Béchamel und Käse gratiniert. zum Rezept
Cardons

Zutaten
Hauptgericht für 2 Personen oder Beilage für 4-6 Personen
1 nicht allzugrosse Kardy
2 dl Béchamelsauce
40 g Parmesan gerieben unter die Sauce gemischt
40 g Parmesan gerieben oder in Spänen zum überstreuen
wenig Rahm
Saft einer Zitrone oder 1 g Ascorbinsäure
1 besteckte Zwiebel
1 Lorbeerblatt
1 kleines Stück Lauch
Fleur de sel, Pfeffer, Muskatnuss
Butter zum Einbuttern der Form

Zubereitung
(1) Die stachligen Blätter abschneiden. Stengel für Stengel die zähen, groben Fasern grosszügig abziehen (wie beim Stangensellerie, aber grosszügig wie beim Spargel). Nach dem zurüsten in 4 cm lange Stücke schneiden und sofort in einen Topf mit 2 L Wasser und dem Saft einer Zitrone oder 1 g Ascorbinsäure legen damit sie sich nicht braun verfärben.
(2) Zitronenwasser mit den Kardystücken salzen und zum Kochen bringen. Ein Lorbeerblatt, 1 Stück Lauch und eine mit einer Nelke besteckte Zwiebel zufügen und leise simmern lassen. Nach etwa 30-40 Minuten sind die Kardy gar.
(3) Die Béchamelsauce mit dem Parmesan mischen, evtl. mit Rahm etwas verflüssigen und in einer gebutterten flachen Gratinform mit den Kardystücken mischen. Mit fleur de sel, Pfeffer und Muskat würzen und im vorgeheizten Ofen auf der obersten Schiene bei 200-220°C etwa 10 Minuten gratinieren.

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15 thoughts on “Gratin de cardons au parmesan”

  1. Ich finde, so sind sie am besten!

    Schon ein komisches Gemüse…..erinnert mich immer an Disteln, aber, es schmeckt lecker, wenn man es dann mal gefunden hat……

  2. Von dem Gemüse sehe ich auch immer nur Fotos, wie schön es zubereitet aussieht… Wahrscheinlich gehört es zu den Gemüsen, die man am besten selbst anbaut.

    Sieht klasse aus!

  3. Es kommt auf das Jahr an. 2006 hatten wir tolle Feigen, der Nachbar wusste nicht wohin mit seinen Weintrauben.

    Ich hatte ehrlich gesagt auch schon mal welche gesät (Samentütchen aus der Schweiz), kam aber überhaupt nichts…

  4. karden konnten mich nicht ueberzeugen.
    ich bin ja grosser fan von artischocken und auch bittere salate wie loewenzahn etc sind immer gern willkommen, aber dieses zeug habe ich einfach nicht geniessbar bekommen.

  5. Meine Geburtsstadt (bei Lyon) ist für Cardons bekannt, (und veranstaltet jedes Jahr am 8. Dezember eine “Fête du Cardon”, sollte jemand in der Nähe sein, am 7. wird gemeinsam geschält :-)). Aus dem Grund habe ich sehr regelmässig Cardons in meinem Leben gegessen, meistens mit Knochenmarksauce oder weisse Sauce, ohne Käse… und es bleibt das einzige Gemüse, mit dem ich mich nicht wirklich anfreunden kann. Aber mit Käse könnte ich mir vorstellen, dass es mehr nach meinem Geschmack ist.

  6. @Véronique: hoffentlich nicht nur geschält sondern auch gemeinsam gegessen. Und was wird dazu getrunken ? Beaujolais nouveau ?

    @Nina: Du kannst auch Stielmagold (die Stiele) nehmen.

  7. Am 7. wird geschält, und etwas anderes gegessen; Cardon à la moelle gibt es erst am 8. Was Wein angeht, weiss ich nicht mehr, aber in der Region fehlt es daran nicht. Ob man in Frankreich noch Beaujolais trinkt? ;-)

    Stielmangold ist auch bei weitem nicht so bitter wie Cardon, noch ein Vorteil.

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